Einige Tage nachdem Trainer Thierry Duvaldestin in Frankreich seinen 4.000 Sieg erringen konnte, nahm er sich für 24h au Trot die Zeit für ein ausführliches Interview. Dabei erzählte er von seinen Anfängen, Wendepunkten seiner Karriere und seiner Arbeitsweise.
Als zweiter Trainer nach Jean-Michel Bazire hat Duvaldestin die Marke von 4.000 Siegen im französischen Trabrennsport überschritten und steht seit mehreren Jahren an der Spitze der Trainerwertung.
Mehr als 30 Jahre später nach Beginn der Karriere, hat er sich eine der beeindruckendsten Erfolgsgeschichten im französischen Trabrennsport aufgebaut, mit unter anderem vier Siegen im Prix d’Amerique, zwei im Prix de Cornulier und Erfolgen in sämtlichen Criterien.
Thierry Duvaldestin beschreibt sich selbst in erster Linie als Mann vom Land: "Ich bin ein Mensch der Erde, ein Bauer, wie meine Vorfahren", sagte er einmal in einem Interview mit 'Trot Infos'. Und er fügte hinzu: "Wenn ich mich als Pferdetrainer nicht hätte durchsetzen können, wäre ich in die Landwirtschaft gegangen. Dort liegen meine Wurzeln."
Eine Rückkehr zu diesen Wurzeln war jedoch nicht nötig, denn der Erfolg stellte sich ein. Auf dem Familienhof in La Ferte-en-Ouche, den er im Laufe der Zeit vollständig renovierte und umgestaltete, hat er sein Quartier bezogen und sein Imperium aufgebaut. Eine Hommage an seine Herkunft und an diejenigen, die ihn geprägt haben. Mit nunmehr 55 Jahren ist sein Stall, in dem seine Söhne Clement und Theo bereits eine zentrale Rolle spielen und als Nachfolger vorgesehen sind, zu einer festen Größe geworden.
24h au trot: "Vor einigen Jahren sagten Sie über Ihre Anfänge als Trainer: 'Ich bin ein Stück ins Ungewisse gestartet.' Wie blicken Sie heute auf den 23jährigen zurück, der Sie damals waren?"
Thierry Duvaldestin: "Ich dachte, ich würde einen kleinen Stall mit wenigen Pferden und einem Angestellten führen. Als ich angefangen habe, wusste ich überhaupt nicht, ob ich wirklich gut genug bin. Es war schwer, sich etwas vorzustellen. Ich hatte im Hinterkopf, dass ich etwas anderes machen müsste, wenn es nicht klappt. Wahrscheinlich wäre ich Landwirt geworden. Ich hatte zwar eine gute Ausbildung, mehrere Jahre bei Jean-Pierre Dubois und eine Erfahrung in Kanada mit jungen Pferden, aber das zählt nur am Anfang. Du weißt einfach nicht, ob du Rennen gewinnen wirst. Erst nach ein oder zwei Jahren kommt man richtig in Fahrt."
24h: "Wie haben sich diese allerersten Jahre als Trainer konkret gestaltet?"
TD: "Etwa anderthalb Jahre lang arbeitete ich für Herrn und Frau Forray, die einen sehr kleinen Stall in der Nähe von Moulins-la-Marche hatten. Jeden Tag war ich dort bis 13 Uhr beschäftigt, bevor ich am Nachmittag an den Arbeiten weitergemacht habe, die ich auf den zwanzig Hektar Land meiner Mutter begonnen hatte. Ich stamme aus der Gegend bei L’Aigle, wo ich meinen eigenen Stall aufbaute. In meinem Kopf wusste ich, dass mein Onkel und meine Tante jeweils ein Grundstück besaßen, das an das meiner Mutter angrenzte, und dass ich eines Tages die Möglichkeit haben würde, eine gerade Trainingsbahn anzulegen. Aber ich wusste noch nicht, wann."
24h: "War diese Gerade also von Anfang an Teil Ihres Projekts?"
