Vorschau Mariendorf, Sonntag, 01.02.2026
(hhü) Trotz der derzeit eisigen Temperaturen mit Blitzeis und schwierigen Trainingsbedingungen im Osten verlief die Starterangabe für den Februar-Auftakt sehr erfreulich. Neun Rennen, darunter auch ein Trabreiten, finden am Sonntag ab 13.00 Uhr in Mariendorf statt.
Selbstverständlich haben auch die beiden deutschen Top-Quartiere Gramüller und Nimczyk wieder einige chancenreiche Pferde mit an die Spree gebracht.
Im einleitenden Trabreiten fährt der Stall Gramüller mit der Siegmaschine Valesco und Championesse Ronja Walter ein ganz schweres Geschütz auf. Nur drei Tage nach seinem Einsatz in einem Straubinger Amateurfahren gibt der läuferisch weit über dem Feld stehende Wallach sein Debüt im Trabreiten. Kommt er mit diesem Metier klar, dann wird er trotz kleiner Schwächen in den Rechtsbögen seiner Zulage von 20 m locker trotzen können. Sollte der heiße Favorit unerwartet patzen, dann stehen Maja Unterdörfer und Chamarel Wibb im ersten Band parat. Die Überraschungssieger von vor zwei Wochen sind ein echtes Dreamteam, das schon zuletzt klar vor Ina Gual (Hannah Schmitz) landete. Die beiden Stallgefährten Peyton Manning (Laura Skorruppa) und Troublemaker (Anna-Lisa Kunze) dürfen auf keinem Dreierwettschein fehlen.
Bereits im zweiten Rennen wird sich die beste Tagesklasse erneut aus den Bändern an den Start begeben. Und wieder stellt der Stall Gramüller mit Ois Tschikago (Christoph Schwarz) das beste Pferd im Feld. Der Orlando-Vici-Sohn muss hier genau wie der alte Raufer Exclusive Fire (Kalle Krohmer) 20 m mehr als die Konkurrenz zurücklegen. Super passt Othello PS (Victor Gentz) ins erste Band, der mit Startplatz vier auch perfekt positioniert ist. Allerdings ist der kleine Dream-Vacation-Sohn nicht der flotteste Beginner, sodass auch die zuletzt am Rennverlauf gescheiterte South Carolina AS (Michael Nimczyk) den Takt vorgeben könnte. Der französische Seriensieger Joyeux Well (Kormelius Kluth) hat es hier genau wie sein Landsmann Know by Now (Manfred Zwiener) deutlich schwerer als in den TF-Rennen und ist daher diesmal wohl eher ein 2/3-Kandidat.
Mit dem dritten Rennen startet dann die V7+ mit der gewohnten Garantieauszahlung von 10.000 €. Viele werden dabei mit dem bei zwei Starts noch ungeschlagenen Pirate Newport und Champion Michael Nimczyk gehen. Aber da sollte man sich auch aufgrund der zweiten Startreihe nicht zu sicher sein. Zum einen kommt nun Meraviglia Rosso (Christoph Schwarz) nach halbjähriger Pause und Quartierwechsel wieder heraus, und zum anderen steht mit der Berliner Neuerwerbung Prosecco Transs R das Dark Horse im Rennen parat. Bei dem Niederländer sei jedem V7+-Fan zum Videostudium des Gelsenkirchener Erstauftritts geraten.
Ein wirklicher Glücksfall für den Mariendorfer Rennverein, aber eben auch für die Nachwuchsfahrer, ist die Einführung der TippelTom-Talentförderung. Gerade diese Prüfungen erfreuen sich immer großer Resonanz bei den Aktiven und bieten den jungen Fahrern auch mal die Gelegenheit, fremde Pferde zu fahren. Hier könnte es ein sehr interessantes Duell von Eberhard Truppo mit Nachwuchshoffnung Pinja Mäkkinen und Take Five mit Michael Nimczyk geben. Beide Pferde sind in absoluter Topform, und die junge Finnin hat bereits bewiesen, dass sie es auch mit den Profis aufnehmen kann.
In der gehobenen Anfängerklasse sollten Magic Blue und Christoph Schwarz die besten Karten haben. Von der Konkurrenz könnten die speedige California (Dennis Spangenberg) oder der österreichische Gast Cora Q6 am stärksten einzuschätzen sein.
