Nachschau Köln, Montag 06.04.2026
(köln-press) Was für ein Finish beim Grand Prix-Aufgalopp, dem ersten sportlichen Höhepunkt beim Kölner Saisonauftakt in Weidenpesch. Im mit 33.333 Euro dotierten Highlight des Tages, einer Listenprüfung über 2.400 Meter, gewann Favorit Lordano (Foto:@sabine effgen) vor 15.000 Besuchern sicher mit einer Dreiviertelänge Vorsprung. Im Sattel saß die Schweizerin Sibylle Vogt. Lordano, der lange in der Reserve gehalten wurde, kam in einem packenden Finish ganz zuletzt noch am lange führenden Waldnebel (Michael Cadeddu) vorbei, der zuletzt auch Rang zwei und drei an den Mitfavoriten Enzian (Thore Hammer-Hansen) und Alleno (Rene Piechulek) verlor. Der Sieger Lordano landete seinem 11. Karriere-Erfolg und wird wie der Dritte Alleno von Marcel Weiß in Mülheim an der Ruhr trainiert. Beide Pferde stehen im Besitz des Gestüts Ittlingen (Werne) von Möbelkaufmann Manfred Ostermann, der auch als Züchter zeichnet.
Stimmen nach dem Grand Prix-Aufgalopp:
Marcel Weiß (Trainer von Lordano und Alleno): „Wir haben beide Pferde schon mit einigem Mumm heute gesattelt, weil sie auch sehr gut überwintert haben. Sibylle Vogt musste eine Nacht drüber schlafen, wen sie reiten wollte. Überhaupt konnten wir in diesem Winter durcharbeiten. Das macht sich jetzt bemerkbar“.
Sibylle Vogt (Jockey von Lordano): „Es war schwer die Wahl zwischen Lordano und Alleno zur treffen. Er hat super angezogen und zählt auch mit sieben Jahren noch zu den besten Grand Prix-Pferden.“
All Square – Ein Sieg mit Wow-Effekt Richtung Union und Derby
Der erste Sieger der Kölner Galoppsaison heißt First Angel (4,5:1) und wird auf der Heimatbahn in Weidenpesch von Waldemar Hickst trainiert. In der einleitenden Stutenprüfung über 1.600 Meter kam Jockey Michal Abik zu einem knappen Überraschungserfolg gegen die kochend heiße Favoritin Santa Catarina. Für bessere Rennen empfahl sich auch eine halbe Stunde später Gestüt Schlenderhans` All Square (3,7) im Preis des 1.FC Köln. Der viermalige deutsche Championjockey Bauryzhan Murzabayev gewann bei seinem Comeback nach 15-monatiger Verletzungspause mit dem für das deutsche Derby hoch gehandelten Dreijährigen in überlegener Manier mit 5 3/4 Längen. All Square wird ebenfalls in Weidenpesch von Trainer Peter Schiergen vorbereitet. Der resümiert: „Das Pferd ist so gelaufen wie er gearbeitet hat. Er gehört zu den Besten meines Dreijährigen-Lots.“ All Square hat eine Nennung für die Kölner Union und das Deutsche Derby.
Listensprint geht nach Frankreich
Einen Überraschungserfolg sahen die 15.000 Besucher im Kölner Listensprint, dotiert mit 30.000 Euro. Mit der 14,1:1-Außenseiterin Victory Call (Leon Wolff) aus dem Besitz von Stephan Molks gewann ein Schützling aus dem Chantilly-Quartier von Trainer Miroslav Rulec vor dem tschechischen Gast Dino (Petr Foret) und War Bride (Nina Baltromei).
900. Karriere-Erfolg für den Düsseldorfer Trainer Sascha Smrczek
Einen besonderen Treffer feierte Grafenberg-Trainer Sascha Smrczek. Mit dem 5-jährigen Wallach Ageless Lips (12,,3) sattelte der Gerresheimer seinen 900. Trainer-Erfolg. Im Sattel saß der Italiener Nicol Polli.
Galopper des Jahres Hochkönig geehrt
Bei einer viel beachteten Ehrung von Stall Cloverleaf`s Galopper des Jahres Hochkönig feierte das Kölner Publikum den Mülheimer Paradehengst bei seiner Präsentation im Führring. Mitbesitzer Bernd Robert Gossens, die Züchter Marc und Gabi Rühl, Trainerin Yasmin Almenräder und Nina Baltromei als Derbysiegreiterin standen neben dem Derbysieger 2025 im Mittelpunkt.
„Rut und wiess“ die Farben des Renntages beim Kölner Saisonauftakt
Beim 13. FC-Renntag stand natürlich alles im Zeichen des 1. FC Köln und seiner Stiftung. Mehr als 12.000 Besucher sorgten bei hervorragenden äußeren Bedingungen, der Wettergott muss FC-Fan sein, wieder einmal für ein ganz besonderes „Jeföhl“ in Rut und Wies. Neben den 8 Galopprennen wurden vor allen Dingen die Auftritte der Männer- und Frauenteams des 1. FC Köln genauso begeistert gefeiert wie die Autogrammstunde der Spieler und Spielerinnen. Und auch Geißbock Hennes der IX. durfte natürlich nicht fehlen und erfreute sich im Kinderland großer Beliebtheit bei seinen Fans.
Philipp Hein, Geschäftsführer des Kölner Renn-Verein, zieht dann auch ein positives Fazit eines viel beachteten Saisonauftakts im Weidenpescher Park: „Das war heute wieder einmal ein FC-Familienfest der kölschen Art mit einer grandiosen Stimmung auf unserer Galopprennbahn. Wir sind sehr dankbar, dass die Fans so zahlreich erschienen sind, besonders für die Stiftung des 1. FC Köln.“
AUSBLICK: Mit dem kommenden PREMIUM RENNTAG und den sportlichen Höhepunkten Sauren Dachfonds Preis und Karin Baronin von Ullmann – Schwarzgold-Rennen findet die nächste Veranstaltung auf der Kölner Galopprennbahn am Sonntag, den 3. Mai, statt.
