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Rückblick 'Amerique Races' 2025/26

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News Frankreich Trab, 26.02.2026

(hen) Am letzten Sonntag fiel in Vincennes mit dem Prix de Paris der Vorhang für die sechste Saison der 'Amerique Races'. Diese Ausgabe umfasste, wie schon in den Jahren zuvor, sechs Rennen und drei Finals, verteilt über einen Zeitraum von nahezu hundert Tagen. Die Rennserie zeichnete sich besonders durch die Vielfalt der Sieger ab: Insgesamt trugen sich acht verschiedene Pferde in die Siegerliste ein. Das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse bei der Bilanz dieser Saison. Tatsächlich gelang es einzig Iroise de la Noe zweimal zu gewinnen. LeTrot fasste Zahlen, Daten und Fakten rund um die wichtigste Rennserie der Saison zusammen.

Im Winter 2024/25 war Idao de Tillard der einzige Doppelsieger der 'Amerique Races' mit Erfolgen im Prix de Bourgogne und im Amerique. Und das trotz eines missglückten Starts ins Meeting wegen Leptospirose, sowie eines vorzeitigen Saisonendes aufgrund einer Verstauchung.

Zwölf Monate später konnte sich mit Iroise de la Noe nur ein einziges Pferd rühmen, auf zwei Etappen der sechsten Saison in die Siegerliste eingetragen zu haben. Die Leistung der Stute aus dem Stall von Thomas Levesque ist bemerkenswert: Sie gewann den Prix de Belgique, sowie den Prix de France und feierte dort zugleich ihren ersten Gruppe I-Sieg. Der letzten Stute, der ein ähnliches Kunststück gelang, war Ampia Mede Sm im Wintermeeting 2022/23, als sie den Gruppe I-Doppelpack aus Prix de France und Prix de Paris holte.

Eine große Vielfalt an Siegern

Hat die erzwungene Abwesenheit eines Ausnahmepferdes wie Idao de Tillard in diesem Winter die Ambitionen seiner potenziellen Rivalen beflügelt? Das ist durchaus möglich. Fest steht jedenfalls, dass die Bilanz eine außergewöhnliche Vielfalt zeigt: Acht verschiedene Siegerinnen und Sieger in neun Rennen. Einer von ihnen, Jushua Tree, musste nach einer Fissur auf die Finals verzichten. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in allen Gruppe I-Rennen des Winters wider: Vor den letzten drei Klassikern der Abschlussveranstaltung am Samstag, zählte man ebenso viele Sieger (15) wie ausgetragene Rennen.

Die Sieger der Amerique Races 2025/26

Prix de Bretagne (Q1) - Josh Power - 11,2/2.700m

Prix du Bourbonnais (Q2) - Inmarosa - 11,7/2.850m

Criterium Continental (Q3) - Liza Josselyn  - 10,0/2.100 m/Autostart

Prix Tenor de Baune (Q4) - Epic Kronos - 11,2/2.700m

Prix de Bourgogne (Q5) - Jushua Tree -  11,3/2.100m/Autostart

Prix de Belgique (Q6) - Iroise de la Noe - 12,0/2.850m

Prix d’Amerique - Hokkaido Jiel - 11,4/2.700m

Prix de France - Iroise de la Noe - 09,4/2.100m/Autostart

Prix de Paris - He And Me - 13,8/4.150m

 

Die 27 Podestplätze der 'Amerique Races' wurden von 19 verschiedenen Trabern belegt. Acht von ihnen standen zweimal unter den ersten drei: Josh Power, Jushua Tree, Inmarosa, Frank Gio, Epic Kronos, Immortal Doc, Go On Boy und Iroise de la Noe.

Damit sind Thomas Levesque als Trainer und Besitzer und Jean-Paul Masson als Züchter jeweils die einzigen Doppelsieger in ihren Kategorien. Auch Tornado Bello führt diese Wertung bei den Deckhengsten an, während sich der Erfolg von Face Time Bourbon in vier Podestplätzen niederschlägt. Knapp vor Brillantissime (3).

