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Debatte über Samentransport in Frankreich - Stephane Provoost bezieht Stellung

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Nach den jüngsten Äußerungen von Franck Pellerot in den Medien zur heiklen Frage des Transports von Samen in Frankreich, hat sich nun auch Stephane Provoost, Präsident des SNECTF (Nationaler Verband der Züchter französischer Trabrennpferde), zu Wort gemeldet und seine Position deutlich gemacht.

Franck Pellerot beschrieb seine Sicht der Dinge zuerst im ParisTurf und anschließend im Magazin von 24h au Trot. Stephane Provoost wollte diese Aussagen nicht unkommentiert lassen, und äußerte sich nun ebenfalls im ParisTurf, um falschen Annahmen entgegenzuwirken.

"Ich habe die Position von Franck Pellerot, Vizepräsident der SETF, zur Kenntnis genommen. Sie veranlasst mich zu mehreren Anmerkungen: Ja, die aktuellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, mit denen Züchter in abgelegenen Regionen konfrontiert sind, sind Realität. Die Konzentration der Hengste in bestimmten Regionen, insbesondere in der Normandie und im Gebiet Anjou-Maine, hat im Laufe der Zeit zu einem territorialen Ungleichgewicht geführt, dem wir uns stellen müssen.

Aber nein, der Transport von Samen kann nicht als offensichtliche Lösung dargestellt werden.

Das ist eine vereinfachte Betrachtung eines komplexen Themas. Derzeit gibt es keinerlei rechtliche Unterscheidung zwischen gekühltem und tiefgefrorenem Samen. Zu suggerieren, dass dieses regulatorische Hindernis ohne Konsequenzen beseitigt werden könnte, bedeutet, alle Akteure der Branche in die Irre zu führen.

Darüber hinaus muss sich jeder der Tragweite seiner Vorschläge bewusst sein. Die geäußerte Position wirkt wie eine spontane Reaktion, zugleich zufällig und potenziell gefährlich, da sie auf einem so grundlegenden Thema für die Branche nicht auf soliden technischen und rechtlichen Grundlagen beruht.

Die Einführung des Samen-Transports würde eine Deregulierung einleiten, deren Folgen niemand vollständig kontrollieren kann. Das Modell des französischen Trabers basiert auf über Jahre gewachsenen Regeln, die seine Einigkeit und Glaubwürdigkeit sichern. Diese werden nicht leichtfertig geändert. Auch nicht unter dem Druck einzelner, so nachvollziehbar ihre Interessen auch sein mögen.

Ich wundere mich zudem, dass diese Stellungnahme außerhalb jedes kollektiven Rahmens erfolgt, obwohl bereits Kommissionen sowie ein Zusammenschluss regionaler Zuchtverbände und unser Syndikat intensiv an diesen Themen arbeiten. Diese Arbeit existiert, sie ist fundiert und verdient Respekt.

Man kann nicht einerseits zur gemeinsamen Reflexion aufrufen und sich andererseits öffentlich darüber hinwegsetzen. Konkrete Lösungen wurden bereits vorgeschlagen, insbesondere ein Unterstützungsmechanismus für Züchter in abgelegenen Regionen durch die Umverteilung nicht vergebener Prämien. Dieser Ansatz verdient eine sorgfältige Prüfung, da er das Problem adressiert, ohne die grundlegenden Gleichgewichte unseres Modells infrage zu stellen.

Die Debatte verdient mehr als vorschnelle Stellungnahmen. Sie erfordert Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein und eine ganzheitliche Perspektive. Die Zukunft des französischen Trabers darf weder überstürzt noch in Unklarheit gestaltet werden. Sie muss sich am Gesamtinteresse der Branche orientieren."

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