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Gelingt Idao De Tillard der Durchbruch?

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Vorschau Prix d’Amerique 2023


(hen) Schon im Vorfeld hat der Prix D´Amerique 2023 für viele Schlagzeilen gesorgt. Der langzeitige Vorabfavorit aus Schweden konnte sich erst fehlerhaft nicht qualifizieren. Danach warf die kurzfristige Streichung viele Fragen auf. Und der Favorit des letzten Jahres Etonnant (17) hat aus den letzten vier Starts drei Streichresultate im Gepäck. Noch dazu war seine Vorbereitung gesundheitsbedingt eingeschränkt.


Viel besser lief es für den Stall Duvaldestin. Mit Idao De Tillard (6) hat das Quartier zwar erst einen 5jährigen als erste Farbe am Start, aber sicherlich den Favoriten des Klassikers. Und auch Flamme Du Goutier (14) aus dem gleichen Stall kommt mit viel Rückenwind aus dem Cornulier. Ein weiterer Shooting Star ist ohne Frage Horsy Dream (2), der sich in Zusammenarbeit mit Eric Raffin noch gar keine Blöße gegeben hat. Wenn der Champion das Podest anvisiert, muss man mit allem rechnen.


Abgesehen von einigen Sieganwärtern kann man sich wohl annähernd das ganze Feld in der Quinte vorstellen. Das macht den Jackpot von 3.000.000 Euro in der ersten Gewinnklasse erst Recht interessant.

 

Das HIP HOP HAUFOR (1) zur besseren Sorte gehört, war schon ziemlich früh klar. Obwohl er zu Beginn seiner Karriere noch sehr grün war, zeigte er sehr viel Laufvermögen und gewann, wenn er glatt ging, teilweise sehr eindrucksvoll. Die Sicherheit entwickelte er immer mehr, aber immer noch musste Christian Bigeon in der Startphase sehr vorsichtig vorgehen. Im Sommer 2022 machte er den größten Fortschritt und gewann sein erstes Grupperennen. Auch als Dritter im Europa-Championat der 5jährigen hat er einen unheimlichen Speed zum dritten Platz gezeigt, nachdem er unterwegs viel zu weit von der Spitze lag. Den Ritterschlag holte er sich aber im Prix De Bretagne. Bei seinem ersten ernsthaften Test gegen die Älteren konnte er sich ab der Überseite zwar an Hussard Du Landret anhängen, legte aber selbst den finalen Kilometer in 10,0 zurück. Damit konnte er im Einlauf die letzten Kontrahenten locker stehen lassen. Mit der so frühen Qualifikation in der Tasche, hat sich Bigeon auf die Vorbereitung konzentrieren können. Zuletzt stand der Versuch weiter innen zu starten auf dem Prüfstand. Das gelang hinter den Pferden relativ holprig. Heute wird er vermutlich wieder weiter oben Eindrehen und auf den letzten Kilometer setzen. So oder so ist er dann für einen Platz in der Quinte gut genug.

 

Mit nur 27 Starts verfügt HORSY DREAM (2) über die geringste Rennerfahrung. Aber so wie sich der Hengst in den letzten Monaten in den Fokus gelaufen hat, ist ihm auch hier eine Menge zuzutrauen. Der Wechsel zu Eric Raffin hat dem 6jährigen einen großen Schub verliehen. Gemeinsam hat das Gespann aus vier Starts vier Siege geholt. Ende November begann das Duo gleich mit einem Sieg in 10,1 , obwohl der Scipion Du Goutier-Sohn alle vier Eisen mit sich trug. Und dabei hatte er nicht einmal den besten Verlauf. Für die Qualifikation im Tenor De Baune hatte er das Rennglück schon eher auf seiner Seite. Zwei der großen Favoriten sprangen unterwegs und die Belloche-Farbe kam genau rechtzeitig an der letzten Ecke frei. Das reichte für den leichten Treffer und das begehrte Ticket. Damit war der Druck weg und im Belgique hätte er locker auflaufen können. Aber Eric Raffin fand unterwegs den perfekten Rücken und fand ausgangs des Schlussbogens an sechster Stelle einen sehr frischen Partner vor. Mit Leichtigkeit flog er über die Gegner hinweg. Um Siegerinterview unterstrich der Champion die Ambitionen im Amerique das Podest anzuvisieren. Das kann man nur unterstreichen.

