Vorschau Wolvega, Freitag, 27.03.2026
(hhü) Vier PMU-Rennen und zwei weitere Rahmenprüfungen stehen am Freitagabend ab 19.15 Uhr in Wolvega auf dem Programm.
An diesem Abend sind in erster Linie die unteren Gewinnklassen angesprochen, die insbesondere in den beiden ersten Rennen auch großen Anklang in den Quartieren fanden.Zum Auftakt bekommen wir eine hervorragend besetzte Prüfung zu sehen, in der die Vierjährigen dominieren sollten. Profiles by Finish (Jeffrey Mieras) konnte bei ihrem ersten Auftritt nach fast halbjähriger Pause enorm beeindrucken und setzte sich in sehr schnellen 1.14,5 / 2.100 m durch. Trotz zweiter Startreihe könnte der Vierjährige hier ein Einsatzpferd für die Kombiwetten sein. Jaap van Rijn bietet Corsa’s Titan auf, der als frischer Doppelsieger ebenfalls ein Herausforderer von Profiles by Finish sein sollte, allerdings muss auch er der zweiten Reihe trotzen. Da steht der enorm zuverlässige Oakley Wood (Robin Bakker) mit der Startnummer fünf deutlich besser im Rennen. Auch Piet Schermer (Dion Tesselaar) und Poison Ivy Bros (Danny Brouwer) können auf gute Formspitzen verweisen.
Allerdings werden all diese sehr ordentlichen Pferde von einer Teilnehmerin überragt: Prishana Boko (Erwin Bot) war im Vorjahr in den Jahrgangsrennen sehr erfolgreich und spielt mit fast 55.000 € Gewinnsumme eigentlich in einer ganz anderen Liga. Durch ihre Teilnahme im Vorjahr an der Merwestaal-Talent-Challenge ist sie auch hier im Finale startberechtigt und findet somit eine perfekte Aufgabe zum Saisondebüt vor.
Sportlich deutlich weniger übersichtlich ist anschließend die Anfängerklasse, in der zehn Teilnehmer antreten werden. Wir beginnen hier mit Muse Royale (Floris Vandenabeele), deren kleinere Platzierungen in achtbaren Zeiten in dieser offenen Prüfung schon einiges wert sein könnten. Die Französin Nothing Compares (Robin Bakker) scheiterte beim Jahresdebüt noch an Fehlern, könnte aber gefördert hier durchaus eine Rolle spielen. Regina (Chiel Wildhagen) erzielte als Zweijährige schon schnelle Zeiten und hat sich für ihr Jahresdebüt eine denkbar günstige Aufgabe ausgesucht. Uber Brigadoon (Danny Brouwer) wurde zweijährig ein Sieg wegen unreiner Gangart aberkannt – ihn sollte man sich beim Aufwärmen sehr genau anschauen. Ohayou (Niels Jongejans) hat bereits ordentliche Formspitzen gezeigt und könnte in dieser sehr offenen Aufgabe ein gutes 2/3-Stellpferd sein. In der Hand von Jaap van Rijn dürfte auch der bislang sehr unsichere Panzano Beachtung finden.
In der dritten Tagesprüfung ist die untere Franzosenklasse unter Order. Hier könnte die zuletzt als Dritte sehr gut gelaufene Miracle Girl (Robin Bakker) möglicherweise ihren ersten Volltreffer in 2026 landen. Dazu muss sie aber King de Duffel (Jaap van Rijn) schlagen, der beim letzten Mal noch vor der Vierjährigen landete. Beide müssen sich vor Mystic d’Yvel (Michel Rothengatter) in Acht nehmen, der aus einer halbjährigen Pause kommt, aber im Vorjahr als Dreijähriger bereits überdurchschnittliches Talent verriet. Läuferisch kann auch Lone Ranger (Floris Vandenabeele) mithalten, der jedoch nicht immer den richtigen Gang findet und einfach sicherer werden muss.
Die vierte und bereits finale PMU-Premium-Prüfung ist den Amateuren vorbehalten. Diese Aufgabe könnte an Nebraska Lobell (Ferry Hollander) gehen, der beim zweiten Jahresstart sehr gut untergekommen ist und nach Klasse wohl nur von Novastar Draviet (Britt Grift) in Bedrängnis gebracht werden kann. Die de-Haan-Stute verfügt über sehr viel Laufvermögen, agiert allerdings recht unterschiedlich. In diesem Punkt ist Nebraska Lobell klar im Vorteil. Sehr starke Leistungen hat in diesem Winter auch Radinka Vrijthout (Wim Brouwer) gezeigt, die sich nun allerdings in eine anspruchsvollere Klasse gelaufen hat. Die sehr gute Beginnerin sollte mit dem günstigen Startplatz zwei eine veritable 2/3-Kandidatin sein. Für die braven Gotta be Brilliant (Kim Hagoort) und Max ter Sype (Yanick Mollema) geht es hier um ein kleineres Platzgeld.
