Die Rennbahn an der Cote d’Azur hat am Dienstagabend nach einer letzten PMH-Veranstaltung ihre Tore für eine Pause geschlossen. Wenn man sich die Bilanz in den unterschiedlichsten Kategorien des südlichen Wintermeetings ansieht, sticht ein Name besonders hervor: Romain Derieux. Der Trainer von Go On Boy prägte den Winter 2025/26 wie kein anderer. Ein Meeting, das aber zugleich auch einen rückläufigen Trend bei Besucherzahlen und Wettumsätzen bestätigt.
Seit dem 13. Dezember und nach 29 Rennveranstaltungen hat der Trainer Romain Derieux aus dem Departement Essonne sämtliche Titel abgeräumt, was in der Fahrerwertung besonders deutlich wird: 50 Siege aus 117 Starts führten zu einer beeindruckenden Siegquote von 43%. Damit hat er den bisherigen Rekord von Christophe Martens mit 36 Erfolgen aus dem Jahr 2021 regelrecht pulverisiert. Ein neuer Bestwert, der nur schwer zu übertreffen sein dürfte.
Trotz einer einmonatigen Sperre gegen Ende des Meetings behauptet Theo Briand klar den zweiten Platz mit 20 Siegen, vor David Bekaert mit 14 Erfolgen.
Auch bei den Trainern sind die Statistiken von Derieux schlicht gigantisch. Mit 47 Siegen und 760.570 Euro an Preisgeldern hat der Profi aus Cheptainville den bisherigen Bestwert von Vincent Martens mit 35 Erfolgen aus dem Jahr 2021 aus den Rekordlisten gelöscht. Diese außergewöhnliche Leistung wurde auch durch durch 2 Vierfachsiege, 3 Dreifachsiege und 12 Doppelerfolge ermöglicht. "Solche Zahlen sind schwer vorherzusehen. Ich wusste, dass ich gute Pferde habe, aber dass es so läuft...", erklärte der neue König von Cagnes vor einigen Tagen bescheiden im ParisTurf.
Der zweimalige Trainerchampion des Meetings Nicolas Ensch, konnte gegen seinen Rivalen nichts ausrichten und musste sich mit mit 6 Siegen und 291.900 Euro an Gewinnsumme mit dem zweiten Platz begnügen. Thierry Bonnardel, Trainer der Briand-Farben, belegt mit ebenfalls 6 Erfolgen und 200.260 Euro an Preisgeldern Rang Drei.
Hervorzuheben ist auch die Leistung von Max Izaac, der sein Meeting mit 11 Siegen (zweitbester Wert) beendet. Und das mit nur 13 gestarteten Pferden.
Ecurie Serenite an der Spitze
Die Besitzerwertung spiegelt ebenso die klare Dominanz von Romain Derieux wider, denn an der Spitze steht der Ecurie Serenite (Familie de Sousa). Als wichtigste Kunden des Trainers aus dem Departement Essonne glänzten die weiß-braunen Rennfarben in diesem Winter 19 Mal und sammelten dabei 297.080 Euro an Preisgeldern ein. Alle diese Siege wurden von Romain Derieux selbst herausgefahren.
Auf dem zweiten Platz folgen die Farben von Yannick-Alain Briand mit 200.260 Euro, vor denen von Marc Sassier, der mit 126.000 Euro dank Hedic Gema und Harley Gema den dritten Rang belegt. Letztere war übrigens mit 104.000 Euro an Gewinnsumme die 'grande Dame' des Winters in Cagnes, nachdem sie den Prix de la Cote d’Azur (GR III) gewonnen und im Grand Criterium de Vitesse (GR I) den zweiten Platz belegt hatte.
Dicht dahinter folgen Hudo du Ruel (91.800 Euro), der bei fünf Starts immer unter den ersten Drei blieb, sowie Iguski Sautonne (90.000 Euro), dem Sieger des 'Vitesse'. Ebenfalls prägend für den Winter an der Cote d’Azur waren Nassandra, ungeschlagen bei vier Starts, Lupin d’Olmen, Krooner d’Heripre und Kelmec mit jeweils drei Siegen, Manhattan Emge, Gewinner von zwei Gruppe III-Rennen, sowie Ister Man, der zunächst eine Quinte und anschließend ein Gruppe III-Rennen gewann.
Rekorde auf der Bahn, aber sinkende Besucherzahlen und rückläufige Wetteinsätze
Zwischen dem Duell Mickael Seror/Mathieu Pitart im Hindernissport und den Rekord-Meetings von Christophe Escuder bei den Flachrennen, sowie Romain Derieux im Trab wird der Winter 2025/26 in Cagnes-sur-Mer als außergewöhnlich in Erinnerung bleiben. Leider konnten diese sportlichen Höchstleistungen den Rückgang bei Besuchern und Wettumsätzen nicht stoppen.
Thomas Roucayrol, Verwaltungsdirektor der Association des Courses de la Cote d’Azur (ACCA), lieferte einige Zahlen: Bis zum 28. Februar (Zahlen aus dem März lagen noch nicht vor) wurden 31.109 zahlende Besucher registriert. Ein Rückgang von 1,7% im Vergleich des gleichen Zeitraumes zum Vorjahr.
Bei den Wetten gingen, über alle Meetings hinweg, die PMH-Einsätze um 17% zurück, ebenso wie bei der regionalen Quarte, das einen drastischen Rückgang von 21,6% verzeichnete. Bei den landesweiten Veranstaltungen ist ein Rückgang von 4,7% zu verzeichnen, auf insgesamt 277,6 Millionen Euro, gegenüber 291,3 Millionen im Vorjahr.
Der nächste Renntermin in Cagnes-sur-Mer ist am Montag, dem 06. Juli, mit Beginn des Sommer-Meetings, das den Trabern vorbehalten ist.