 

Schon im Vorjahr war HUSSARD DU LANDRET (3) nah dran, sich für den Amerique zu qualifizieren. Als Dritter im Criterium Continental hatte der Hengst einen unheimlichen Aufwand auf der Schlussrunde betrieben und verpasste den Sieg nur knapp. Spätestens danach tauchte er auf vielen Zetteln auf, konnte aber nicht durchgehend überzeugen. Im Criterium der 5jährigen kam der Bird Parker-Sohn aber wie Phoenix aus der Asche und holte sich überraschend den Sieg gegen Hohneck. Damit musste sich Benoit Robin für sein Ausshängeschild neue Ziele stecken, zumal er nun mit sechs Jahren keine Jahrgangsrennen mehr finden wird. Also versuchte er sich in der Qualifikation zum Highlight der Saison. Im Bretagne scheiterte er noch unglücklich, als er zwar läuferisch als Zweiter überzeugte, aber nach einer Behinderung zurückgestuft wurde. Benoit Robin verdaute den Schock schnell und konnte vierzehn Tage später wieder auf die Startschnelligkeit seines Stars setzen und konnte aus dem vorderen Feld erneut auf den Ehrenplatz enden. Diesmal behielt er das Ticket für heute auch bis zum endgültigen Richterspruch. Nach den zwei Prepare gehört das Gespann für einige zu den Geheimtipps. Die Königswette sollte aber immer in Reichweite sein.

 

Im letzten Winter sagte Frabrice Souloy noch, dass AMPIA MEDE SM (4) in der Lage wäre den Prix D´Amerique zu gewinnen. In absoluter Topform, aber fehlerhaft scheiterte die Stute aber schon in der Qualifikation. Die Form litt dann im Sommer zwar ein wenig, aber in den letzten Monaten wurde die 7jährige wieder zu einer ernsthaften Kandidatin für die Plätze. Mit einem soliden zweiten Platz zum Auftakt des Wintermeetings wurde sie sogar zur Favoritin beim Auftakt der B-Rennen. Allerdings musste Franck Nivard an diesem Tag viel Aufwand auf der Gegenseite investieren, um die Spitze zu erobern. Durch den letzten Bogen verschärfte er weiter die Pace, was die Ganymede-Tochter auch in guter Haltung mitmachte. Mitte der Endgeraden war sie dann aber erfasst und konnte als Vierte nur noch vom Zurücksetzen des Zweiten profitieren. Damit hatte sie das Ticket in der Tasche und zeigte mit Rang Drei im Bourgogne ansteigende Form. Sie gehört auch zu den Pferden, die ab Platz Vier eingeplant werden dürfen.

 

Schon seit drei Jahren sorgt DECOLORATION (5) im Stall Baudouin, vor allem im Winter, immer wieder für Freude. Bisher waren es in der kalten Jahreszeit immer die gut dotierten Siege, aber nun gab es höhere Ziele. Nach einem dritten Rang am 03. November und einem unplatziertem Auftritt auf semi-klassischem Niveau, sollte die Stute im Bourbonnais wenigstens Rang Drei für einen Start im Amerique holen. Und Gabi Gelormini schonte seine Partnerin sehr klug im Vorderfeld und entlockte ihr dann eine Menge Endgeschwindigkeit. Eine halbe Länge fehlte aber, um Etonnant vom Podest zu verdrängen. Noch etwas weniger war es im folgenden "B" , als sie vergeblich gegen Ampia Mede SM um das Podium kämpfte. Damit war der Druck im Belgique natürlich umso größer, aber wieder konnte der italienische Stammfahrer alle Reserven so lange wie möglich schonen und holte als Zweiter die Eintrittskarte. Wieder wird es auf einen geschonten Verlauf ankommen, aber sollte das gelingen, kann auch die Baudouin-Farbe Platz Fünf erreichen.

