Nachschau München-Daglfing, Donnerstag 28.08.2025
Barolo Rosso siegt zum Auftakt – Perceval endlich wieder siegreich – Global Fair Play über den langen Weg stark – Aconcagua baut die Serie aus – Forrest Big Effe punktet beim Debüt – Major Sheba H legt nach – Perfect Dream mit erfolgreichem Bayern-Debüt.
Sieben Rennen umfasste die PMU-Matinee am Donnerstag in Daglfing und hatte der ein oder andere auf Überraschungssieger gehofft, wurden diese Wünsche nicht erfüllt, denn bis auf eine Ausnahme siegten jeweils die favorisierten Pferde.
Schon zum Auftakt punktete mit Barolo Rosso (S. Hiendlmeier) der Gemeinte. Nach einem Rennen im Mittelfeld, rückte der Schub-Schützling in zweiter Spur bis an die Seite des Piloten Umbesi (T. Karten). Bis in die Geraden liefen beide Pferde Kopf an Kopf, danach hatte Barolo Rosso die besseren Reserven und siegte schließlich in 1:15,3 / 2.100 m leicht gegen den Franzl-Kandidaten.
Nachdem Perceval (M. Gramüller) in diesem Jahr noch auf einen Sieg wartete, war das Handicap aus den Bändern die passende Aufgabe. Sofort an die Spitze gelangt, dosierte Gramüler das Tempo in der Folge geschickt und hatte ausreichende Reserven um gegen den mit Zulage ausgestatteten Iamtheonewhoknocks (M. Fleschhut) und gegen den unterwegs fehlerhaften King des Ves (J. Sparber) das bessere Ende für sich zu haben.
Die über lange 2.600 m führende Klasse bis 4.700 EUR hätte beinahe mit einer Sensation geendet. So konnte Super Pro LR (R. Haller), die als Favoritin ins Rennen gegangen war über den langen Weg nicht überzeugen und musste bereits frühzeitig Grenzen erkennen. Anders lag der Fall bei Global Fair Play (R. Pletschacher), der sich auf der langen Distanz sichtlich wohl fühlte und mit einem klaren Vorteil in den Einlauf einbog. Nicht zu rechnen war dagegen mit einem vehementen Schlussangriff von Kador du Choquel (F. Veit), der mit jedem Meter näherkam und im Ziel, zeitgleich mit dem Sieger auf dem zweiten Rang anschlagen konnte.
Einen Sieg für Rudi Haller gab es ein Rennen später durch Aconcagua. Der Hengst der Familie Gruber zog vorzeitig an die Spitze, sah sich zeitweilig dem Druck von Take Five (L. Grundhöfer), dem er widerstand und auch der zum Schluss sehr schnell werdende Valesco (M. Bock), der nach Pause aus zweiter Reihe sehr gut gefallen konnte, schaffte es nicht den Orlando Vici-Nachkommen vom Platz an der Sonne zu verdrängen.
Zu einem ungefährdeten Debüt-Erfolg kam Forrest Big Effe (M. Bock), der lange Zeit im Fahrwasser des Trainingsgefährten God save the King (M. Gramüller) zu sehen war. Eine Runde vor Schluss wechselte Marisa Bock mit ihrem Kandidaten in die Außenspur und Lukas Strobl versuchte sich mit Lovefool sogar in der dritten Spur, kam aber nicht entscheidend weiter und wurde im Einlauf wegen unreiner Gangart disqualifiziert. Dagegen schaltete Forrest Big Effe im Einlauf einen Gang nach oben und kam so zum leichten Sieg über God save the King und El Chapo (A. Geineder).
Einen weiteren Treffer verbuchte Major Sheba H (C. Fischer), der nach dem Start sofort das Kommando übernahm und in der Distanz souverän gegen Major Greenwood (R. Haller) und Lennarth (V. Schwaiger) punktete.
Zu seinem ersten Treffer in der neuen Heimat Bayern kam zum Abschluss Tom Karten, der seinen Perfect Dream an die Spitze steuerte und fortan keine Mühe hatte, die stark eingeschätzten Ocean Eyes (S. Hiendlmeier) und Postillion (P. Platzer) übelregen in die Schranken zu verweisen. Im Ziel standen für Perfect Dream bärenstarke 1:14,2 / 2.100 m zu Buche und der Wallach bot einen Vorgeschmack auf das, was man in den kommenden Monaten vom ihm in Bayern erwarten kann.
Weiter geht es in Daglfing am 14.09.2025 mit dem traditionellen Hacker-Pschorr Bayern-Pokal-Renntag an dem auch die Halbfinals des Dreijährigen-Kriteriums und TCT-Läufe für 2- und 4-jähirge ausgetragen werden.