Am Samstag wird Liza Josselyn wohl als Favoritin in den Prix Bold Eagle gehen. Es könnte nach dem Sieg im Criterium Continental schon der zweite Gruppe I-Treffer in diesem Winter für die Tochter von Belina Josselyn werden. Weiterhin im Jahrgang engagiert, trifft sie aber auch auf Liberte du Choisel, die Liza Josselyn im laufenden Meeting schon einmal sehr deutlich bezwungen hat.
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Obwohl sich Liza Josselyn mit dem Erfolg im 'Continental' direkt für den Prix d’Amerique qualifiziert hat, war die Versuchung nicht beonders groß. Der Stall hat den Samstag als großen Zieltag ausgewählt, um im Jahrgang zu verbleiben. Auch die verletzungsbedingte Streichung von Jushua Tree im Amerique änderte nichts mehr an der Entscheidung. "Bleiben wir ruhig", erklärte Jean-Michel Bazire zu Wochenbeginn.
"Man muss sie inzwischen nicht mehr vorstellen. Sie kann sowohl aus dem Feld kommen, als auch von vorne gehen. Und die 2.700 Meter werden für sie kein Problem sein. Alle Zeichen stehen auf Grün, also sollte es funktionieren. Wie im Criterium Continental wird sie ohne Eisen antreten, und ich denke, sie hat wieder eine Siegchance. In jedem Fall geht es ihr sehr gut", erklärte Jean-Michel Bazire gegenüber dem ParisTurf.
Quelle: SETF
Wie schon im Prix de Croix, muss JMB verletzungsbedingt den Sulky seinem Sohn Nicolas überlassen. Im Falle eines Sieges würde Liza Josselyn in die Fußstapfen ihres Trainingsgefährten Jushua Tree treten. Dem einzigen Pferd, dem seit Einführung dieses Rennens im Jahr 2021 das Double 'Continental-Bold Eagle' gelungen ist.
Lombok Jiel - der stärkste Hengst?
In Abwesenheit von Frank Gio, Lovino Bello und Bullet The Bluesky, die am Sonntag im Prix d’Amerique antreten werden, scheint Lombok Jiel die beste Chance unter den Hengsten zu haben. Der Drittplatzierte des Prix de Croix vom 10. Januar, gewonnen von Liza Josselyn, kann auf eine Revanche hoffen. Sein Trainer Jean-Luc Dersoir zeigt sich zuversichtlich: "Er hat sich seit seinem letzten Start weiter verbessert und am Montag in Grosbois gut gearbeitet. Er ist in Topform. Ich erwarte natürlich, dass er unter den ersten Drei ins Ziel kommt."
Liberte de Choisel, die mit nur 13 Rennen die am wenigsten erfahrene Teilnehmerin im Feld ist, ist die einzige, die Liza Josselyn in diesem Winter im Prix Ariste Hemard (GR II) schlagen konnte. Logischerweise tritt sie nun erstmals auf Gruppe I-Niveau mit berechtigten Ambitionen an. Lord du Gers, ein weiterer von drei Bazire-Vertretern (neben Fellow Wise As), tritt nur sechs Tage nach seinem zweiten Platz im Prix de Mirande (GR III) wieder an. Er wird von Eric Raffin gesteuert. In diesem internationalen Rennen werden auch die ausländischen Starter keine bloße Nebenrolle spielen. Phantom Express, erneut hinten barfuß, sowie Free Time Jepson, der zuletzt im Prix de la Cote d’Azur (GR III) nur an der überragenden Harley Gema scheiterte, dürfen sich ebenfalls berechtigte Hoffnungen machen.
