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Jean-Michel Bazire: "Den Sieger vorherzusagen, wäre reine Hellseherei"

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Wie jede Woche analysiert Jean-Michel Bazire für den ParisTurf die vergangene und die kommende Woche seines eigenen Stalls, sowie des Quartiers seines Sohnes Nicolas. Natürlich spricht er auch über das Finale des Grand National du Trot, dass er sowohl als Fahrer, als auch als Trainer jeweils neunmal gewonnen hat. In diesem Jahr werden Jingle du Pont und Hubble du Vivier das Team Bazire in diesem Gruppe II-Rennen vertreten.

Samstag, 29. November

"Miriss de Guez (305) wird im Prix Raoul Balliere versuchen, einen kleinen Platz zu ergattern. Bei ihrem einzigen Start im Trabreiten war sie schnell überfordert. Wir werden sehen, wie sie sich diesmal verhält. Kracus de Guez (608) findet ein schönes Rennen vor. Er sollte eine gute Rolle spielen. Minuty du Gers (704) hat gerade gut gewonnen, steigt aber in eine höhere Klasse auf. Das muss man abwarten. Ich werde Icebreaker (804) im Prix Doynel de Saint-Quentin fahren. Er hat nur eine sehr kleine Chance. Zum Abschluss des Renntags werde ich für Vincent Martens Le Laureat du Parc (916) fahren. Er ist gut aufgestellt an der Gewinnsummengrenze und wird erneut rundum ohne Eisen antreten. Warum nicht?"

Sonntag, 30. November

"In Vincennes wird Jingle du Pont mit Nicolas im Finale des Grand National du Trot antreten. Ich selbst werde Hubble du Vivier fahren (siehe unten). Jour de Fete gibt sein Comeback im Trabreiten. Er hat keinen großen Spielraum, ist aber ein angenehmes Pferd. Lionheart startet im Prix Philippe du Rozier, dem letzten Vorbereitungslauf auf den Prix Jag de Bellouet am 14. Dezember. Das Pferd hat gut gearbeitet und sieht momentan großartig aus. Wahrscheinlich werden wir seinem Reiter diesmal sagen, dass er das Kommando übernehmen soll.

In Chateaubriant steigt Nelson du Pont nach seinem Sieg beim Debüt in Nantes in eine höhere Kategorie auf. Es ist ein gut besetztes Feld. Sein Verhalten wird interessant zu beobachten sein."

Montag, 01. Dezember

"Looking d’Aurcy ist ein schwieriges Pferd. Er hat Fähigkeiten, ist aber wirklich nicht einfach. Daher muss man abwarten. Ich werde Iermes de Guez fahren, der in seiner Kategorie läuft. Mit ihm ist es auch nicht immer leicht. Es muss alles gut laufen. Aber zuletzt hat er ein schönes Rennen gezeigt. Er hat seine Chance. Mahiz de Guez ist seit ihrem Sieg im Sommer in Enghien im Trabreiten nicht mehr gelaufen. Sie wird nun im Sulky starten und während der Feiertage wieder in der anderen Disziplin zu sehen sein. Mouskie de Guez hat ein gutes Engagement. Sie ist eine gute Stute mit einem etwas besonderen Charakter, kann aber gewinnen, wenn für sie alles passt. Für Jiva läuft es derzeit schlecht. Ich hoffe, sie findet wieder in die Spur. Und Jamaica Brown, die uns noch etwas schuldig ist, wird vom Start hinter dem Auto profitieren. Das wird eine sehr gute Chance für sie."

Der Rückblick

Donnerstag, 20. November

"Lucifer du Caieu (6.) hatte mit der Startnummer 9 kein gutes Los, zeigte aber ein ordentliches Rennen. Lapis Lazuli (3.) ist ein gutes kleines Pferd. Er gibt immer sein Bestes. Fellow Wise As (9.) hatte nicht das glücklichste Rennen und wäre mit einem besseren Verlauf sicher näher dran gewesen. Lissandro (disq.) hat den Start verpasst. Schade, denn danach war er gar nicht schlecht. Liberty Pat (disq.) hatte keinen sparsamen Rennverlauf und machte den Fehler aus Müdigkeit."

Freitag, 21. November

"Jablonski (2.) wurde nur von einem guten Pferd geschlagen. Dazu gibt es nichts zu sagen. Nachyma Berry (disq.) ist eine heikle Stute, unter anderem aufgrund ihrer Abstammung. Man muss sie sich noch einmal ansehen."

Samstag, 22. November

"Mouskie de Guez (3.) lief gut. Sie hat stark gefinisht und verdient Vertrauen. In Red (3.) zeigte ebenfalls einen guten Endspurt. Auch er ist ein Pferd, dass man bedenkenlos weiterverfolgen sollte. Empire As (4.) war nicht bei 100%, aber das barfuß Laufen hat das im Prix Joseph Lafosse ausgeglichen. Er sollte weiter Platzierungen sammeln. Killiam Fromentro (6.) war nicht ganz auf der Höhe. Er lief wie ein Pferd, dem etwas fehlte. Nanika du Pont (6.) hat im Prix Vourasie den Start verpatzt. Schade, sie hätte Dritte werden können. Koh Phi Phi Island (disq.) kann in solchen Rennen bestehen. Man sollte ihr weiterhin vertrauen."

