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Julien Ollivier im Portrait

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Julien Ollivier träumte schon seit seiner Kindheit davon, Landwirt zu werden. Heute züchtet er in Lisieux Kühe und Traber nach den Prinzipien einer nachhaltigen Landwirtschaft. Dafür wurde er kürzlich mit dem Sieg von Nina Javo belohnt. Für LeTrot Grund genug ein Portrait von ihm zu zeichnen

Nina Javo – Der Inbegriff eines Neuanfangs

Etwas mehr als drei Minuten reichten am Mittwoch in Caen, um Julien Ollivier durch den Sieg von Nina Javo in einen wahren Gefühlssturm zu versetzen. Dieser Erfolg ist nicht der erste seines Zuchtbetriebs, kommt aber zu einem Zeitpunkt, an dem der 48jährige Züchter aus Lisieux in den letzten Jahren einen neuen Abschnitt begonnen hat.

Er investierte in neun Zuchtstuten, darunter die Mutter von Nina Javo, Harmony Wind, die er von Franxois Van de Woestyne (Haras des Quatre Vents) erwarb, ebenso wie drei weitere "Wind"-Stuten über seinen Freund Xavier Reveillon.

Besonders bemerkenswert ist, dass Nina Javo als Fohlen schwer verletzt war und sich die Haut an einem Bein tief aufgerissen hatte. "Vier Monate lang hat sie die Verbandswechsel geduldig ertragen. Und sie jetzt so gewinnen zu sehen..."

Die Seele eines Landwirts

Julien Oliver stammt aus einer Familie, die einen Landwirt als Nachbarn hatte. Davon hat er sich inspirieren lassen und wollte selbst immer Bauer mit einem ökologischen und verantwortungsvollen Ansatz werden. Nach einem Abschluss in der Analyse und Betriebsführung in der Landwirtschaft übte er verschiedene Berufe aus. Unter anderem als Deckhengstbetreuer, bevor er zehn Jahre lang in der Wäscherei des Krankenhauses von Lisieux arbeitete.

Parallel dazu pachtete er erste Koppeln und kaufte einige Kühe, sodass er ab 2010 zwei Tätigkeiten gleichzeitig ausübte. "Mit 40 hatte ich die Möglichkeit, einen 70-Hektar-Betrieb in Lisieux zu übernehmen. Ich habe mir gesagt: Man lebt nur einmal und habe es gewagt!"

Heute hält er 25 Kühe und 9 Zuchtstuten. "Ich bin vollkommen erfüllt", sagt er.

Anhänger der "Pochon-Methode"

Während seiner Ausbildung lernte er die Prinzipien des Bretonen Andre Pochon kennen, der als einer der Wegbereiter einer bäuerlichen und nachhaltigen Landwirtschaft gilt. Insbesondere durch Weidehaltung von Kühen.

Dieses Prinzip setzt Julien Ollivier täglich um: "Die Idee ist, dass die Herde nicht zu groß ist und die Kühe neun Monate im Jahr auf der Weide sind. Die Weiden werden rotierend genutzt, mit einer Ruhephase von mindestens 21 Tagen."

Der erste Jockey von Hulk des Champs

Mit 16 Jahren war Julien Ollivier bereits leidenschaftlicher Trabrennsport-Fan, was durch seinen wettbegeisterten Vater begünstigt wurde. Dadurch verbrachte er die Wochenenden und  Schulferien in den Ställen von Pierre Coignard und Daniel Aubert und erhielt sein erstes Reitabzeichen.

"Dort habe ich auch Xavier Reveillon kennengelernt, der mein Freund wurde. Damals war ich der Erste, der Hulk des Champs geritten ist, als er noch ein junges Pferd war", erinnert er sich. "Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht mehr genau, wie es war, aber ich kann sagen, dass ich ihn geritten habe – und wir wissen ja, welche Karriere er später gemacht hat."

Züchter mit gutem Umfeld

Auch wenn der Erfolg von Nina Javo seinen Namen als Züchter hervorhebt, stellt sich Julien Ollivier nicht in den Vordergrund. Im Gegenteil: Er bedankt sich immer wieder bei allen, die zum wachsenden Erfolg seiner Zucht beigetragen haben. So auch bei Luc Gaborit, der die Stute gepachtet hat.

Mit der P-Generation, zu der sechs Pferde gehören, nimmt seine Zucht nun richtig Fahrt auf. "Ich danke auch Jean Coupe, der mir die Bedeckung von Travel Jet für Harmony Wind ermöglicht hat. So konnte ich eine Kreuzung ähnlich wie bei Galius durchführen", erklärt er.

Außerdem dankt er Anne-Lise Baptistan und Alexandra Lebon, den Tierärztinnen, die sich um das verletzte Pferd kümmerten, sowie Xavier Reveillon und Luc Gaborit, "der jeden Tag zusammen mit seiner Frau und seinen Töchtern hervorragende Arbeit leistet."

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