TD: "Die ersten Geraden entstanden Anfang der 1990er Jahre, als ich mich selbstständig machte. Bei Jean-Pierre Dubois hatte ich bereits auf solchen Pisten trainiert. In meinem Aufbauprojekt war es daher entscheidend, die Möglichkeit für eine Gerade einzuplanen. Allerdings musste ich zunächst meinen Lebensunterhalt verdienen und mir die entsprechenden Grundstücke von meinem Onkel und meiner Tante kaufen, bevor ich mit diesen Arbeiten beginnen konnte. In den ersten fünf oder sechs Jahren hatte ich nur eine Rundbahn. Ich musste also zunächst mit dieser 1.000-Meter-Bahn Ergebnisse erzielen."
24h: "Wie würden Sie Ihre Anfänge beschreiben?"
TD: "Wenn man jung ist, sieht man die Risiken nicht wirklich. Man arbeitet wie verrückt. Es ist die Unbeschwertheit, die einen trägt. Sobald die Maschine einmal läuft, setzt man sich regelmäßig neue Ziele. Ich erinnere mich, dass mein erstes Ziel als Trainer war, 100 Rennen zu gewinnen. Zehn Jahre später war es dann ein ganz anderes - nämlich 100 Rennen in einem Jahr zu gewinnen. Und so ging es immer weiter."
24h: "Mehr als 4.000 Siege zu Beginn des Jahres 2026, ein Durchschnitt von 125 Erfolgen pro Jahr in den letzten zwanzig Saisons, ein Rekord von 257 Siegen in einem Jahr (2023). Was bedeutet Ihnen das?"
TD: "Das sind Zahlen, die ich mir früher angeschaut habe, heute weniger. Natürlich ist das sehr zufriedenstellend. Vor allem, weil sie mit einer überschaubaren Anzahl an Pferden erreicht wurden."
24h: "Was heißt das konkret?"
TD: "Es geht nicht darum, zwanzig Rennen zu fahren, um eines zu gewinnen. Ich lege großen Wert auf die Gewinnquote. Seit meinen Anfängen liegt sie bei etwa 24%. Ehrlich gesagt glaube ich, dass das kaum jemand erreicht. Schon in meinen ersten Jahren als selbstständiger Trainer war das meine Arbeitsweise. Ich lege großen Wert darauf, dass meine Pferde optimal vorbereitet sind, auch wenn das bedeutet, dass an einem Tag weniger von ihnen starten.
Jede Methode kann funktionieren, je nach Struktur und Organisation. Aber ich persönlich mag es nicht, überlastet zu sein und hektisch arbeiten zu müssen. Ich arbeite lieber ruhig und strukturiert. Deshalb beschränke ich mich bewusst auf eine begrenzte Anzahl an Pferden, um so arbeiten zu können, wie ich es für richtig halte."
24h: "Wie groß ist heute Ihr idealer Pferdebestand im Training?"
TD: "Wir haben etwa fünfzig Pferde im Rennbetrieb. Mehr ist in unserer Organisation nicht möglich. Darüber hinaus könnten wir es nicht mehr richtig bewältigen. Es gibt natürlich Rotationen, etwa zwischen den Pferden des Wintermeetings und denen, die für die Sommersaison vorgesehen sind. Damit es den Pferden gut geht, insbesondere was Boxen und Paddocks betrifft, kann mein Betrieb nicht mehr aufnehmen. Im Trainingsbereich arbeiten wir etwa zu fünfzehnt."
24h: "Geht ein solcher langfristiger Erfolg auch mit Zweifeln oder zumindest mit Fragen einher?"
TD: "Ich hatte das Glück, keine schweren Rückschläge zu erleben, keine großen Epidemien im Stall oder Unfälle, die mich hätten stoppen können. Aber ich zweifle ständig. Zweifel können auch eine Stärke sein. Die Arbeit wird dann zu einer Art Rückzugsort. Ich konzentriere mich auf meine Arbeit und schaue nicht darauf, was in anderen Ställen passiert. Vielleicht kommt noch etwas hinzu: Ich habe mentale Stärke in meiner Arbeit. Das hilft, voranzukommen."
24h: "In Ihrer Karriere scheint der Sieg von Lulo Josselyn im Criterium der 4jährigen 2003 ein Wendepunkt gewesen zu sein. Sehen Sie das auch so?"
