Nachschau Hamburg, 14.03.2026
(htz-press) Artful Honey und Nick Schwarma sind nach der Winterpause die ersten Hamburger Sieger 2025 – Zwei Treffer für Michael Nimczyk und Marciano Hauber - Sensation durch Looks like Shiva und Joachim Hay
An diesem Wochenende endete endlich eine lange Pause auf der Trabrennbahn in Hamburg-Bahrenfeld. Das Comeback am Volkspark erfolgte nach einem ungewöhnlich harten Winter mit einem Acht-Rennen-Programm, von dem fünf Prüfungen PMU-Charakter hatten. Dem geschuldet war der frühe Beginn an einem Sonnabend, der Hamburger Schmuddelwetter als äußeren Rahmen bereit hielt. Trotz nicht optimaler Bahnbedingungen gab es interessante Rennen und erfreulich starken Zuschauerzuspruch. Einige Kölner Fußball-Fans hatten die Zeit vor dem Anpfiff der Bundesligapartie nebenan genutzt, um dem Pferdesport zu frönen und sich lautstark mit getroffenen Wetten in Stimmung zu bringen.
Der erste Sieger des Jahres
Der erste Sieger des spät begonnenen Rennjahres in Hamburg hieß Artful Honey. Nick Schwarma steuerte die Totofavoritin ausgangs des ersten Bogens an die Spitze und kontrollierte fortan unbeeindruckt das Geschehen, zumal der vermeintliche Hauptgegner Sir Theo sich als „wahrer“ Bold Eagle-Nachkomme erwies und gar nicht hinter dem Auto ins Rennen fand, weil er nur Sperenzchen machte. Nikitita T und die durch einen frühen Rumpler gehandicapte Montana kamen so hinter der überlegenen Siegerin ein.
Für das niederländische Quartier gewann dann auch Marciano Hauber mit Pebbles Stone. Er orientierte sich im Rennen an der mutmaßlichen Hauptgegnerin Ulanova L.A. und war nach deren Fehler am 500-Meter-Pfosten dann quasi auf sich allein gestellt bei der gut anzuschauenden finalen Attacke. Gefahr drohte dann ein wenig überraschend von Vermithrax, der seinen Schlussangriff allerdings mit Galoppsprüngen beerdigte. So kam nach aufwendigem Verlauf Tanitha auf den Ehrenplatz vor Norbert Charisma, der lange den Protagonisten gespielt hatte.
Seinen zweiten Treffer brachte Marciano dann zum Abschluss unter Dach und Fach mit seinem „Herzenspferd“. Der einstige Derbyfinalist, der danach lange verletzt pausierende Navajo MH, ergriff auf der Schlussrunde die Initiative und „zerstörte“ die führende Dafna auf der letzten Halben mit Dauerdruck. Dritter wurde der brave Georgies Bueraner.
Zweimal Nimczyk – so oder so
Siegreich startete der deutsche Champion in die Hamburger Rennsaison. Mit Slightly Love AS folgte Michael Nimczyk der Lasbekerin Veritas von Beginn an wie ein hartnäckiger Kurschatten und überlief die Konkurrentin in der Distanz noch recht sicher. Klar zurück eroberte Cleveland im Speed das dritte Geld.
Für dasselbe Trainingsquartier von Wolfgang Nimczyk gewann dann Villeneuf das Rennen der besten Tagesklasse. In flotter Zeit von 14,2 war der Fuchs in der Hand von Robbin Bot nach im zweiten Bogen übernommener Führung immer stark genug, um Orkan Bo, der Exmes As für den Ehrenplatz hielt, und den speedigen Waldgeist sicher in die Schranken zu weisen.
Das Gestüt Lasbek, welches am Hamburger Einstandsrenntag des neuen Trainers Holger Ehlert nicht vom Glück begünstigt war, konnte dann doch noch einen Erfolg verbuchen. Mit Michael Nimczyk setzte sich die debutierende Virginia Start-Ziel vollkommen überlegen durch. Ruby Stone versuchte noch etwas, doch stand genau wie die im letzten Bogen noch einen Fehler einstreuende Nancy Leka auf verlorenem Posten gegen eine überzeugende Gewinnerin.
Viel Geld in der V5
Die Überraschung des Tages lieferte Joachim Hay mit Looks like Shiva. Im Topspeed gewannen die beiden zur Quote von 45,2:1 ganz knapp gegen den hart innen durchstoßenden Tigerhead und Offlimit Brigadoon. Die Dreierwette wurde nicht getroffen, zugleich lichteten sich die Reihen der V5-Wetter.
Die kassierten dann dank des Jackpots 8.905,6:1 in dieser Wettart, wenn sie denn zum Abschluss auch Kaporal du Houssel auf dem Wettschein hatten. Dabei musste dessen Anhang aber bange Momente überstehen, denn der Franzose kam beim Bänderstart gar nicht auf die Beine und folgte trotz der Vorgabe dann am Ende. Doch im weiteren Verlauf marschierte Kaporal du Houssel mit Victor Gentz durch äußere Spuren nach vorn und gewann letztlich überaus locker gegen den Stallgefährten Know by Now und Kappi de Lemi.
cb
