News Frankreich Trab, 12.01.2026
(hen) Als dreifache Gruppe I-Siegerin, darunter ein erster Erfolg bereits mit drei Jahren, gehört Ideale du Chene schon immer zur Elite der Satteltraber. Der Durchbruch ist ihr im 'Cornulier' aber noch nicht gelungen. An diesem Sonntag startet sie den dritten Versuch, um im wichtigsten Trabreiten ganz vorne zu landen. Dem ParisTurf berichtete Trainer Julien Le Mer von der Vorbereitung.
Nach Rang Drei im Jahr 2024 und Platz Sieben im vergangenen Jahr, zeigte sich die Stute, die in den bekannten Guedj-Farben läuft, am Montagmorgen in Grosbois für mehrere Trainingseinheiten. Dabei stellte die Bird Parker-Tochter ihren Trainer vollkommen zufrieden: "Sie hat an diesem Morgen in drei Heats gearbeitet. Zunächst absolvierte sie zweimal 1.500 Meter auf der Geraden von 'Boissy' in etwa 1:50er-Tempo, bevor wir in den Stall zurückkehrten. Fünfzig Minuten später ging es in den Wald, wo sie auf der 'Allee Royale' vier Geraden absolvierte. Ich bestimmte das Tempo mit einem anderen Pferd, und Ideale du Chene lag mit Jordan Denisot im Sulky im Windschatten. Wir steigerten uns kontinuierlich: 1:40, 1:35, 1:30 und die letzte Gerade in einer Kilometerzeit von 1:20.
Nach erneuten fünfzig Minuten Pause gingen wir noch einmal für drei Geraden auf die Bahn und beschleunigten leicht: die erste in 1:30, dann 1:20, und beim letzten Durchgang ließen wir sie über 500 Meter frei laufen. Sie war sehr gut. Morgens zeigt sie sich nicht besonders motiviert, folgt meist nur dem Tempo und legt dann einen kurzen Spurt ein. Um sie richtig 'zu öffnen', hat sie in der vergangenen Woche unter dem Sattel mit Paul Ploquin ernsthaft gearbeitet. Dabei lief sie zwischenzeitlich eher in 1:08 bis sogar 1:07. Ihr letztes richtiges Training findet am Donnerstag statt, dann nur noch in zwei Abschnitten, um ihre Kondition zu erhalten."
Mit acht Jahren wirkt Ideale du Chene weiterhin äußerst leistungsfähig, und ihr Trainer blickt diesem großen Termin gelassen entgegen: "Seit mehreren Monaten steigert sie sich kontinuierlich in der Form, und ihre beiden Auftritte unter dem Sattel waren gut. Im Prix Paul Buquet musste sie sich nur Je M’Envole geschlagen geben, der sie lange verfolgt hatte. Zuletzt wurde sie beim Antritt zum Eingang des letzten Bogens etwas überrascht, kam dann aber wieder gut auf und finishte stark. Ich bin froh, dass wir den Prix de Calvados ausgelassen haben, der auf einer sehr harten Bahn gelaufen wurde. Natürlich trifft sie auf starke Gegner, aber sie ist bereit, eine gute Leistung zu zeigen."
