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Mit "ganz viel Liebe" gegen Bazire-Trio

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Quinte+ Enghien, 24.04.2021 - 15.15h

 

Im Hauptrennen hat es nicht für die Mindestanzahl an Startern zu einer Quinte gereicht. Aber die Ersatzlösung hat auch viel Qualität unter Order. Vor einer Woche siegte Rebella Matters (5) mit einer Glanzleistung im Sulky von Jean Michel Bazire. Der Trainer hat sich von seinen drei Startern aber für Freya Du Pont (6) entschieden. Seine Wahl dürfte aber nicht die erste Farbe werden. Der Sieg ist aber noch nicht automatisch an den Championatsstall vergeben. Philippe Daugeard hat mit seinem Spezialisten für diesen Weg Whole Lotta Love (7) sicher eigene Pläne.


Prix De La Porte D´Auteuil / 15.15h / 58.000 Euro - 2.150m Autostart

Zur Wettabgabe: https://www.trotto.de/rennen/Trab/Frankreich/Enghien/240421030103


In den letzten Monaten hat DOUXOR DE GUEZ (1) mit vielen Starts ein strammes Programm absolviert. Dennoch scheint der Wallach auch nach dem Winter noch keine Ermüdungserscheinungen zu zeigen. Im Februar sprang er auf dem Weg zum Sieg in Saint-Galmier im Schlussbogen unglücklich weg. Aber schon in der sehr gut besetzten Quinte am 02. April konnte der Fuchs die Königswette als Fünfter komplettieren. Stets an der Innenkante im Mittelfeld geparkt, verlor Nicolas beim Rausnehmen an der letzten Ecke noch einige Längen auf die vorderen Pferde. Beide rauften sich aber wieder heran und verkürzten den Vorsprung der ersten Vier bis ins Ziel merklich. Das es zwei Wochen später beim Montedebüt nur der sechste Platz war, schmälert die Chancen für heute nicht. 


Im letzten Sommer lief DONA VIVA (2) zu Höchstform auf und holte in der besseren Provinz mit vier Siegen in Serie den Gewinnsummenrückstand auf. Seit Ende Januar wagte sich die Love You-Tochter dann auch vermehrt nach Vincennes, konnte dort aber nur bedingt die Form fortsetzen. Der Auftritt im Prix Helen Johansson war ohnehin zu hoch gewählt. Aber an diesem Tag passte, genau wie heute, die Distanz. Erst vor einer Woche war es auch die Mitteldistanz, auf der die 8jährige gut mithalten konnte. Dominik Locqueneux platzierte die Fuchsstute aus der zweiten Reihe als drittes Pferd an der Innenkante und konnte in der Distanz noch einmal bis auf Rang Fünf in 11,8 nachsetzen. Heute geht er sicherlich offensiver zur Sache, was nicht unbedingt ein Vorteil sein muss.


In den letzten Monaten hat COCKTAIL DESBOIS (3) einige Trainerwechsel erlebt. Erfolgreich war der Wallach aber nur in Verkaufsrennen. Bei allen anderen Versuchen fehlte einfach zu viel, als dass es heute für die Wette reichen könnte.


Auch mit zehn Jahren ist der Wechsel von BEPPE AM (4) von Franck Marty zu Laurent Claude Abrivard interessant. Der Wallach tritt direkt barfuß und mit Alexandre Abrivard an. Der letzte Start für das alte Quartier wurde Anfang Februar absolviert. In Bordeaux lief der Enjoy Lavec-Sohn aus dem letzten Bogen bis auf Rang Fünf vor, verlor dann auf der langen Endgeraden wieder drei Plätze. Durch die Auszeit und den neuen Ausbilder fällt die Einschätzung aber insgesamt schwer. Ein Blick zum Toto wird weiterhelfen.


Viel frischer kann die Empfehlung für REBELLA MATTERS (5) nicht ausfallen. Vor einer Woche siegte die Stute in Vincennes über den langen Weg dank des sensationellen Finishs ihres Trainers Jean Michel Bazire. Früh an dritter Position bleib JMB auf dem Weg in den Schlussbogen sitzen, als die zweite Spur aufrückte. Natürlich ließ ihn sein Gespür nicht im Stich. Kurz danach ergab sich die Lücke und als der Vordermann zu Beginn des Einlaufs nach außen wich, griff das Duo mit Vehemenz innen an. Auch für die Mitteldistanz gibt es eine Referenz aus diesem Jahr. Ende Januar finishte die 6jährige als Vierte in 11,3 , was hier für den Sieg reichen sollte. Auch wenn Formfahrer Christophe Martens an Bord ist, wäre man mit Bazire noch etwas zuversichtlicher.


JMB hat sich aber für das Pferd seines Schwiegervaters Jean Albert Rayon entschieden. FREYJA DU PONT (6) war im letzten Sommer häufig enttäuschend unterwegs, aber ab dem Herbst kamen auch noch zahlreiche Disqualifikationen dazu. Ende März gab es aber wieder einen Hoffnungsschimmer. Aus dem zweiten Band in Lisieux holte die 6jährige mit viel Speed auf der letzten Halben noch das vierte Geld aus dem Feuer. Die erzielten 14,3 waren nicht so erwähnenswert, wie die gute Konkurrenz des Tages. Es muss heute aber etwas mehr kommen, was auch nicht mit dem vielfachen Champion garantiert ist.


