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Der Boss betritt die Arena

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Vorschau Wolvega, Samstag, 21.03.2026

(hhü) Zum Auftakt der Samstagabend-Veranstaltung in Wolvega gibt es ein Stelldichein der besten in den Niederlanden trainierten älteren Pferde. Mit Hades de Vandel (Robin Bakker) ist auch die Nummer eins der Eliteklasse mit dabei.

 

Wieder einmal suchte Trainer Paul Hagoort für seinen Gruppe-I-Sieger eine 2.600-m-Bänderstartaufgabe aus, in der der Neunjährige wie so oft eine Zulage von 20 m wettmachen muss. In der Vergangenheit hat Hades dieses Handicap meist souverän gemeistert, aber diesmal trifft er auf alles, was in den Niederlanden Rang und Namen hat.

Vom zweiköpfigen Engwerda-Aufgebot entschied sich Jaap van Rijn für den aus dem ersten Band abgehenden Top-Steher Modric Renka, der am 24. Januar unter gleichen Bedingungen als Dritter nicht mehr als „Kanonenfutter“ für Hades war. Anschließend siegte Modric Renka in höllisch schneller Zeit in Mons und bewies damit klar aufsteigende Form, sodass er den Favoriten diesmal sicherlich ernsthafter fordern kann. Zweite Stallfarbe von Jeroen Engwerda ist hier der mit Zulage bedachte Carloforte Font (Hanna Huygens), der es schwer haben sollte, in die Dreierwette zu laufen.

Gut vier Monate hat Novato (Dion Tesselaar) pausiert, der sich beim letzten Auftritt vor der Auszeit als Sechster in Frankreich sehr teuer verkauft hat. Insgesamt muss man aber sagen, dass der jetzt Sechsjährige immer noch nicht ganz den Sprung vom Jahrgangsprimus in die erste Liga der älteren Pferde geschafft hat. Noch schwerer sollte es für den ebenfalls mit einer Zulage bedachten Kevin Prince (Michel Rothengatter) sein, der fast genauso lange ausgesetzt hat und nun wieder zu Form und Konstanz finden muss.

Mit dem vorneweg startenden Enea Font (Jim Veldman) bietet Paul Hagoort noch einen sehr interessanten zweiten Starter auf. Der Italiener war vor einigen Wochen aus dem gleichen Band schon Zweiter zu Hades de Vandel und kann nun auf eine 20-m-Vorgabe pochen. Allerdings trabte der Italiener zuletzt in einer Meilenprüfung alles andere als flüssig und kam eingangs der Zielgeraden dann endgültig von den Beinen. Der lange Weg behagt ihm definitiv mehr!

Danach sind die Amateure an der Reihe, und auch hier spricht sehr viel für einen Hagoort-Sieg. Pauls Frau Kim wird hier den in diesem Jahr bei vier Starts noch ungeschlagenen Papillon Boko pilotieren, der sich zuletzt auf 1.13,0 / 2.100 m steigerte. Der immer besser werdende Googoo-Gaagaa-Sohn dürfte glattgehend kaum zu schlagen sein. Als 2/3-Pferd bietet sich hier Piet Schermer mit dem niederländischen Amateur-Champion Ferry Hollander im Sulky an. Er bezwang unlängst Porsche Boko (Yanick Mollema) und Oakley Wood (Samantha Stolker). Sehr interessant ist hier auch der aus einer Pause kommende Presley Boko mit dem belgischen Spitzenamateur Piet van Pollaert.

 

In der dritten Tagesprüfung messen sich die Franzosen auf der für sie selten angebotenen Sprintdistanz von 1.609 m. Der Vierjährige Malo Renka (Jaap van Rijn) war im Vorjahr mit gutem Erfolg in den TCT-Prüfungen gegen die europäischen Dreijährigen unterwegs. Trotz der fünfmonatigen Pause darf man von dem Bosscha-Schützling ein sehr gut vorbereitetes Jahresdebüt erwarten. Gute Klasse verkörpert auch L’As Atout (Michel Rothengatter), der im November in gut besetzten französischen Provinzrennen Grenzen aufgezeigt bekam und sein ursprünglich für den 7. Februar vorgesehenes Jahresdebüt noch einmal um gut sechs Wochen verschoben hat. Läuferisch sehr beeindrucken konnte Jagger Atout (Yanick Mollema) unlängst in Gelsenkirchen. Der Siebenjährige machte nach einem Startfehler noch sehr viel Boden gut und schnappte sich im Speed noch das dritte Geld – allerdings in einem sehr kleinen Starterfeld. Nach dem Rennen hatte Yanick große Mühe, den hitzigen Rappen anzuhalten. Sollte Jagger Atout konzentriert bei der Sache sein, dann ist er hier ein interessanter Außenseiter. Die kurze Distanz sollte dem guten Beginner Jester Tonic (Jan Thijs de Jong) in die Karten spielen, der zuletzt als großer Außenseiter lange das Tempo bestimmte und erst sehr spät für den Sieg noch abgefangen wurde.

Die vierte und finale PMU-Prüfung richtet sich an sehr solide Pferde der 4.000-€-Garnitur. Am 6. März konnte sich Paycheck H (Stefan Schoonhoven) souverän gegen die Französin Liberty Newport (Robin Bakker) durchsetzen, die an dem Tag ihre sämtlichen Vorleistungen förmlich auf den Kopf stellte und für eine große Überraschung auf dem Ehrenplatz sorgte. Möglicherweise werden die Wetter hier aber aufgrund der prominenteren Namen von Trainer und Fahrer die enorm zuverlässige Jacky Barosso (Jaap van Rijn) favorisieren, die aber nicht unbedingt besser als Paycheck H sein muss. Meine persönliche Favoritin ist hier jedoch Pearl Hazelaar (Dion Tesselaar), die es diesmal deutlich günstiger als zuletzt gegen Papillon Boko antrifft und sehr gute Chancen hat, beim dritten Jahresstart ihren zweiten Volltreffer zu landen.

Für die deutsche Note in Wolvega sorgen einmal mehr die Trabreiterinnen im sechsten Rennen. Ronja Walter sollte hier in einem Minifeld mit dem Rothengatter-Schützling Orange Crush gute Chancen haben, dem gemeinsam erzielten Ehrenplatz aus dem Oktober diesmal einen Sieg hinzuzufügen. Das will „Wundertüte“ Most Wanted PK (Hanna Huygens) verhindern, der an einem guten Tag in den niederländischen Trabreiten praktisch niemanden fürchten muss, sich aber auch schon mal gerne für die falsche Gangart entscheidet. Ungeachtet einer dreimonatigen Pause sollte der Siebenjährige hier auf das Favoritenschild gehoben werden. Marlene Matzky übernimmt hier den Ritt mit dem sehr zuverlässigen Max ter Sype, der aber trotz vieler hochsolider Vorstellungen nicht ansatzweise die Klasse der beiden Vorgenannten hat.

 


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