News Frankreich Trab, 12.05.2026
(hen) Am Mittwoch wird Benoit Robin wieder selbst hinter seiner Lunella Leman sitzen, wenn das Gespann im Prix du Perreux (GR III), dem Hauptereignis der Veranstaltung, antreten wird. Der 41jährige Trainer stellte sich vor diesem Rennen den Fragen des ParisTurf. Dabei sprach er über seine Ambitionen mit der Tochter von Boccador de Simm, sowie seinen Saisonstart. (Foto:@scoopdyga)
Nachdem LUNELLA LEMAN am 11. April mit dem Prix Henri Levesque bereits ein Gruppe II-Rennen gewinnen konnte, ist die 5jährige keine Unbekannte mehr im Jahrgang. Mit dem starken Sieg im Rücken, der in 11,0/2.700 Meter auch einen neuen Rennrekord seit der Distanzverlängerung bedeutete, besitzt sie erneut eine hervorragende Chance.
"Sie war zuletzt enorm stark", betont ihr Trainer. "Lunella war zuvor zweieinhalb Monate nicht gelaufen, aber sie liebt es, frisch an den Start zu kommen, und der Abstand zwischen den Rennen passt ihr sehr gut. Seit zwei Wochen ist sie wieder in Grosbois, um auf dieses Rennen vorbereitet zu werden. Und die Stute ist wirklich in bester Verfassung. Sie steigert sich weiter. Wenn genügend Tempo im Rennen ist und sie den passenden Verlauf bekommt, wäre ich enttäuscht, wenn sie nicht auf dem Podium landet. Sie ist bereit, eine starke Leistung zu zeigen. Ich habe sie immer sehr gemocht, und obwohl ihr früher etwas Durchzugskraft fehlte, hat sie Ende letzten Jahres deutlich an Geschwindigkeit gewonnen. Anfang des Jahres hat sie bereits etwas Besonderes gezeigt, als sie Lord du Gers schlug. Und inzwischen ist sie wirklich komplett geworden."
Das Criterium im Visier
Der in Louvigne (Departement Mayenne) ansässige Trainer, der mit seinem Champion Hussard du Landret bereits große Erfolge auf höchstem Niveau feiern konnte, setzt nun auf das neue Aushängeschild seines Stalls. "Wenn ihr nichts passiert, habe ich große Hoffnungen mit dieser Stute. Wir haben uns Zeit mit ihr gelassen, und sie hat nie enttäuscht. Sie ist erst fünf Jahre alt, das lässt auf eine schöne Zukunft hoffen. Das Criterium der 5jährigen, das in vier Monaten stattfindet, habe ich im Hinterkopf. Die Konkurrenz wird stark sein und der Jahrgang ist hervorragend, aber wenn alles gut läuft, wird sie teilnehmen und wir werden versuchen, eine gute Rolle zu spielen. Das ist das Ziel. In diesem Alter bin ich mir nicht sicher, ob Hussard schon so gute Zwischenzeiten gelaufen ist, auch wenn er mit vier Jahren Zweiter im Criterium Continental war. Er hat am Ende 1,2 Millionen Euro gewonnen, davon ist sie noch weit entfernt, aber wir kennen ihre Grenzen noch nicht. Es ist schwierig, die beiden zu vergleichen, aber ich spüre, dass sie etwas Besonderes hat."
Über Hussard du Landret sagt Robin weiter: "Er widmet sich jetzt seiner neuen Aufgabe als Deckhengst. Seit diesem Jahr läuft er keine Rennen mehr, deshalb ist es etwas ruhiger. Wie bei vielen Hengsten der zweiten Reihe."