Bei den Fahrern geht die Krone an Jean-Michel Bazire. Trotz seines Unfalls am 02. Januar, der ihn für vier Rennen der Serie außer Gefecht setzte, sammelte er als Einziger vier Podestplätze: zwei Siege (mit Jushua Tree und Liza Josselyn), sowie zwei zweite Plätze. Eric Raffin erzielte ebenfalls zwei Siege. Mit Iroise de la Noe und He And Me. Bei den Trainern kann auch Daniel Reden mit vier Podestplätzen zufrieden sein, erzielt durch Epic Kronos, Francesco Zet und La Yuca.

Klare französische Dominanz

Acht der neun Rennen gingen an französische Pferde, darunter alle drei Finals. Lediglich der Prix Tenor de Baune entglitt der "Tricolore" mit einem rein internationalen Podium: Epic Kronos und Immortal Doc aus Schweden, sowie Executiv Ek aus Italien. Dennoch schlugen sich die skandinavischen und italienischen Gäste insgesamt achtbar: Mit zehn Podestplätzen, also mehr als einem Drittel aller Platzierungen, steigerten sie ihre Bilanz deutlich gegenüber dem vorigen Winter, wo lediglich vier Top Drei-Platzierungen raussprangen.

Drei Rekorde gebrochen, einer eingestellt

Bereits im Prix de Bretagne setzte Josh Power ein Ausrufezeichen, indem er mit einer Kilometerzeit von 11,2 über 2.700 Meter einen neuen Rennrekord aufstellte. Auch Epic Kronos im Prix Tenor de Baune (11,2/2.700m) sowie Iroise de la Noe im Prix de Belgique (12,0/2.850m) verbesserten jeweils die bisherigen Bestmarken ihrer Rennen. Die Stute aus dem Stall von Thomas Levesque stellte zudem den Rekord von Idao de Tillard im Prix de France ein, als sie die 2.100 Meter in 09,4 absolvierte.

Kennzahlen:

103.000 Zuschauer insgesamt während der Veranstaltungen, die zu den 'Amerique Races' gehörten.

55.000 Besucher beim 'Prix d’Amerique Festival'

Steigende Medienresonanz: Es wurde ein Mediawert von 10,3 Mio Euro erreicht, was ein Plus von 42% ausmacht

Digitaler Rekord: 15,5 Mio. Aufrufe der Inhalte in sozialen Netzwerken

Neuerungen 2025/26

Diese Ausgabe war geprägt vom Start des allerersten 'Prix d’Amerique Festivals'. An drei Tagen erlebten 55.000 Zuschauer ein neuartiges Format, dass Trabrennsport mit einem ambitionierten und verbindenden Musikprogramm kombinierte und die Veranstaltung zu einem festlichen Spektakel machte.

Weit mehr als nur ein Rennwochenende etablierte sich das Treffen als Festival der neuen Generation: Media Day, Auftritt von Gims, DJ-Sets, ein immersives Amerique-Dorf und eine durchgehend im Stil der USA gehaltene Atmosphäre über drei Tage hinweg sorgten für ein ganzheitliches Erlebnis. Diese gelungene Verbindung von Spitzensport und Entertainment markierte einen strategischen Wendepunkt für das Image des Prix d’Amerique. Dank dieser Aufwertung stieg die mediale und digitale Sichtbarkeit deutlich: +42% Medienwert und mehr als 4 Millionen Aufrufe der Inhalte auf Instagram.

Die 'Amérique Races' 2025/26 bestätigten damit ihren Status als eines der wichtigsten Trabrennsport-Events weltweit. Der Publikumserfolg und die Einführung des 'Prix d’Amerique Festivals' unterstreichen eine klare Ambition: die Weltmeisterschaft im Sulkysport noch spektakulärer, zugänglicher und moderner zu gestalten. Die Champions der 'Amerique Races' laden ihre Fans bereits zur Ausgabe 2026/27 ein, die am 22. November mit dem Prix de Bretagne (Q1) ihren Auftakt feiert.

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