Zwei Wochen nachdem Miss de Besaces am Grünen Tisch den im Prix Rene Palyart zugesprochen bekam, bestätigte die von Romain-Christian Larue trainierte Stute ihre aktuelle Topform. Die 4jährige holte am Samstag in Caen auch den Prix Henri Balliere (GR II).
Trotz ihres nachträglich aktuellen Erfolgs, galt MISS DES BESACES mit einer Quote von 9:1 nur als leichte Außenseiterin. Doch die Vertreterin des Ecurie de Windcut zeigte endgültig, dass sie zur Monte-Elite des 2022er-Jahrgangs gehört.
Nachdem sie lange in der zweiten Hälfte des Feldes gelegen hatte, arbeitete sich die Tochter von Memphis du Rib während des Rennens Schritt für Schritt nach vorne und kam innenliegend an die dritte Position. Eingangs der Zielgeraden wurde sie von ihrem Stammjockey Alan Gendrot nach außen genommen, übernahm schließlich mit einem starken Schlussspurt die Kontrolle und gewann überzeugend.
"Es ist fantastisch, was sie heute gezeigt hat. Wir haben sie für nur 20.000 Euro aus einem Verkaufsrennen gekauft, und inzwischen hat sie fast 250.000 Euro eingelaufen. Ihr Mitbesitzer war schon damals von ihrer Eignung für die Trabreiten und ihrer interessanten Abstammung überzeugt. Alan Gendrot hat erneut ein großartiges Rennen geritten. Ich bin begeistert", schwärmte Trainer Larue.
Die Geschichte geht weiter!
Zum Erfolg der Stute kommt auch ihre hervorragende Zeit von 12,0 hinzu. Damit verfehlte sie nur knapp den seit 2023 von Jean Balthazar gehaltenen Rennrekord (11,9). Ihr Züchter Eric-Pierre Martin konnte seine Emotionen auf dem Siegerpodest nicht verbergen. "Das ist außergewöhnlich für einen kleinen Züchter wie mich. Wir sind mit mehreren Personen für diesen besonderen Tag angereist. Sie ist wirklich bemerkenswert. Ganz klein, aber sie gibt immer alles auf der Bahn. Man muss auch wissen, dass ich damals bereit war, sie zurückzukaufen, als sie in dem Verkaufsrennen lief, um sie auf die Weide zu stellen", erinnerte sich der Züchter sichtlich bewegt.
Auch Alan Gendrot zeigte sich nach seinem zweiten Sieg auf Gruppe II-Niveau hochzufrieden: "Diese Stute hat einen besonderen Platz in meinem Herzen. Sie macht einfach alles, was man von ihr verlangt."
Manitas de Truchon, die geduldig innen an dritter Stelle geritten wurde, zeigte ebenfalls eine starke Leistung und sorgte dafür, dass das Rennen mit einem Doppelerfolg der Stuten endete. Milord Javronnais komplettierte in neuen Farben mit Camille Levesque im Sattel das Podium.
Für die Favoritenwetter war das Rennen hingegen früh beendet. Mhum Flyng zeigte sich offensichtlich vom Patzer der ebenfalls angewetteten Munhoa Vedaquaise irritiert und fiel früh aus.