 

Einzig und allein im September hatte IDAO DE TILLARD (6) mit zwei fehlerhaften Auftritten zwei Enttäuschungen produziert. Vor allem im Anschluss konnte sich der mit Abstand beste Nachkomme von Severino nach und nach die Favoritenstellung im Amerique erarbeiten. Zumindest sein Umfeld dürfte dabei die versperrte Passage am 10. Dezember mit einem Lächeln quittiert haben. An diesem Tag saß die Sevestre-Farbe im Rücken des Führenden hoffnungslos fest, holte sich aber viel Moral für einen überlegenen Sieg im Criterium Continental. Als drückend heißer Favorit machte er alles wieder gut und kürzte seinen Kurs bei den Buchmachern für heute noch einmal deutlich. Thierry Duvaldestin war noch im Zweifel, ob man die Einladung für den Amerique überhaupt annehmen werde. Aber als im Bourgogne einige Teilnehmer patzten, machte er seine Zusage perfekt. Bei seiner Generalprobe hatte er etwas Aufwand durch die Todesspur zu erledigen. Allerdings war an diesem Tag die Pace so flach, dass er im Einlauf kaum Schwierigkeiten hatte, sich zu lösen. Das Einzige was ein wenig störte, war, dass sich der jüngste Teilnehmer im Feld im Bogen erneut recht schief machte. Clement Duvaldestin ist aber abgeklärt genug, seinen Partner bis in den Einlauf zu bringen. Die Frage ist nur, ob er es sich erlauben kann, ihn im Bogen zusammenzuhalten.

 

Mit einem eindrucksvollen Hattrick hat sich HONEY MEARAS (7) über den Herbst für den Winter in Vincennes empfohlen. Besonders der Sieg Ende November in Solvalla konnte gefallen. Nach einem ruhigen Start aus der zweiten Reihe rückte die Stute auf der letzten Gegenseite auf und war auch auf weiten Wegen durch den finalen Bogen nicht zu stoppen. Ohne die Hände aufzumachen, war die Readly Express-Stute nicht anzutasten. Auch wenn die Fahrerverteilung für sie spricht, scheint die Klasse nicht ganz ausreichend zu sein. IM Tenor De Baune musste sie zwar als Erste in die dritte Spur wechseln, wurde dann aber zu früh auf Platz Sieben zurückgereicht.

 

Fast so zuverlässig wie sein Stallgefährte Hohneck, nähert sich ITALIANO VERO (8) auch schon seiner ersten Million. Der Hengst hat den Sprung aus dem Jahrgang zu den Älteren offenbar gut verkraftet. Als Sieger des Criteriums der 4jährigen hat sich Ready Cash-Sohn auch kaum noch Möglichkeiten außerhalb der großen Jahrgangsrennen geschaffen. Und schon der Bretagne sorgte für die erlösende Qualifikation. Im Rücken von  Hip Hop Haufor konnte der 5jährige unblutig aufrücken und endete knapp hinter Hussard Du Landret, der selbst noch zurückgesetzt wurde. Als Zweiter in 12,5 scheint aber auch eine Grenze erreicht gewesen zu sein. Auf den Punkt dieselbe Zeit holte er auch Mitte Dezember gegen seine Altersgefährten. Dabei musste er aber diesmal etwas länger durch "die Geige" und war erst im Zielfoto bezwungen worden. Für den Belgique wurfte er die Moral auftanken. Er gehört auch zu den vielen Pferden, die nicht unbedingt für ganz vorne in Frage kommen, aber durchaus in Quinte auftauchen kann.

 