TD: "Ganz genau. Das war ein großer Erfolg mit 'Lulo', der leider später an einer Kolik eingegangen ist. Wir hatten ihn im September bei einer Auktion gekauft, weil der Bestand reduziert wurde. Und schon Anfang Mai gewann er das Criterium. Ich hatte ihn in der Provinz entdeckt. Obwohl er ein gesundheitliches Problem hatte, bin ich das Risiko eingegangen, ihn zu kaufen. Es war mein erster Gruppe I-Sieg als Trainer und Fahrer. An diesem Tag habe ich die Besten geschlagen. Das hat mein Selbstvertrauen natürlich enorm gestärkt."
24h: "Kurz danach spielte auch der Aufstieg von Pearl Queen mit ihren sechs Gruppe I-Siegen eine entscheidende Rolle, oder?"
TD: "Ehrlich gesagt hatte ich vielleicht auch etwas Glück, weil sich alles so gut aneinandergefügt hat. Ich hatte Pearl Queen mit Kaufoption von ihrem Züchter gemietet, einem Freund meines Vaters. Anderthalb Jahre lang hat sie alles gewonnen und über 1,3 Millionen Euro verdient. Dadurch konnte ich meine Bankkredite zurückzahlen und direkt neue aufnehmen, denn ich habe immer investiert. Man muss die Strukturen ständig verbessern, damit es den Pferden gut geht. Das war immer mein Leitgedanke: Um zu ernten, muss man säen. Man muss sich die Mittel geben, um sich weiterzuentwickeln und voranzukommen."
24h: "Das gilt insbesondere für die Trainingsbahnen und deren Pflege, bei denen Sie als Perfektionist gelten."
TD: "Die Vielfalt der Bahnen ermöglicht unterschiedliche Bodenverhältnisse. Und das ist für mich sehr wichtig. Es ist zwar gut, mehrere Bahnen zu haben, aber man muss sie auch entsprechend pflegen können. Man kann auch mit ein oder zwei Bahnen sehr erfolgreich sein.
Ich sage oft, dass wir in diesem Bereich besonders stark sind. Bei der Pflege der Pferde sind wir vielleicht etwas weniger gut, aber bei den Trainingsbahnen haben wir alles gut im Griff. Ich habe einen Mitarbeiter, der sich fast ausschließlich darum kümmert, und auch Clement ist in diesem Bereich sehr gut. Wie alle Trainer haben auch wir unsere Rituale und Gewohnheiten im Umgang mit den Bahnen. Ich denke mir oft: Wenn ich selbst Rennen laufen müsste, wäre ich froh, eine optimale Trainingsgrundlage zu haben. Und genau das bieten gute Bahnen. Unser Ziel ist es immer, das Wohlbefinden unserer Pferde zu gewährleisten."
24h: "Worauf sind Sie in Ihrer Karriere am meisten stolz, nachdem Sie als Zweiter Ihrer Branche nach Jean-Michel Bazire die Marke von 4.000 Siegen überschritten haben?"
TD: "Das ist schwer zu sagen. Vielleicht bin ich am meisten stolz auf die gelungene Weitergabe an meine Söhne. Dass Clement und Theo diesen Beruf ausüben, hilft sehr. Es ist anstrengend, jeden Tag Pferde zu trainieren. Mit 55 Jahren hat man nicht mehr die gleiche Kraft und Energie wie mit 35.
Wenn ich so weit gekommen bin, dann auch dank ihnen. Sie können die Energie ausgleichen, die mir manchmal fehlt. Trotzdem habe ich nach wie vor die gleiche Freude daran, junge Pferde auszubilden. Das gilt auch für die Arbeit mit Idao de Tillard in den letzten Wochen, um ihn wieder in die richtige Form zu bringen. Es ist eine echte persönliche Zufriedenheit, seine Pferde durch Arbeit dorthin zu bringen, wo man sie haben möchte."
24h: "2023 sagten Sie, dass Sie ohne Ihre Söhne Clement und Theo keinen 'zweiten Anlauf' mehr genommen hätten. Was geben sie Ihnen. Und was geben Sie ihren Söhnen?"