Sonntag, 23. November

"Jiva (disq.) hatte in Reims kein glückliches Rennen. Man sollte sie nicht abschreiben."

Montag, 24. November

"Jamaica Brown (unpl.) sprang leider gleich in den Galopp, zeigte dann aber gute Arbeit. Iron du Gers (1.) war gut, auch wenn der Sieg nicht sehr deutlich ausfiel. Er hat sich zum Schluss gut gestreckt. Louky de Baulon (3.) zeigte eine ansprechende Leistung und sollte weiter beobachtet werden. Lido du Vivier (9.) debütierte in Vincennes. Man sollte ihn noch einmal laufen lassen, auch wenn es nicht einfach wird, da er zukünftig gute Felder treffen wird. Kempel de Guez (3.) hatte kein glückliches Rennen. Das war schade, er hätte genauso gut gewinnen können. Kador Josselyn (disq.) ist momentan überhaupt nicht in Form."

Mittwoch, 26. November

"Manninen Seven (disq.) suchte mit Reserven eine Lücke, als er den Fehler machte. Mellow Speed (disq.) sprang beim Start, folgte dem Feld dann aber gut (siehe unten). Lucifer du Caieu (2.) hat in einem fordernden Rennen gut gefinisht. Im Trabreiten eröffnen sich neue Perspektiven für ihn. Lilius de Guez (5.) spart im Rennen nicht genug Kräfte, sodass es am Schluss etwas schwierig wird. Jolvik de Guez (7.) hatte keinen Antritt und lief nicht gut. Miss Black Berry (disq.) sprang früh. Sie geriet in Panik. Nina de Mai (1.) ist eine Stute, die Romain (Congard) sehr mag. Man sollte sie im Januar oder Februar wiedersehen. Sie läuft aus administrativen Gründen unter meinem Training."

Der Tipp von JMB

Auch wenn der Experte des ParisTurf' den Trainerstab an seinen Sohn Nicolas übergeben hat, bleibt sein Wettkampfgeist im Sulky ungebrochen. Als aufmerksamer Beobachter verrät er seinen Tipp der Woche: "Mellow Speed hat am Mittwoch nach seinem Fehler alles gezeigt. Wir müssen ihm vielleicht das Gebiss wechseln und ihn mit Scheuklappen ausrüsten, damit er bei seinem nächsten Start in seiner Blase bleibt. In jedem Fall hat er nach seinem Fehler mächtig Eindruck gemacht."

Sehr offenes GNT-Finale

"Ich hatte das Glück, das Finale des Grand National du Trot viele Male sowohl als Fahrer, sowie auch als Trainer zu gewinnen. Einfach weil ich die richtigen Pferde hatte. Ob im Sulky oder in der Vorbereitung. Ich denke an die Champions von Jean-Paul Marmion und an meine alten Kämpfer wie Kazire de Guez, Aubrion du Gers oder Cleangame. Das Finale des GNT war für uns Fahrer immer ein aufregendes Rennen, weil es stets sehr viele Zuschauer anzog - Vincennes wie in Grosbois. Ich erinnere mich an volle Tribünen und einen überfüllten Hallenbereich. Aber das war vor zwanzig Jahren. Auch wenn es immer noch ein schönes Rennen im Kalender ist, muss man anerkennen, dass das Finale des GNT in den letzten Jahren etwas an Glanz verloren hat. Von einer Prüfung mit 12 von 10 Punkten, ist das Rennen heute auf 5 von 10 gefallen.

Als Trainer habe ich jedoch weiterhin große Freude daran, meine Pferde gemeinsam mit meinem Sohn Nicolas für dieses Finale vorzubereiten. Die Ausgabe 2025 ist schwer zu lesen, denn sowohl im ersten Band, als auch am zweiten stehen gute Pferde, mit nahezu identischen Zeiten über die Distanz. Den Sieger vorherzusagen wäre reine Hellseherei.

Jingle du Pont hat in diesem Finale eine schöne Gelegenheit. Er hat nach seinem letzten Start gut gearbeitet und wartet auf dieses Rennen. Er ist ein gutes Pferd, dass die Zeiten kann, um in dieser Prüfung erfolgreich zu sein. Es wäre kein Überraschungscoup, wenn er am Sonntag gewinnt, wenn man sieht, was er in Laval, Royan oder Enghien gezeigt hat. Ich selbst werde Hubble du Vivier fahren. Auch wenn er aus dem zweiten Band starten muss, ist er keinesfalls ohne Chance. Er hat ein sehr gutes Niveau und wird ebenfalls rundum ohne Eisen laufen. Wenn er ein gutes Rennen bekommt - Vorsicht vor ihm!"

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