Schon früh in der Karriere hatte HOOKER BERRY (9) einen festen Platz in den besseren Jahrgangsrennen. Mit großer Konstanz tauchte er immer wieder in den besseren Geldern auf und holte sich zwischendurch auch schöne Treffer. Seit vorigen Sommer übernahm Nicolas Bazire die Leinen und steuerte den Fuchs im Prix Jockey mit viel Speed zum Sieg. Damit wurden neue Maßstäbe gesetzt, die in die B-Rennen führten. Nicolas Bazire konnte nach dem sechsten Platz im Bretagne die Form im Bourbonnais gewaltig drehen. An dritter Position konnte er den Booster Winner-Sohn an der Innenkante sogar bis Mitte des Schlussbogens verstecken, und schnappte sich den an der Spitze ausgelaugten Etonnant ganz sicher. Damit war der Sieg schon in trockenen Tüchern. Für Junior Bazire gab es dann noch eine Enttäuschung, weil er die Leinen an seinen Vater abgeben musste. JMB testete den 6jährigen im letzten "B" dann persönlich, erlebte aber eine Schlappe. Aus der Lage konnte er in der Distanz nicht einmal an der größten Außenseiterin im Feld dran bleiben. Als Sechster wurde er nach zwei nachträglichen Disqualifikationen noch aufrücken. Dennoch sprach er in der Folge für heute nur von einem vierten oder fünften Platz. Understatement oder wirkliche Skepsis?

 

Mit dem Alter kam MONI VIKING (10) immer besser in Schwung. Im Sommer holte der Hengst sogar noch zwei Gruppe I-Siege, ehe er sich in eine lange Pause verabschiedete. Im Alter von zehn Jahren scheint er auch nicht eine allzu lange Anlaufzeit zu benötigen. Unter der Regie von Jyn Lyng kam er im Belgique mit vier Eisen zum Comeback und konnte nach einem guten Start bis ins Ziel in der vorderen Gruppe bleiben. Trotz zweier Herausnahmen reichte es zwar nur zu Platz Acht, aber weit weg war der Fuchs nicht. Inzwischen hat Björn Goop das Training übernommen und äußerte sich sehr positiv über die Aussichten. Er rechnet mit einem vierten oder fünften Rang, was für einen Drittplatzierten aus dem Prix De Paris möglich erscheint.

 

44 Rennen, noch nie "am Turm" und nur einmal außerhalb der Gelder. Bei der Bilanz von HOHNECK (11) fällt es schwer von einer Krise zu reden. Aber nachdem der Hengst von Trainer und Besitzer Philippe Allaire auch für die Meilenrennen trainiert wurde, was auch erfolgreich war, gab es zurück auf der MItteldistanz und längeren Strecken ein paar empfindliche Niederlagen. Dafür gibt es aber auch andere Erklärungen. Zum Einen hatte er meist aufwendige Verläufe, und zum anderen hat der Royal Dream-Sohn seit langer Zeit keine wirkliche Auszeit genossen. Aktuell hat er vom Schlussbogen bis zum Ziel noch einige Plätze gutmachen können und wurde noch mit einem Upgrade von zwei Rängen nach Überprüfung belohnt. Er hat derzeit zwar nicht den Status aus dem Vorjahr, als er als Fünfter eine aufwendige Schlussphase wegsteckte, aber für das Ende der Quinte ist auch er dennoch ein möglicher Anwärter.

 

Auch wenn Trainer Alessandro Gocciadoro VERNISSAGE GRIF (12) steuert, ist der Hengst ganz klar die zweite Farbe im Quartier. Der 9jährige hatte in der Vorsaison einige Highlights setzen können. Der Durchbruch gelang ihm aber, als er Anfang Oktober in Neapel den "Lotteria" gegen den Trainingspartner Vivid Wise As holen konnte. Für die einzigen beiden Starts in Frankreich, hat sich Gocciadoro die letzten beiden B-Rennen rausgesucht. Ohne den Druck sich qualifizieren zu müssen, wurde der Varenne-Sohn geschont. Lediglich auf der ersten Halben im Bourgogne war der Fuchs offensiv unterwegs, ließ sich dann aber den Weg von Etonnant weisen. Als er freikam, nahm er nur recht widerwillig Fahrt auf. Das reichte für Rang Sechs. Im Belgique verließ er nie die Innenkante, machte dort aber immerhin nach und nach Boden gut. Wieder reichte es ins Kleingeld. Eine ganz große Empfehlung entsteht dadurch natürlich nicht.

