Vorschau Berlin-Mariendorf,Sonntag 22.03.2026
Die Veranstaltung ist Rolf Hafvenström gewidmet, der am Sonntag 80 Jahre alt wird. Im sportlichen Mittelpunkt stehen die mit 26.000 Euro Preisgeld dotierten Läufe der Gold- und Newcomer-Serien. Start des 1. Rennens um 13.00 Uhr. Qualifikationen und Vorab-Interviews bereits ab 12.15 Uhr.

Alter Schwede – wie schnell die Zeit vergeht! Dieser Gedanke schießt einem angesichts der Tatsache, dass Rolf Hafvenström am kommenden Wochenende 80 Jahre alt wird, mit Sicherheit durch den Kopf. Anlässlich seines runden Wiegenfestes ist die Mariendorfer Veranstaltung dem Skandinavier gewidmet, der schon seit Ewigkeiten in Berlin beheimatet ist und in seiner Karriere bisher 2.307 Siege erzielte. Das Geburtstagskind wird am Sonntag zwar nicht selber in den Sulky steigen, aber würdig vertreten. Denn das Starterfeld ist wahrlich international. Neben deutschen Spitzenprofis wie Michael Nimczyk und Josef Franzl und holländischen Fahrern wie Danny Brouwer, Marciano Hauber und Robbin Bot darf sich das Publikum auf einen echten Star-Gast freuen! Der Italiener Roberto Vecchione, der zu den absoluten Topleuten seines Landes gehört, gibt nämlich erstmalig seit 2023 wieder seine Visitenkarte in der Hauptstadt ab. Damals hatte Vecchione an einem der Derby-Vorläufe sowie am renommierten Charlie-Mills-Memorial teilgenommen, wobei es jeweils um 20.000 Preisgeld ging.
Die gleiche Summe steht nun auch beim Auftakt der Gold-Serie, dem 7. Rennen, auf dem Spiel. Und Vecchione wird zweifellos heiß auf einen Sieg sein – denn falls sich der Chronist nicht täuscht, datiert der einzige volle Erfolg des 62-jährigen Italieners auf der Derby-Bahn auf den Juli 2006 zurück! Kaum verwunderlich angesichts seiner äußerst seltenen Mariendorfer Engagements – für die Zukunft bleibt aber aufgrund Vecchiones intensiver Zusammenarbeit mit dem nun für das Gestüt Lasbek tätigen Trainer Holger Ehlert zu hoffen, dass er die Tempelhofer Piste häufiger aufsuchen wird. Der Gold-Lauf wird für seinen vierbeinigen Schützling mit dem ungewöhnlichen Namen Geiles Leben Home allerdings kein Spaziergang. Mit ihrer Gewinnsumme von fast 135.000 Euro besitzt die erst vierjährige Stute im achtköpfigen Teilnehmerfeld zweifellos einen hohen Stellenwert. Aber gegen die älteren Traber ist es für junge Pferde naturgemäß schwer.
Zumal sich gleich mehrere routinierte Großkaliber unter Vecchiones Gegnern befinden. Bayard (Robbin Bot) drang bei seinen letzten Pariser Starts zwar nicht ganz durch, lieferte zuletzt aber eine Rekordverbesserung auf grandiose 1:10,2 ab. In den Zehnerbereich stieß auch Cosmea (Michael Nimczyk) vor, die in der vergangenen Saison eine absolut sensationelle Entwicklung hingelegt hat und aktuell zu den besten deutschen Pferden gehört. Tyron Hill (Josef Franzl) hat nach ewig langer Verletzungspause voll und ganz zu alter Stärke zurückgefunden und dass Hooper des Chasses (Danny Brouwer) innerhalb von nur etwas mehr als einem Jahr rund 95.000 Euro Prämie verdient hat, sagt eigentlich alles. Dass das Starterfeld von Formtrabern wie Kendall Jackson (Martin Redl), Exclusive Fire (Kalle Krohmer) und Orkan Bo (Marciano Hauber) abgerundet wird, macht das Ganze endgültig perfekt. Wohl nur selten in der bisherigen Geschichte der Gold-Serie war ein Lauf qualitativ derartig stark.
Auch unter den sieben Teilnehmern des mit 6.000 Euro dotierten Newcomer-Laufs, der als 5. Rennen ausgetragen wird, befindet sich kein einziger Vollstreicher. Stattdessen sind gleich drei frische Sieger aufgelistet. Nämlich der nach vier Starts noch ungeschlagene Pirate Newport (Michael Nimczyk), der dreimal in Serie auftrumpfende Private Banker (Marciano Hauber) sowie die Anfang März in Mariendorf erfolgreiche Orla Greenwood (Thomas Buley). Roberto Vecchione steuert hier Uberlandia, die mit 1:13,9 den schnellsten Rekord im Feld aufweist. Mächtig rasant sind ebenfalls auch Pleasure Transs R (Danny Brouwer) sowie Gigio Effe (Kevin Brunner) unterwegs und auch Xandor (Roman Matzky) kann bei einem optimalen Verlauf dazustoßen.
Gute Siegchancen besitzt Roberto Vecchione vor allem gleich zu Beginn der Veranstaltung. Im 1. Rennen ist Veritas für den ersten Volltreffer der Laufbahn geradezu überfällig und beim anschließenden Auftakt der V7+ Wette darf sich der Italiener mit der ebenfalls für die Lasbeker Farben antretenden Debütantin Urbina einiges ausrechnen. Deren beiden Hauptgegner dürften Puck Pasel (Marciano Hauber) und Jackstone (Dennis Spangenberg) sein. Das 3. Rennen ist ein Trotteur Francais, in dem vieles davon abhängt, ob Ido d’Agice (Bernd Schrödl) im Kampf mit Henri de Jautais (Josef Franzl) auf den Beinen bleibt. In der vierten Tagesprüfung sind ebenso wie in der sechsten die Hobbyfahrer gefordert. Zunächst könnte sich die fünffache Siegesserie von Perfect du Grenat (Ferry Hollander) fortsetzen und eine gute Dreiviertelstunde später spricht ebenfalls nichts gegen den sechsten Volltreffer hintereinander für Parodie Vrijthout (Linda Matzy). Völlig offen ist dagegen das abschließende 8. Rennen. Hier werden viele Wetter auf Dexter CG (Dennis Spangenberg) setzen, der aber längst noch nicht zuhause ist.
Die Wett-Highlights am 22. März
Prämienausspielung um Wettgutscheine im Wert von 2.000 Euro über die Siegwette der Rennen 1-8.
2. Rennen: Start der V7+ Wette mit 10.000 Euro Garantie!
4. Rennen: Viererwette mit 4.000 Euro Garantie!
6. Rennen: Start der V3-Wette mit 5.000 Euro Garantie inkl. 2.000 Euro Jackpot
Unsere Tipps:
1) Veritas – Fiobinho – Out for Fame A.M.
2) Urbina – Jackstone – Puck Pasel
3) Ido d’Agice – Henri de Jautais – Jeps de Guoz
4) Perfect du Grenat – Zidane PS – Maharani GB – Karabatic
5) Pirate Newport – Privat Banker – Pleasure Transs R
6) Parodie Vrijthout – Olivia Greenwood – Karina Charisma
7) Bayard – Cosmea – Tyron Hill
8) Dexter CG – Maja Beuckenswijk – Euritmico Jet
