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PRIX D'AMERIQUE 2026 - Romain Derieux: "Ich bin einfach fokussiert"

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Am Sonntag wird Romain Derieux mit Go On Boy einen der Favoriten, wenn nicht sogar den Favoriten, für den Prix d’Amerique stellen. Für das Pferd wird es die dritte Teilnahme an diesem legendären Rennen sein. Als Trainer, Fahrer und Mitbesitzer lastet fast der gesamte Druck auf Romain Derieux, der sich aber nicht aus der Ruhe bringen lässt.


Foto: Province Courses

 

Nach dem vierten Platz 2024 und einem dritten Platz 2025, startet das Duo auch als Elitloppet-Sieger 2025. Um das außergewöhnliche Double der beiden größten europäischen Rennen zu schaffen, ist Derieux voll auf dieses Ziel fokussiert. 24h au Trot traf ihn am Dienstagabend in Vincennes zum Interview.


24h au Trot: "Wie geht es Go On Boy nach einer offenbar schwierigen Phase?"


Romain Derieux: "Die letzten Tage sind normal verlaufen, aber in der Woche davor hatte er Husten, und ich konnte nicht viel tun. Das ist immer ärgerlich. Ich wollte eigentlich im Prix de Belgique starten, aber das war dann nicht möglich. Es ist frustrierend, aber so ist das im Rennsport."


24h: "Hätten Sie dieses Rennen gebraucht, um optimal vorbereitet in den Prix d’Amerique zu gehen?"


RD: "Wir hatten keine Wahl, also stellt sich diese Frage eigentlich nicht. Wir haben die Situation bestmöglich gemanagt. Es ist schwer zu sagen, ob wir das durch Training vollständig ausgleichen konnten, aber er hat in den letzten fünfzehn Tagen gut gearbeitet."

24h: "Wie haben Sie den Ausfall von Jushua Tree zu Wochenbeginn aufgenommen?"

RD: "Ich würde sagen, das zeigt perfekt, welche Risiken auf höchstem Niveau dazugehören. Es ist natürlich immer bitter für das Umfeld, aber leider wird jeder irgendwann mit so einer Situation konfrontiert."


24h: "Wie haben Sie Ihre Vorbereitung auf den Prix d’Amerique aufgebaut?"


RD: "Go On Boy hätte mehr Rennen laufen können, aber auf diesem Niveau kann man nicht alles starten. Es gibt ständig Rennen, und man kann ein Pferd nicht das ganze Jahr über in absoluter Topform halten. Wir versuchen, gezielt bestimmte Phasen anzusteuern. Seine Höhepunkte sind der Elitloppet und der Prix d’Amerique, und wir haben gezielt auf diese beiden Ziele hingearbeitet."


24h: "Sie wurden 2025 im Amerique Dritter. Fühlen Sie rückblickend  irgendein Bedauern?"


RD: "Mein einziges Bedauern betrifft die chaotische Phase vor dem Rennen: Durch einen Zwischenfall vor dem Start mussten wir drei Minuten im kalten Wind stehen, um ein technisches Problem zu lösen, während die anderen bereits an der Startstelle waren. Das war natürlich ungünstig. Dadurch kam er etwas träge ins Rennen. Trotzdem hat er eine sehr gute Leistung gezeigt."


24h: "Go On Boy hatte ein außergewöhnliches Jahr in Europa, insbesondere mit dem Sieg im Elitloppet. Ist er woanders stärker als in Vincennes?"


RD: "Nein, ich finde, er ist auch in Vincennes sehr gut. Wir haben dort immerhin den Prix de France und andere große Rennen gewonnen. Im Prix d’Amerique waren wir vielleicht noch nicht ganz auf dem absoluten Höhepunkt, aber das ist relativ. Beim ersten Start hätte es zum Beispiel besser laufen können (4. Platz/2024). Trotzdem hat er jedes Mal sehr starke Leistungen gezeigt."


24h: "Ist nicht der Prix de France sein Lieblingsrennen?"


RD: "Nein, das ist eine weitverbreitete Annahme, aber ich glaube, er kommt mit langen Distanzen genauso gut zurecht wie mit kurzen. Ich versuche, ihn möglichst lange leistungsfähig zu halten. Deshalb starte ich ihn nur bei den ganz großen Zielen komplett barfuß."


24h: "Welche Rivalen haben Sie in den Qualifikationsrennen am meisten beeindruckt?"


RD: "Alle Rennen waren auf ihre Art interessant. Josh Power hat mir gut gefallen, ebenso Epic Kronos und Iroise De La Noe. Diese Drei habe ich besonders im Kopf, aber es gibt noch andere. Ich konzentriere mich vor allem auf mein eigenes Pferd. Ich habe bereits mehrere große Rennen mit Dijon und Go On Boy bestritten und bringe inzwischen Erfahrung mit. Ich verspüre keinen besonderen Druck. Ich bin einfach fokussiert."

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