TD: "Wir ergänzen uns zu dritt sehr gut, so wie auch die beiden untereinander. Außerdem verstehen sie sich gut, was mich sehr freut. In der Organisation wechseln die Pferde zwischen uns. Nichts ist festgelegt, und das ist für die Pferde auch besser so. Wir versuchen, dass derjenige, der ein Pferd im Rennen fährt, es etwa zwei Wochen vorher im Training übernimmt, um die letzten Arbeiten mit ihm zu machen. Gemeinsam ist man immer stärker als allein.
Wenn deine Kinder sich nicht für denselben Beruf entscheiden, trittst du automatisch kürzer, denn es kostet unglaublich viel Energie, jedes Pferd zu trainieren. Sonst gehst du daran zugrunde. Wenn du aber siehst, dass deine Kinder motiviert sind und pünktlich zur Arbeit kommen, verändert das alles. Wir haben lange Zeit direkt über dem Stall gewohnt. Clement, Theo und Angele mussten nur die Treppe hinuntergehen. Die Stallgasse war ihr Spielplatz. Als ich merkte, dass die Jungs wirklich interessiert sind, habe ich sie immer wieder üben lassen. Um in diesem Beruf erfolgreich zu sein, ist genau das notwendig."
24h: "Was sind heute die wichtigsten Herausforderungen für einen Betrieb wie Ihren?"
TD: "Die Weitergabe und die Zucht."
24h: "Und was wird Thierry Duvaldestin in fünf Jahren machen?"
TD: "In fünf Jahren sehe ich mich vor allem in der Zucht, bei der Qualifikation der Zweijährigen und bei ihren ersten Rennen. Die anderen Rennen sind nichts mehr für mein Alter. Vor allem die in Vincennes mit großen Starterfeldern. Ich sehe mich eher bei den jungen Pferden. Und ich stelle mir vor, dass meine Söhne sich gemeinsam niederlassen und sich um die übrigen Pferde des Stalls kümmern. Wir beginnen bereits, über die Übergabe zu sprechen. Noch ist nichts festgelegt, aber so stelle ich mir den weiteren Weg vor. Es wäre eine ganz natürliche Entwicklung."
Anekdote vom ersten Sieg
Auch wenn er sich sehr gut an seinen ersten Trainersieg mit D’Ombree d’Ecosse auf der Rennbahn von Lyon-Parilly am 16. November 1994 in den Farben von Annick Forray erinnert, hatte Thierry Duvaldestin vergessen, dass er die Stute bereits vier Tage zuvor in Meslay-du-Maine eingesetzt hatte, wo sie Dritte geworden war. "Ich bin von einem Rechtskurs auf einen Linkskurs gewechselt. Normalerweise funktioniert das nicht. Sie muss deutlich überlegen gewesen sein", sagt er schmunzelnd.
Idao de Tillard - Rückkehr nach Vincennes
Vor einer Woche kehrte Idao de Tillard nach viermonatiger Pausein Caen in den Rennbetrieb zurück. "Wir haben ihn nach dem Rennen nicht zu sehr beansprucht", erklärt Thierry Duvaldestin. "Ich habe erst am Dienstag wieder mit ihm gearbeitet. Er muss erst seine Kondition wieder aufbauen. Dieses Rennen kam etwas zu früh, aber so ist das nun einmal. Wir müssen uns dem Rennprogramm anpassen. Wir haben ihn in sehr kurzer Zeit wieder vorbereitet. Er hat seine Form noch nicht vollständig wiedergefunden, aber das Rennen hat gezeigt, wo er steht. So einen Verlauf habe ich erwartet. Er ist mit viel Gewicht unter den Hufen gelaufen.
Ein Start im Prix de l’Atlantique könnte noch zu früh kommen, und eine Teilnahme ist derzeit unsicher. Sein nächster Einsatz ist für den 04. April im Prix Kerjacques in Vincennes geplant. Drei Tage zuvor hätte er in Angers 50 Meter Zulage gegen sich gehabt. In Vincennes gibt es hingegen nur ein Band und es dürfte sogar von Vorteil sein, wenn er sich im Pulk bewegen kann. Je nach Verlauf dieses Rennens wird dann über das weitere Programm entschieden."
