News Frankreich Trab, 19.02.2026
(hen) Nach Rang Vier im Prix d'Amerique, hat Frank Gio (Foto:@Jean-Charles Briens) bewiesen, dass er auch mit den Besten mithalten kann. Er zählt damit auch am Sonntag im Prix de Paris zu den meistbeachteten Startern. Sein Trainer Sebastien Guarato, der das Marathonrennen bereits mit Bold Eagle und Roxane Griff gewinnen konnte, gewährte dem ParisTurf einen Einblick in sein Trainingszentrum "Le Clopin" in Le Menil-Berard (Departement Orne).
Frank Gio wurde nach dem Prix d'Amerique gezielt auf dieses nächste Highlight im Wintermeeting vorbereitet. Sein Trainer zieht für sein Quartier insgesamt eine solide Bilanz des Winters: 13 Siege und knapp eine Million Euro Gewinnsumme. "Wir haben etwas weniger Rennen gewonnen als in früheren Wintern, aber die Gewinnsumme stimmt - das ist entscheidend. Außerdem hatten wir viele gute Platzierungen", betont er und verweist unter anderem auf Frank Gio's zweite Plätze im Criterium Continental und im Prix de Belgique.
Trotz einiger Grippeerkrankungen im Stall und des Ausfalls von Krack Time Atout wegen eines Lungenproblems zeigt sich der Trainer nicht verbittert. "Mit Pferden wie Bold Eagle oder Face Time Bourbon wären wir enttäuscht, wenn sie Zweite werden. Mit einem Pferd wie Frank Gio, der nicht als haushoher Favorit startet, muss man die Dinge einordnen."
Blick nach vorn
Guarato hat inzwischen weniger ältere Pferde im Training, dafür eine genetisch stärkere Zuchtbasis. Viele gute Stuten wechseln früher ins Gestüt. Parallel bereitet er rund 30 Pferde für die Provinz vor und setzt große Hoffnungen in seine N- und M-Jahrgänge. Besonders überzeugt ist er weiterhin von Face Time Bourbon als Vererber: "Für mich ist er derzeit der beste Hengst." Entsprechend investierte er zuletzt gezielt in hochkarätige Mutterlinien.
"Frank Gio kann gewinnen"
Am Dienstag absolvierte Frank Gio vier Geraden mit Anstieg: 1:23, 1:22, 1:17 und 1:14. "Er war perfekt und hat danach nicht einmal geschnauft. Ich finde ihn aktuell sogar noch besser als vor dem Prix d’Amerique", erklärt Guarato. "Mit etwas mehr Rennglück hätte er dort ebenso gewinnen können wie im Criterium Continental."
Die 4.150 Meter bereiten dem Trainer keine Sorgen: "Er hat Ausdauer, pullt nicht und bleibt im Rennen ruhig. Vincennes ist für ihn ein Vorteil gegenüber schwedischen oder italienischen Bahnen." Da er im Amerique etwas an Huf abgelaufen hat, wird er diesmal nur vorne ohne Eisen antreten, was für Guarato aber kein Nachteil darstellt: "Ich hoffe, ihn wieder sehr stark finishen zu sehen. Frank Gio kann den Prix de Paris gewinnen."
Anschließend erhält der Face Time Bourbon-Sohn eine Pause, bevor im Frühjahr möglicherweise Rennen wie der Prix de l'Atlantique auf dem Programm stehen.