Starke Chancen in den kommenden Tagen
Benoit Robin, dessen Stall rund vierzig Pferde umfasst, einschließlich Nachwuchspferde, zählt etwa zwanzig Startpferde. In den kommenden Tagen verfügt das Quartier über weitere interessante Kandidaten. "Krome brauchte beim letzten Mal ein echtes Rennen, aber ich denke, dass er sich am Donnerstag in Nantes gut präsentieren kann. Kakou Aldo hat zuletzt in Cholet überzeugend gewonnen und kann das wiederholen, wenn er keinen Fehler macht. Nikita Erca, die Hussard diesen Winter seinen ersten Sieg als Deckhengst bescherte, wird bald in Lyon ihr Comeback geben (21. Mai). Das ist eine Stute, die wir sehr schätzen. Am 19. in Vincennes hat Nemrod Burois ein passendes Rennen an der Gewinnsummengrenze. Ich habe ihn den ganzen Winter vorsichtig aufgebaut und er hat sich mit jedem Rennen gesteigert. Das ist ein gutes Pferd.
Nova Tim ist ebenfalls sehr talentiert, auch wenn sie noch keinen Sieg errungen hat. Sie trifft immer auf starke Konkurrenz. Sie wird am 26. Mai erneut in einem Gruppe II-Rennen (Prix Ozo) antreten, weil ich keine andere Wahl habe. Der Jahrgang der 3jährigen ist ziemlich stark, und auch der Jahrgang der 2jährigen sieht vielversprechend aus. Der Bruder von Nova Tim, Orion de Timm, ist interessant. Vier oder fünf junge Pferde entwickeln sich sehr gut, darunter Olympe Baraka und Oui Go, zwei Nachkommen von Hussard."
Zudem lobt Benoit Robin sein Team: "Vincent Reze kümmert sich im Winter um alle jungen Pferde. Er leistet großartige Arbeit, ebenso wie seine Tochter Lylou, die gerade zum Team gestoßen ist, und Francois Mabile, der das ganze Jahr in Grosbois bleibt. Eigentlich fehlt mir noch ein zusätzlicher Mitarbeiter, um optimal aufgestellt zu sein. Außerdem kommt Jacky Neveux zwei- bis dreimal pro Woche unterstützend vorbei. Meine Partnerin Celine hilft mir ebenfalls, und meine Kinder unterstützen mich voll und ganz!"
"Yankee-Sulky hat mir sehr geholfen"
Mit mehr als 450 Siegen als Fahrer konzentriert sich der Mann, den man "den Großen" nennt, heute hauptsächlich auf seine eigenen Pferde, auch wenn er immer noch bereit ist, "gerne einem Kollegen auszuhelfen".
"Ich habe das Fahren immer geliebt, aber seit dem Auftreten der Fahreragenten ist die Zeit, in der ich viele fremde Pferde gefahren habe, mehr oder weniger vorbei. Früher ließ ich meine Pferde häufiger von anderen fahren, aber wenn ich sie selbst fahre, weiß ich besser, wo sie stehen. Lange Zeit hatte ich wegen meiner Körpergröße Rückenprobleme, aber im Moment geht es mir gut. Vor allem seit der Einführung des Yankee-Sulkys fühle ich mich überraschenderweise wohler. Anfangs hatte ich etwas Angst davor, aber die gestrecktere Sitzposition hat mir letztlich sehr geholfen."
Ein Team, das in jeder Hinsicht funktioniert
"Der erste Teil des Jahres läuft gut. Wir haben keine fünfzig Pferde am Start, aber alle, die laufen, liefern ab. Das ist ordentlich, und insgesamt liege ich im Rahmen meiner üblichen Ergebnisse. Einige 3jährige müssen noch debütieren. Ich arbeite weiterhin mit Herrn Daniel zusammen, dem Züchter von Hussard du Landret. Wir haben noch dessen Bruder Joyeux du Landret, der eine gute Saison haben sollte, und außerdem noch drei P-Pferde. Man sieht Herrn Daniel und seinen Sohn momentan etwas seltener, weil sie gesundheitliche Probleme haben, aber unsere Beziehung bleibt selbstverständlich unverändert. Unter den anderen Züchtern arbeite ich insbesondere mit Arnaud Deniau und dem Ecurie Minier zusammen. Insgesamt sind die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, sehr loyal. Somit läuft alles läuft."