Achtfacher französischer Trainer-Champion
Im Jahr 2009, als Thierry Duvaldestin erstmals die Marke von 200 Siegen überschritt, gewann er seinen ersten Titel als bester Trainer Frankreichs. Seitdem kamen sieben weitere Titel hinzu, darunter eine ununterbrochene Serie seit 2021. Nachdem er 2023 mit 257 Siegen einen neuen nationalen Rekord aufgestellt hat und im vergangenen Jahr bereits die fünfte Saison in Folge mit mehr als 200 Erfolgen abschloss, ist er seit 2024 auch der Trainer mit der höchsten Gewinnsumme.
Pearl Queen - Wendepunkt der 2000er Jahre
Zwar gewann Duvaldestin bereits 2003 mit Lulo Josselyn sein erstes Gruppe I, doch der eigentliche Durchbruch kam 2006 mit Pearl Queen. Sie blieb in jenem Jahr bei 14 Starts ungeschlagen und gewann fünf Gruppe I-Rennen, darunter das Criterium des Jeunes, den Prix Albert Viel, den Prix de l’Etoile, das Europa-Championat der 3jährigen und das Criterium der 3jährigen. Im darauffolgenden Jahr fügte sie mit dem Prix de Selection einen weiteren Gruppe I-Erfolg hinzu.
In all diesen Rennen war Thierry Duvaldestin zugleich ihr Fahrer. Pearl Queen nahm einen besonderen Platz in seiner Laufbahn ein. Als Aushängeschild seines Stalls und später seiner Zucht, auch wenn sie dort nicht an ihre Rennleistungen anknüpfen konnte. Doch nicht jede Rolle lässt sich gleichermaßen erfolgreich erfüllen.
Begegnung mit Ready Cash
Im Herbst 2010 kam Ready Cash in den Stall von Thierry Duvaldestin. Sein vorheriger Trainer Philippe Allaire erkannte, dass sein Ausnahmepferd bei ihm zu nervös und gestresst war und einen Tapetenwechsel brauchte. Diese Entscheidung zahlte sich aus: Ready Cash gewann unter Duvaldestin zweimal den Prix d’Amerique (2011/12), zweimal den Prix de France (2011/2013) sowie den Prix de Paris (2013). Insgesamt holte das Pferd neun Gruppe I-Siege, davon sechs unter der Regie Duvaldestins. Dieser Erfolg steigerte die Bekanntheit des Trainers erheblich.
Flamme du Goutier - Erfolg im Monte
Zehn Jahre später trat mit Flamme du Goutier erneut ein Ausnahmepferd in sein Leben - diesmal im Trabreiten. Die Stute, eine Tochter von Ready Cash, entwickelte er geduldig über Jahre hinweg für ihren Züchter Jean Cottin. Sie bescherte ihm zwei Siege im Prix de Cornulier (2022/23), außerdem den Prix de l’Île-de-France und den Prix des Centaures (2021), sowie den Prix de Normandie (2020). Insgesamt also fünf Gruppe I-Erfolge. Zudem wurde sie Dritte im Prix d’Amerique und bewies damit ihre außergewöhnliche Vielseitigkeit.
Idao de Tillard - der vierte im Bunde
Idao de Tillard, als Jährling in Caen gekauft, ist das vierte große Pferd in Duvaldestins Karriere. Mit ihm gewann er bislang acht weitere Gruppe I-Rennen, darunter zweimal den Prix d’Amerique (2024/25), einen Prix de France sowie zweimal den Prix de Selection und das Criterium der 5jährigen. Wie schon bei Ready Cash saß Thierry dabei selbst nicht mehr im Sulky. Diese Rolle übernimmt sein Sohn Clement. Die Zusammenarbeit innerhalb der Familie ist eng: Von den 4.000 Siegen des Stalls gehen über 1.000 auf das Konto seiner Söhne Clement und Theo. Im Jahr 2025 waren die Höhepunkte unter anderem der erneute Sieg von Idao de Tillard im Prix d’Amerique, sowie ein Doppelerfolg am Tag der Criterien durch Lancier du Goutier und Mack de Blary. Insgesamt erzielte der Stall in der Vorsaison über 6,24 Millionen Euro an Preisgeldern.
