Am Dienstag traten in Vincennes zehn Teilnehmer im Prix Jean Gauvreau gegeneinander an. In dem Gruppe II-Monte für die 5jährigen über 2.175 Meter fehlten einge große Namen, wodurch der Wettmarkt ebenfalls sehr offen war. Letztlich war es Liberte du Goutier, die als Mitfavoritin ihre Gegner aber klar dominierte.
Am 21. Juni treffen sich die besten 5jährigen Satteltraber im Prix de Normandie (GR I) zum nächsten Höhepunkt. LIBERTE DU GOUTIER qualifizierte sich mit dem Erfolg nicht nur, sondern setzte auch ein Ausrufezeichen für den kommenden Klassiker.
Obwohl die Prodigious-Tochter eine Auszeit von knapp fünf Monaten zu überbrücken hatte, gewann sie mit Mathieu Mottier souverän: "Sie verfügt über sehr viel Geschwindigkeit, deshalb habe ich nicht gezögert, sie schnell an die zweite Position zu bringen. Ich habe sie vielleicht etwas spät nach außen genommen, aber als ich sie zum Ausgang des letzten Bogens beschleunigen ließ, streckte sie sich hervorragend und gewann klar. Morgens zeigt sie sich offenbar nicht besonders eindrucksvoll, weshalb ihr Umfeld sich über ihre Form nicht ganz sicher war. Sie war aber sehr gut vorbereitet, einfach perfekt. Auf dieser Bahn fühlt sie sich einfach besonders wohl. Sie kommt genau zur richtigen Zeit wieder in Form. Vielleicht ist sie über 2.175 Meter noch besser, aber wie alle guten Stuten wird sie sich anpassen können. Im Prix de Normandie dürfte sie äußerst gefährlich werden."
Allerdings ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, ob Mottier auch im Gruppe I-Rennen auf dem Rücken der Stute sitzen wird, die von Thierry Duvaldestin vorbereitet wird. Womöglich reitet er ein Pferd aus seinem eigenen Quartier.
Bereits im vergangenen September hatte Liberte du Goutier im Prix des Elites den zweiten Platz belegen können. Damals noch in 10,2. Diesmal gewann sie in 10,9 , allerdings ohne an ihre Grenzen gehen zu müssen.
Lakana de Felliere, die der Siegerin seit der Spitze des Anstiegs gefolgt war, konnte deren Tempoverschärfung zu Beginn der Zielgeraden nicht mitgehen, holte sich jedoch den zweiten Rang. Damit gelang ihr seit Ende des Winters bereits die dritte starke Leistung auf halb-klassischem Niveau.
Der erstmals in dieser Disziplin antretende Lay Up zeigte ebenfalls eine gute Schlussphase und wurde, wenn auch mit etwas Abstand, Dritter. "Er hat bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen", bestätigte sein Reiter Eric Raffin. "Ich habe darauf geachtet, ihm ein ideales Rennen zu geben, und er hat anschließend gut beschleunigt. Das ist sehr ermutigend für die Zukunft."
Die führenden Pferde dieser Generation, L’Ecrin d’Or und Lionheart, verzichteten auf den Prix Jean Gauvreau. Die nächste Vorbereitungsprüfung für den Prix de Normandie findet am 29. Mai über 2.700 Meter statt.