Wenn es noch einen Beweis gebraucht hätte, dass WHOLE LOTTA LOVE (7) genau auf diesem Weg zu Hause ist, dann wurde der am 02. April erstellt. Schon beim Start zuvor war der 8jährige, auf Bahn und Distanz, das schnellste Pferd im Einlauf und flog auf den Ehrenplatz. Der Speed ist ohnehin seine Spezialität. Deshalb verwunderte es auch sehr, als Trainer Philippe Daugeard den Wallach beim letzten Auftritt früh und ohne Not in die "Geige" steuerte. Aber dann war der leichte Sieg gegen Datcha, Martin De Bos und Dona Viva nur umso wertvoller. Wieder einmal hat der Dream Vacation-Sohn nicht die beste Nummer gelost. Aber sein Stall kann ihn seit Jahren auf einem Toplevel halten, weshalb er auch solch ein Handicap wegstecken kann.


Nach dem flotten vierten Platz Mitte März in Caen, stand noch ein kleines Fragezeichen, ob der Trend bei DATCHA (8) tatsächlich nach oben zeigt. Es wurde aber eindrucksvoll bestätigt. Den ersten Speed fuhr Yoann Lebourgeois schon in der Startphase, um von der Neun hinter dem Auto eine Lage zu finden. Mit der einfachen Taktik in Front fahren und sich dann ziehen lassen war der Arbeitstag für die Stute dann noch nicht beendet. Im Einlauf zog sie ei  zweites Mal an und lief noch in die Nähe vom siegreichen Whole Lotta Love. Auch im zweiten Referenzrennen vor einer Woche war das Gespann am Start. Dort fand das Duo aber keine Lage und musste verzögert am Feld bis in die Todesspur durchfahren. Obwohl die Ruhephase diesmal deutlich kürzer war, fasste die The Best Madrik-Tochter noch einmal an und erkämpfte Rang Vier in 11,7. Damit ist sie ein Muss für heute.


MARTIN DE BOS (9) war eine der positiven Neuerscheinungen im Winter. Der Skandinavier hat im Stall von Philippe Billard sofort einen großen Sprung nach vorne gemacht und gewann bis Jahresende sogar noch zwei Quinte. Und am 29. Dezember mit solch einer Dominanz, dass man im Laufe des Meetings noch mehr erwartete. Aber nach einer Disqualifikation zu Beginn der neuen Saison, pausierte der Hengst bis Mitternacht März und kam mit einem frühen Ausfall zurück ins Renngeschehen. Höchste Zeit also wieder Franck Nivard als Fahrer zu verpflichten, der auch bei den Siegen im Sulky saß. Von Startplatz Fünfzehn lag das Gespann lange weit von der Musik entfernt. Aber mit viel Speed schaffte das Duo es auf der Linie Dona Viva vom Podest zu verdrängen. Zwei Wochen später stand Francky nicht zur Verfügung und Antoine Wiels übernahm und parkte den 7jährigen im hinteren Teil de Feldes. Vor den Tribünen verlor er plötzlich den Anschluss an den Vordermann und sprang einen Moment später. Dieser Fehler ohne Druck gibt zu denken. Dazu der Startplatz ganz außen. Gut das Nivard heute zurück ist.

 

In den letzten Wochen konnte CESAR MADJI (10) auch in den Provinzen nicht mehr überzeugen. Zuletzt versuchte er sich über Gras in Ecommoy und war im Einlauf dabei in die Gelder vorzustoßen. Der Schwung endete aber zu früh und so wurde er nur der Beste außerhalb der Prämien. Im Winter gab es aber Ansätze, die über die Mitteldistanz zu Stande kam. Die Ausgangslage garantiert schon fast einen guten Verlauf.

 

Nach fast sieben Monaten Pause kehrte STARO IVY LEAGUE (11) Mitte diesen Monats in Vincennes zurück. Schon da war deutlich, wenig überraschend, dass noch reichlich fehlt. Der Rückstand ist kaum bis heute aufgearbeitet sein.


In ihrer Schweizer Heimat kontrolliert FLASHDANCE (12) regelmäßig die Gegnerschaft. In Frankreich hat die Stute es aber deutlich schwerer. Mitte Januar musste die Aebischer-Farbe zwar lange die Todesspur anführen, konnte dann aber zu früh nicht mehr folgen und endete unplatziert. Mitte April holte sie dann in Lyon mit Eisen das siebte Geld. Aus der zweiten Reihe hinter dem Auto ließ sich Matthieu Abrivard sehr viel Zeit und forderte die 6jährige im Finish kein bisschen auf, obwohl bis zum Sieger nur drei Längen fehlten. Auch wenn sie mit Abstand die geringste Gewinnsumme mitbringt, ist sie nicht chancenlos.


3jährig war CATHERINE'S CHEVY (13) in Vincennes noch Gruppe I platziert. Die nächsten Starts auf französischem Boden im vorletzten Winter waren deutlich weniger erfolgreich. Bei den letzten beiden Starts konnte der Hengst in PMU-Rennen in Mons nicht genügend überzeugen. Der Sprung in die heutige Kategorie scheint zu groß.


Nach kleinen Platzierungen in Skandinavien kehrte ONCEFORALL FACE (14) in diesem Frühjahr nach Frankreich zurück. Nun ist Jo Corbaine für den Wallach verantwortlich. Auch wenn die erste Farbe des Quartiers ist, gehört er nicht zwingend auf den Wettschein. Beim Start am 02. April war er schon im ersten Bogen in der Luft. Vor einer Woche trabte der 10jährige den ganzen Weg, verlor aber nach verdecktem Verlauf auf die siegreiche Rebella Matters bis ins Ziel als Siebter gut zwanzig Längen.


Tipp:

WHOLE LOTTA LOVE (7)

REBELLA MATTERS (5)

DATCHA (8)

MARTIN DE BOS (9)

FREYJA DU PONT (6)


Für die Kombinationen: DOUXOR DE GUEZ (1) - DONA VIVA (2)


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