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Pierre Levesque blickt zurück

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News Frankreich Trab, 23.01.23

 

(hen) Auch wenn man ihn immer weniger im Sulky sieht, gehört Pierre Levesque zu den besten Profis seiner Generation. Mittlerweile haben seine Kinder Thomas und Camille viel Arbeit im Stall übernommen, aber in der Arbeit ist er immer noch dabei. Ohne einen Gedanken aufzuhören, blickt Levesque im Interview mit Equidia auf seine Karriere zurück.

Equidia: "Welches ist das beste Pferd, dass Sie je gefahren haben?"

PL: "Offshore Dream! Ich hatte auch das Glück Meaulnes Du Corta zu haben, aber ohne zu zögern muss ich Offshore Dream nennen. Mit fünf Jahren war er schon phänomenal und im folgenden Jahr war er wieder da und bestätigte das mit seinem zweiten Prix D´Amerique, aber er war nicht mehr ganz derselbe. Man muss aber auch sagen, dass er schon 2jährig lief. Es waren zwei große Siege, die er nicht geschenkt bekam. Sein Charakter, sein Umgang, er war ein perfektes Pferd."

Equidia: "Welches Pferd häten Sie gerne trainert?"

PL: "Ich würde Ourasi sagen, der mich so sehr überrascht hat. Er war so lässig, aber wenn er in die letzte Kurve kam, drehte er auf und war beeindruckend. man musste versuchen ihn nach Gefühl zu trainieren und nicht wie ein "normales" Pferd. Ich mag diese Art von Pferden, wo Du in der Arbeit eine Lösung finden musst, damit sie im Wettkampf alles aus sich herausholen können."

Equidia: "Welcher Fahrer hat Sie besonders beeindruckt?"

PL: "Für mich ist das Jean-Rene Gougeon. Als ich noch sehr jung war, war er der Fahrer meines Großvaters. Er war immer sehr nett zu mir und erlaubte mir 1987 an meinem ersten Prix D´Amerique mit Petit Sam teilzunehmen. Er war meinem Großvater sehr dankbar und gab mir etwas zurück. Ich hatte ihn beim Fahren beobachtet. Er fuhr meist mit Uhr und war oft vorne weg, behielt aber immer die Zeit im Auge. Er hat alles gewonnen und ist noch Rekordhalter in vielen Rennen."

Equidia: "Welcher Sieg hat Sie am meisten geprägt?"

PL: "Der erste mit Offshore Dream im Amerique. Mein Großvater hat das Rennen fünfmal gewonnen und deshalb war es mir sehr wichtig. Es war sehr emotional, weil ein wenig unerwartet. Wir nahmen mit viel Glück teil, weil er zuvor das Criterium Continental gewonnen hat. Das hat uns gut gefallen. Die Party dauerte eine Weile..."

Equidia: "Was ist Ihr größter Stolz?"

PL: "Der Erfolg meiner Kinder. Beide gewannen Gruppe I. Thomas sticht als Trainer hervor und Camille als Jockey. Sie kann sehr gut reiten und er ermöglicht den Pferden Karriere zu machen. In erster Linie mit Respekt vor dem Tier. Das ist sehr wichtig."

Equidia: "Pierre Levesque ist eine Art von Fahrer, die viele Rennbahnbesucher geprägt hat. Aber man sieht sie immer weniger im Sulky..."

PL: "Ich habe nicht mehr die gleiche Freude am Fahren. Das ist ein Job für junge Leute. Da muss man mit dem Kopf immer bei der Sache sein. Wir züchten natürlich immer noch und sind immer noch präsent. Morgens dagegen ist die Motivation immer noch gleich. Ich bin immer noch begeistert beim Training dabei."

Equidia: "Was halten Sie von der neuen Fahrergeneration?"

PL: "Es ist derzeit ein wenig reserviert für eine "Elite". Etwa ein Dutzend ist sehr präsent. Das änderte sich ein wenig mit den Agenten. Aber sie sind sehr talentiert. Rennen sind taktisch, aber das war es schon immer. Das hat mir persönlich schon immer gefallen, die taktische Seite des Wettkampfes."

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