 

Als Trainer Daniel Reden seine Absichten für einen Start von DON FANUCCI ZET (13) bekanntgegeben hat, sorgte er schon für etwas Erstaunen. Immerhin ist der Elitlopp-Sieger 2021 eher ein Sprinter. Und viel entscheidender ist die fehlende Rennroutine seit dem letztem Start vom 08. Oktober. An diesem Tag war er als großer Favorit von der Spitze im Svenskt Masterskap recht deutlich geschlagen. In der Distanz wurde er innen und außen passiert und konnte nur soeben Oscar L.A. halten. Bei seinem einzigen Start in Vincennes vor einem Jahr im Bourgogne, konnte der Hard Livin-Sohn nicht überzeugen. Aus der Lage griff er zwar an der letzten Ecke an, drang aber nie ganz durch. Was für ihn spricht, sind natürlich die großen Vorschusslorbeeren des Trainers, wegen der guten Arbeitsleistungen.

 

Ohne Zweifel ist FLAMME DU GOUTIER (14) eine Königin im Trabreiten. Aus sieben Starts in dieser Disziplin, die allesamt Gruppe I-Rennen! waren, hat die Stute ganze fünf Siege und zwei Ehrenplätze geholt. Und viel weniger wichtig ist die zweite Farbe aus dem Stall Duvaldestin auch im Attele nicht. Ihre Stärke auf dem letzten Teilstück ist schon legendär und gefürchtet. Das brachte die Stute aus dem Mitbesitz von Rainer Engelke, der auch als Züchter zeichnet, schon im Vorjahr, nur eine Woche nach dem ersten Sieg im Prix De Cornulier, zu Rang Drei. Und warum sollte heute nicht noch mehr möglich sein? Immerhin war sie in diesem Winter auch schon im Bourgogne zwei Plätze besser unterwegs. Auf dem ersten so flotten Kilometer wurde sie von Theo Duvaldestin hinter der späteren Siegerin Delia Du Pommereux gut versteckt. In der Endphase konnte die Ready Cash-Tochter die Siegerin zwar nicht mehr attackieren, konnte aber den Ehrenplatz sicher in neuer Rekordzeit von 09,7 klarmachen.

 

In der Vorsaison hatte COKSTILE (15) ein sehr intensives, aber auch erfolgreiches Jahr. Gleich zu Beginn konnte er den Bourgogne für sich entscheiden. Damit tauchte er auch auf einigen Wettscheinen im Amerique auf. Letztlich zeigte sich aber, dass er vielmehr ein Sprinter ist. Als Neunter war der Italiener schon ein Stück weg von der Musik. In seiner Heimat war er über den Sommer schon recht erfolgreich, aber für das Karrierehighlight musste er schon die USA. Während einer harten Pace an der Spitze, konnte sich der Quite Easy-Sohn im Vorderfeld verstecken und stampfte in der Entscheidung selbst davon. Erst zu Beginn diesen Jahres trat er wieder in Frankreich an, aber bei beiden B-Rennen blieb der Hengst recht blass. Auch wenn der Amerique nicht so stark besetzt ist, wie im Vorjahr, wird er wohl etwas länger stehen. Und das hat auch seinen Grund. Vincenzo Dell´Annunziata wird dem 10jährigen schon einen perfekten Transport für die Könisgwette liefern müssen.

 

In diesem Jahr übernimmt DELIA DU POMMEREUX (16) den Legendenstatus bei den Stuten von Billie De Montfort. Auch die Stute aus dem Stall Roger kommt nun zum fünften Auftritt im wohl härtesten Rennen des Planeten. Und auch wenn die Ausbeute im Rennen der Rennen nicht so großartig war, zeugt allein die fünfte Teilnahme von sehr viel Härte in einer langen Karriere. Außerdem hat die 10jährige wieder einmal für positive Schlagzeilen gesorgt. Schon im Bourbonnais war die Tochter der einmaligen Noune Du Pommereux bis ins Ziel auf Zug und holte von weit hinten noch Rang Fünf. Ihre große Stunde schlug aber auf der besser passenden Mitteldistanz. Im Bourgogne wurde die Niky-Tochter auf dem sehr schnellen ersten Kilometer gut versteckt und sprintete am Ende in neuer Rekordzeit zum Sieg in 09,6. Das brachte sie wieder nachhaltig ins Gespräch. Aber der längere Weg ist für die Stute schon ein deutlicher Nachteil, auch wenn sie zuletzt wieder viel Moral tanken konnte. Natürlich kann man nicht ausschließen, dass sie die Quinte komplettiert.

