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Kein Platz für ein Klassisches Zuchtrennen?

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News Deutschland Trab, 16.11.2022

 

(heisterfeldshof-press) Am Mittwoch der vergangenen Woche trafen sich die Vertreter der A- und B-Bahnen in den Räumlichkeiten des Hauptverbands für Traberzucht und legten die Renntermine für das kommende Jahr fest. Das Resultat ist ein schwerer Schlag sowohl für den Rennverein Heisterfeldshof als auch für die Charity-Aktion For Children Living und macht die Durchführung des erst in dieser Saison mit großem Erfolg eingeführten »Ben Schiffmann-Memorials« als Klassisches Zuchtrennen beinahe unmöglich. In Bedburg-Hau reagiert man mit Unverständnis.

 

»Ich kann es bis heute noch gar nicht so recht glauben, aber man hat unseren Antrag für den zweiten September-Sonntag abgelehnt und uns stattdessen den Samstag (9. September) sozusagen zugeteilt. Das alles geschah ohne unsere Anwesenheit, denn wir waren als C-Bahn ja nicht zur Sitzung eingeladen. Man hat uns nicht einmal telefonisch kontaktiert und auf eine offizielle Mitteilung bzw. Begründung warten wir bis heute«, teilt ein sichtlich konsternierter Uwe Zevens mit.

 

Nur aus Teilnehmerkreisen erfuhr man auf dem Heisterfeldshof, dass der Berliner Trabrenn-Verein in Person von HVT-Vize Ulrich Mommert gegen den »Niederrhein-Renntag« am 10. September intervenierte, weil er einen Schutz für seinen Renntag am selben Tag als erforderlich betrachtete. Man befürchtete auf der Derby-Bahn, dass die Zuchtrennveranstaltung im äußersten Westen der Bundesrepublik zu viele Fahrer anziehen würde und damit eine Bedrohung für das Zustandekommen eines eigenen Programms entsteht. Der zweite Stellvertreter von HVT-Präsidentin Maren Hoever, Heinz Tell, soll daraufhin eine Abstimmung angeregt haben, in der schließlich nur drei Teilnehmer gegen den Antrag des Hauptstadt-Vereins stimmten.

 

»Sollte sich das alles wie geschildert abgespielt haben – woran ich keinen ernsthaften Zweifel habe – dann wurde hier in einem meines Erachtens äußerst fragwürdigen Verfahren beschlossen, dass eine so genannte A-Bahn die Veranstaltung einer so genannten C-Bahn blockieren kann, nur wenn sie ihre Interessen bedroht sieht«, schlussfolgert Uwe Zevens, dem im Vorfeld bereits entsprechende Pläne offenbart worden waren. »Das gilt entgegen der Absichtserklärungen aber offensichtlich nur für den Rennverein Heisterfeldshof, denn soweit ich das überblicken kann, haben alle anderen ländlichen Veranstalter ihre Sonntagstermine genehmigt bekommen. Es geht sogar noch weiter. An dem von uns beantragten 10. September findet man auf dem bereits veröffentlichten Terminkalender unter Berlin-Mariendorf nun die scheinbar als ungefährlich eingestuften Kollegen aus Stove, die meines Wissens einen Tag im August beantragt hatten mit dem Verweis gerne auf den zweiten September-Sonntag zu gehen, wenn wir diesen Tag nicht beanspruchen«, fügt der Vorstandsvorsitzende in Bedburg-Hau hinzu.

 

Wie man nach all dem nun mit seinem »Niederrhein-Renntag« auf Samstag, den 9. September gelangt ist, weiß man auf dem Heisterfeldshof nicht, ist damit aber sehr unzufrieden. Das Event ist seit jeher als Familien-Renntag konzipiert und kann am Sonnabend nur bedingt erfolgreich sein. »Wir wissen aus Erfahrung, dass die Veranstaltung am Sonntag erheblich besser besucht wird und dementsprechend auch deutlich höhere Umsätze generiert. Diese sind selbstverständlich dringend notwendig, um bspw. ein Rennen wie das mit für deutsche Verhältnisse außergewöhnlichen 50.000 Euro dotierte Ben Schiffmann-Memorial finanzieren zu können. Genau wie der Berliner Trabrenn-Verein hätten wir uns hier allerdings unabhängig von teils nicht mehr zeitgemäßen Kategorisierungen in A-, B- und C-Bahnen eigentlich den Schutz unseres Renntags gewünscht im Interesse unseres viel zu oft vor leeren Rängen ausgetragenen Sports, aber ganz besonders für die Aktion For Children Living zu Gunsten der Kinderkrebsklinik in Düsseldorf. Ein Großteil der Spenden ist schließlich abhängig vom Erfolg des Niederrhein-Renntags«, betont Uwe Zevens.

 

Wie es nun weiter geht in der Angelegenheit ist offen. Der Rennverein Heisterfeldshof wartet nach wie vor auf ein offizielles Schreiben des HVT und will das weitere Vorgehen in einer Sitzung in der letzten November-Woche abstimmen. Uwe Zevens ist jedoch grundsätzlich entschlossen alle Hebel in Bewegung zu setzen, allein um das »Ben Schiffmann-Memorial« zu erhalten und den Aktiven ein möglichst großes Publikum zu bieten, kämpft aber noch viel mehr für den Erfolg der Aktion For Children Living. »Wir haben bisher große Unterstützung für die krebskranken Kinder aus dem Traberlager erfahren. Das gilt vollumfänglich auch für den Berliner Trabrenn-Verein. Nicht zuletzt deswegen hoffe ich am Ende doch noch eine einvernehmliche und gute Lösung für alle Beteiligten zu finden«, glaubt Zevens trotz allem weiter an die Ratio und bleibt zuversichtlich.


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