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Die zweite Runde der Newcomer- und Silber-Serie

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Vorschau Mariendorf, Sonntag, 01.03.2026

(hhü) Ein kompaktes Acht-Rennen-Programm bietet der Berliner Trabrennverein seinen Besuchern am kommenden Sonntag. Im sportlichen Mittelpunkt stehen dabei die jeweils zweiten Wertungsläufe zur Newcomer- und Silber-Serie.

Trotz der üppigen Dotation von 10.000 € sind für die Silber-Serie leider nur fünf Nennungen eingegangen. Daher ist diese Aufgabe auch das Auftaktrennen und nicht Bestandteil der mit dem zweiten Rennen beginnenden V7+, die wie immer mit einer Garantieauszahlung von 10.000 € ausgestattet ist.

 

In der Silber-Serie sollte Ronja Bo (Michael Nimczyk) nach ihrem lockeren Gelsenkirchener Sieg in der Vorwoche die klare Favoritin sein. Die KWM-Stute trifft hier auf die Stutenderby-Vierte Uranja (Christoph Schwarz), die nicht nur ihr Jahresdebüt gibt, sondern auch der erste Starter des neuen Lasbeker Trainers Holger Ehlert in Deutschland ist. Vergangenen Samstag landete das Quartier im französischen Amiens mit dem Zweijährigen Master Pit gleich einen siegreichen Einstand. Von den nur drei weiteren Startern sollte Mon General (Thomas Panschow) wohl die besten Karten haben.

Auch in der Newcomer-Serie wird es mit Magicblue (Christoph Schwarz) eine favorisierte Stute geben. Die Seriensiegerin aus dem Stall Gramüller spielte zuletzt in Mariendorf mit einer allerdings deutlich schwächeren Konkurrenz. Die stärkste Gegnerin könnte hier sogar aus dem eigenen Quartier kommen, denn Sarafina(Dennis Spangenberg) ist wahrscheinlich keinen Deut schlechter als die Indigious-Tochter, muss aber eine gut zweimonatige Pause überbrücken. Michael Nimczyk wird für das Gestüt Lasbek Uberlandia pilotieren, die sich in der Vorsaison als solide Durchschnittstraberin präsentierte. Da muss man abwarten, ob sich die nun vierjährige Stute über den Winter entscheidend verbessert hat.

In Zeiten des Startermangels sind die Rennen der Tippel-Tom-Talentförderung fast schon als Rettungsanker der Mariendorfer Winterrenntage anzusehen. Diesmal konnte die Gewinnklasse bis 7.000 € für Amateure und Nachwuchsfahrer sogar geteilt werden. In der ersten Abteilung dürfte die Finnin Pinja Mäkkinen mit der siegverwöhnten Pearl Newport beste Chancen haben, ihren zweiten Jahreserfolg zu landen. Nicht viel schlechter ist Desert Rain (Gerrit Föllmer), der allerdings seit Oktober ausgesetzt hat und dieses Rennen eventuell noch benötigen könnte. Daher könnten auch der solide Frodeno (Lasse Grundhöfer) und die aus dem Feld eingesetzte Wikileaks (Anja Biss) aktuell sogar gefährlicher für die Favoritin sein.

Deutlich offener präsentiert sich die zweite Abteilung. Pinja Mäkkinen hat hier den Dauerläufer Crazy Gaagaa RL zur Hand, der in der Vorwoche aus zweiter Reihe in einer sehr schnellen Schlussphase in Wien keinen Boden gutmachen konnte. In dieser harmlosen Aufgabe kann er das Tempo sogar außen herum selbst bestimmen. Mit Anna-Lisa Kunze sitzt die routinierteste Fahrerin hinter Stallgefährtin I Am Jet, die im Vorjahr bereits als Zweijährige in Italien siegreich war und hier erst ihr viertes Rennen bestreitet. Der zuverlässige Kenzo di Masi (Gerrit Föllmer) kann hier die Dreierwette komplettieren.

Die gewinnreichsten Pferde werden an diesem Nachmittag in einem Amateurfahren an den Start gehen. Der bayerische Gast Postillion (Peter Platzer) trampelte bei seinen beiden Erfolgen im Straubinger Matsch durch die Todesspur und rang bärenstarke Gegner förmlich nieder – er scheint aktuell in der Form seines Lebens zu laufen. Er muss hier eigentlich nur auf Waldgeist (Thomas Maaßen) achten, der auf dem schnellen Mariendorfer Geläuf von seiner etwas höheren Grundschnelligkeit profitieren könnte. Blizzard PS (Sebastian Gläser) scheiterte in der Vorwoche in Karlshorst mit dem sicheren Sieg vor Augen an einem vom Fahrer vermeidbar scheinenden Fehler. Er sollte auf Augenhöhe mit seinem Stallgefährten Othello PS (Caroline Gentz) sein, der ohne Eisen seine besten Rennen läuft.

Zum Auftakt der V7+ im zweiten Rennen präsentiert der Stall Gramüller mit der sehr schnellen Meraviglia Rosso (Christoph Schwarz) eine etwas wacklige Favoritin. Läuferisch steht die Vierjährige in diesem sehr überschaubaren Feld klar über den Gegnern, doch die Booster-Winner-Tochter ist sehr giftig und sprang bereits vor zwei Wochen in der Startphase. Sollte die knattrige Gramüller-Vertreterin zu heiß laufen, dann muss man mit California (Manfred Zwiener) gehen. Bei der ansonsten so zuverlässigen Seelust-Traberin sollte man den Fehler in der Startphase vor zwei Wochen als einmaligen Ausrutscher ansehen.

Gleich drei Siegkandidaten auf Augenhöhe hat die dritte Tagesprüfung. Hier muss Sambasamba (Michael Nimczyk), der am liebsten aus dem Feld heraus agiert, die sehr grundschnelle Olivia Greenwood (Dennis Spangenberg) einfangen, die mit ihren Stärken gerade in Mariendorf bestens zur Geltung kommen sollte. Das Team Gramüller schickt hier den stets sein Bestes gebenden Indy (Christoph Schwarz) ins Rennen, der sich in der Vorwoche außen herum in Straubing überlegen durchsetzen konnte.

Wie an den vergangenen Renntagen erhalten auch die Trabreiterinnen hier wieder die Gelegenheit ihr Können im Sattel zu zeigen. In einer Bänderstart-Aufgabe wird Ronja Walter vorneweg mit der Montè-Debütantin Marilyn Boko ins Rennen gehen, die sich nach langer Schwächephase nun wieder voll gefunden hat. Sehr gut steht auch Peyton Manning mit der zweifachen Jahressiegerin Maja Unterdörfer im ersten Band. Auf fast unglaubliche 11,7 über 2.300 m steigerte sich Villeneuf (Hannah Schmitz) in der Vorwoche im belgischen Mons. Der Fuchs ist das mit Abstand laufstärkste Pferd im Feld und sollte auch mit der Zulage von 20 m überhaupt keine Probleme haben. Er muss nur zeigen, dass er sich auch unter dem Sattel wohl fühlt. Das tut auf jeden Fall Troublemaker der mit seiner Lieblingsreiterin Anna-Lisa Kunze von eventuellen Ausfällen der Konkurrenz profitieren könnte.

Vor den Rennen finden noch zwei Qualifikationen/Probeläufe statt, in denen das Mariendorfer Urgestein Claudia Skoruppa nach über zwanzig Jahren ihr Comeback im Sulky geben wird.

 

 

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