Auf den ersten Blick präsentiert sich die Handicap-Aufgabe an sechster Stelle sehr offen, aber nach eigentlicher Klasse darf sich ein in Normalform antretender Johnny Handsome (Dennis Spangenberg) diese günstige Aufgabe nicht entgehen lassen. Der schöne Johnny sollte in der hochsoliden Maharani GB (Michael Nimczyk) seine gefährlichste Gegnerin haben. Wenn Foxtrot Jet von Christoph Schwarz diesmal offensiver ins Rennen geschickt wird als zuletzt in einer sehr harmlosen Viererkonkurrenz, dann kann sich der Italiener auch hier in den Kampf um den Sieg einschalten.
Mit der siebten Tagesprüfung startet dann auch die V3 mit einer Garantie von 5.000 € inklusive eines Jackpots von 2.000 €.
Zum Auftakt der V3 sind die Nachwuchsfahrer und Amateure mit nicht mehr als 25 Sulky-Siegen gefragt. Die hochroutinierte Anna-Lisa Kunze steuert hier aus zweiter Reihe ihren nicht immer leicht zu bändigenden Lorenzo Idzarda, der aber mit dem startschnellen Negresco (Pinja Mäkkinen) gleich ein ideales Führpferd finden könnte. Die beste Klasse bei den Vierbeinern hat hier eigentlich Eternity (Kalle Krohmer), die sich zuletzt in einem Führungsduell aufrieb. Das meiste Vertrauen am Toto könnte allerdings Uluru (Lasse Grundhöfer) bekommen. Der Sechsjährige hat sich unter der Regie von Dennis Spangenberg deutlich verbessert und konnte bereits drei Siege für sein neues Quartier einfahren.
Anschließend spricht sicherlich sehr viel für einen Sieg des Lasbekers Sambasamba (Michael Nimczyk), der allerdings sein letztes Engagement in der Vorwoche in Gelsenkirchen ausließ. Davor rettete sich der Siebenjährige gegen eine spät eingesetzte Time of Departure so gerade eben noch ins Ziel. Rechtskursspezialist Euritmico Jet (Dennis von Holdt) kündigte sich zuletzt in besserer Garnitur wieder an und wäre eine Alternative zum Favoriten. Der gewinnreichste Teilnehmer im Feld ist Lambo Fortuna (Tobias Mehlsteibl). Der Achtjährige fängt an wie ein Torpedo und sollte mit klar aufsteigender Form auf dem schnellen Mariendorfer Geläuf unbedingt zu beachten sein. Auch die aus Österreich anreisende Daisy Grif (Pinja Mäkkinen) sollte die auch für sie sehr günstige Ausschreibung weidlich zu nutzen wissen.
Auch in der Abschlussprüfung ist bei den Franzosen der Sieger nicht so leicht auszumachen. Knapper Favorit am Wettmarkt dürfte der enorm zuverlässige Jeps Du Guoz (Michael Nimczyk) werden, der zuletzt in Gelsenkirchen endlich mal wieder auf die Siegerparade gehen konnte. Dort war auch Kesio (Dennis Spangenberg) trotz der zuvor sehr durchwachsenen Formen als Brenner erfolgreich. Der Orlando-Vici-Sohn ist zwingend auf den Autostart angewiesen, den er hier auch hat. Der sehr grundschnelle Henri de Jautais (Thomas Panschow) muss diesmal keine Zulage wettmachen und steht daher sehr verlockend im Rennen. Einen hervorragenden Berlin-Einstand gab der Sieburg-Traber Kaporal du Houssel (Victor Gentz), der sich über ein wie zuletzt schnell gelaufenes Rennen sehr freuen würde und damit als Dauerläufer auch den vielleicht etwas flinkeren Pferden im Feld ein Schnippchen schlagen könnte.
Unsere Tipps:
- Valesco – Troublemaker – Chamarel Wibb
- Ois Tschikago – South Carolina AS – Othello PS
- Pirate Newport – Meraviglia Rosso – Prosecco Transs R
- Take Five – Eberhard Truppo – Misty Dragon
- Magicblue – California – Leia Dream
- Foxtrot Jet – Maharani GB – Johnny Handsome
- Uluru – Negresco – Eternity
- Sambasamba - Lambo Fortuna – Euritmico Jet
- Henri de Jautais - Kesio – Jeps de Guoz
