News Frankreich Trab, 09.04.2026
(hen) Am Freitag bringt Yannick-Alain Briand (Foto:@scoopdyga) Matignon im Prix Beaumanoir in Vincennes an den Start. Über die Aussichten seiner Nachwuchshoffnung für die großen Trabreiten äußerte sich der Trainer aus dem Südosten Frankreichs im ParisTurf.
Schon nach seinem Debüt im Monte, wurde der mittlerweile 4jährige Matignon hoch eingeschätzt. Im Wintermeeting wechselten bei vier Starts aber Licht und Schatten für den Bird Parker-Sohn. Immerhin folgte nach dem respektablen sechsten Platz im Prix de Vincennes (GR I), noch ein dritter Rang im Semi-Klassiker.
Der Trainer erklärte die letzten Resultate: "Er hat uns den ganzen Winter über mit seinen Hufen Probleme bereitet", erklärt Yannick-Alain Briand. "Er ist ein Steher, und solche Pferde müssen sich wohlfühlen, damit sich dieser Makel nicht verstärkt. Zu Beginn des Meetings hatte er einen ersten Riss am Hufballen, danach einen zweiten, weiter vorne am Huf, nach seinem letzten Rennen. Dabei war er mit 'Top-Gum'-Beschlag versehen, der eigentlich sehr gut schützt. Wir haben Röntgenaufnahmen gemacht, um die Beschaffenheit des Hufs zu analysieren, und ihn anschließend mit veränderter Hufstellung neu beschlagen. Seitdem ist alles wieder in Ordnung, und er wirkt morgens deutlich lockerer."
Trotz dieser Probleme im Winter wird der Hengst an diesem Freitag im Prix Beaumanoir erstmals vorne ohne Eisen auf der Aschenbahn antreten. "Man muss etwas versuchen, wenn wir mithalten wollen. Er wird zwar ohne Vorderbeschlag laufen, bekommt aber eine Harzschicht zum Schutz. Hinten wird er abgenutzte Aluminiumeisen tragen."
'Etwas versuchen' muss der Ausbilder schon, wie er sagt, denn Matignon trifft nicht nur auf starke Pferde seines Jahrgangs, sondern erstmals auch auf ältere Konkurrenten. "Es ist ein gutes Rennen, weil man einigen Top-Pferden aus dem Weg geht. Dennoch gibt es die Stute von Philippe Allaire (Munhoa Vedaquaise), sowie Mack Dairpet, die ernsthafte Gegner sind. Die 5jährigen sehen auf dem Papier vielleicht nicht wie die Besten aus, sind aber kampferprobt und verfügen über starke Zeiten. Ich denke, man wird etwa eine niedrige 13er-Zeit laufen müssen. Wir werden sehen, ob das Pferd diesen Schritt gehen kann. Dieses Rennen ist ein guter Test für die Zukunft."
Zu Beginn seiner Karriere von Alexandre Abrivard geritten, der später für Mhum Flyng gebucht wurde, wird Matignon nun zum zweiten Mal von Francois Lagadeuc gesteuert. "Francois kam im Februar gut mit ihm zurecht. Er gefiel ihm im 'Probelauf' sehr gut, und als er abgestiegen ist, meinte er, das Pferd habe wirklich Klasse. Es gab also keinen Grund zu wechseln. Zumal sich auch der Agent von Alex Abrivard nicht gemeldet hat."
Nach der Überwindung seiner kleineren Hufprobleme wird Matignon in hervorragender Verfassung zu dieser 'Semi'-Rückkehr antreten und mit Ambitionen starten. "Er hat am Tag des GNT in Marseille gearbeitet und war wirklich sehr gut. Seitdem ist alles in Ordnung. Er ist topfit und scheint bereit, seine volle Leistung zu zeigen. Wir rechnen damit, unter die ersten Drei zu kommen."