 

Im Vorjahr konnte ETONNANT (17) bis zum Amerique den Status als Favoriten erarbeiten. Vor allem mit seinem Sieg im Bourbonnais gegen einen gewissen Face TIme Bourbon beeindruckte er die Fachwelt. Aber im Amerique selbt musste der Hengst viel zu viel bis zur Übernahme der Spitze investieren. Das gelang erst Anfang der Überseite. Schon Ende der gleichen Geraden wurde er aus dem Rücken passiert und verlor deutlich geschlagen als Achter auch noch das kleinste Geld. Nach dem verpatzten "France" erholte sich die Form mit Rang Zwei im Prix De Paris wieder. Der Timoko-Sohn hatte dann einen traumhaften Sommer und holte sich nun sogar den Sieg im Elitlopp, pbwohl er unterwegs einen Patzer einstreute. Das gelang im Sprint-Klassiker wohl bisher kaum jemanden. Als Gruppe I-Sieger von 1.609 bis 4.150 Meter hat sich der 9jährige immer wieder neu erfunden. Aber die Einladung Mitte Oktober zum International Trot nach New York brachte einen deutlichen Knick in den Formenspiegel. Wieder einmal fehlerhaft war er als Achter umsonst auf die weite Reise gegangen. In der Folge war der dritte Platz im Bourbonnais noch der einzige Lichtblick der letzten Monate. Von der Spitze verschärfte Anthony Barrier aus dem Schlussbogen heraus wohl zu früh die Fahrt, und wurde noch deutlich von Hooker Berry und Hussard Du Landret kassiert. Der frühe Fehler im Bourgogne machte den Aufwand in der Folge zu groß. Schon zu Beginn des Schlussbogens wurde er einkassiert und ging als Achter neuerlich unter. Dazu kam noch ein Verschlag, was den Auftritt im Belgique verhinderte. Laut Trainer Richard Westerink hat sich sein Star aber wieder erholt und am Montag gearbeitet, nachdem in der Vorwoche ein heutiger Start noch nicht fixiert war. Er muss aber selbst eingestehen, dass diese Vorbereitung alles andere als ideal war. Dennoch ist er beruhigt. Die Wetter dürften das skeptischer sehen.

 

Auch für VIVID WISE AS (18) verlief die Vorbereitung nicht optimal. Nach einem enttäuschendem Bourbonnais wurde bei dem Italiener ein Infekt festgestellt, was die schwache Leistung zumindest erklärte. Für einen langen Weg tauchte er recht früh an der Spitze auf, konnte die Führung aber schnell weiterreichen. Doch schon Ende der Gegenseite geriet der Yankee Glide-Sohn unter Druck, was sich im Schlussbogen noch deutlich verstärkte. Als Achter gab er sich zumindest nicht komplett auf, war aber deutlich zurück. Somit war der geplante Start im Prix De Belgique hinfällig geworden. Das er als gewinnreichster aktiver Traber natürlich immer ernst zu nehmen ist, zeigt sein vergangenes Jahr. Mit vier großen Treffern im "France", "L´Atlantique", Prix Rene Balliere und im Meilen-Smiklassiker in Cagnes-Sur-Mer hat er der französichen Saison seinen Stempel aufgedrückt. Und auch im Lotteria des Vorjahres hat er als Zweiter von der Spitze in 10,3 sicher nicht enttäuscht. Das er nicht nur ein reiner Sprinter ist, hat der 9jährige auch im Vorjahr unter Beweis gestellt. Da konnte er sich aus dem Mittelfeld im Speed noch spät den vierten Platz schnappen. Wenn er wieder voll genesen ist, darf auch ein Ergebnis in der Fünferwette erwartet werden.

 

Tipp:

IDAO DE TILLARD (6)

HORSY DREAM (2)

FLAMME DU GOUTIER (14)

MONI VIKING (10)

HOOKER BERRY (9)

 

Für die Kombinationen: HOHNECK (11) - HUSSARD DU LANDRET (3) - AMPIA MEDE SM (4)

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