News Frankreich Trab, 20.01.2026
(hen) Als einer der Favoriten für den kommenden Prix d’Amerique, befindet sich Josh Power (Foto:Jean-Charles Briens) in der Endphase seiner Vorbereitung. Seit seinem letzten Start im Prix de Bourgogne wurde er nicht mehr im Wettkampf gesehen, hat aber in den vergangenen Tagen auf der Trainingsanlage seines Trainers Sebastien Ernault weiter an Form gewonnen.
Wie die meisten Starter im Prix d’Amerique, absolvierte Josh Power am Montagmorgen seine letzte intensive Trainingseinheit, nachdem er bereits am Freitag zuvor eine anspruchsvolle Arbeit verrichtet hatte. "Das Pferd wird nun am Donnerstag noch einmal arbeiten, mit Bergauf-Passagen auf der Geraden. Am Samstagmorgen geht er dann mit meiner Frau Delphine zum Schwimmen und zu einem Spaziergang ans Meer", erklärte Trainer Ernault, der kürzlich seinen 900. Sieg als Trainer feiern konnte. "Am Freitag hatte er eher kurze, aber sehr zügige Geraden absolviert. Am Montagmorgen haben wir etwas anders gearbeitet, mit ebenso intensiven Intervallen, aber über eine längere Distanz. Vor dem Prix de Bretagne hatte er nicht so hart trainiert, denn es ist unmöglich, unsere Pferde jedes Mal auf diese Weise zu fordern. Aber alles ist in Ordnung: Er ist locker und sehr willig. Josh Power ist topfit und wird sich am Sonntag voraussichtlich mit rund 15 Kilo weniger präsentieren, als bei seinen letzten Starts. Wir sind auch gut an den kleinen Virusinfekten vorbeigekommen, die diesen Winter kursieren. Jetzt heißt es nur noch, die Daumen zu drücken, dass bis Sonntag alles gut geht."
Motiviert, frisch und hellwach zeigte Josh Power bei beiden Trainingseinheiten deutlich seinen großen Enthusiasmus. Wenn Ernault die Hände ein wenig öffnete, streckte sich der Sieger der Criterien für 4- und 5jährige und trabte mit sichtbarer Lust über die Strecke. "Er wird optimal vorbereitet und in Bestform an den Start gehen", analysiert Ernault weiter. Er selbst hatte im vergangenen Winter nach einem Trainingssturz den Platz im Sulky an Eric Raffin abgeben müssen, wird Josh Power am Sonntag jedoch wieder selbst steuern - vermutlich mit einer noch besseren Chance. "Der Ausfall von Jushua Tree ist für das Spektakel bedauerlich, aber das Rennen bleibt hochklassig und deutlich offener, als es auf den ersten Blick scheint. Es gibt vier oder fünf Pferde, die leicht über den anderen stehen. Mein Pferd gehört meiner Meinung nach dazu, aber man darf keinen Starter unterschätzen. Jetzt braucht es einfach den richtigen Rennverlauf."
Nachdem Ernault das Rennen im letzten Jahr von der Tribüne aus verfolgen musste, wird die frühere rechte Hand von Pierre Levesque am Sonntag wieder mitten im Geschehen sein. "Der Druck wird dieses Mal natürlich größer sein, zumal wir Josh Power seit seinem Comeback in Laval im August und seinem zweiten Platz in Mons im September gezielt auf diesen Prix d’Amerique vorbereitet haben."
