Einige Tage vor seinem großen Ziel, dem Prix de Cornulier, absolvierte It’s a Dollarmaker eine Trainingseinheit am Meer, genauer gesagt am Strand von Merville-Franceville (Departement Calvados). Der athletische "Dollarmaker" präsentierte sich dabei in hervorragender körperlicher Verfassung. Im Sulky saß sein Trainer Sebastien Guarato, der dem ParisTurf genaueres von dieser Abschlussarbeit berichtete.
Wie schon früher mit Bold Eagle oder Face Time Bourbon, entschied sich Sebastien Guarato auch diesmal, nur wenige Tage vor einem wichtigen Rennen, für ein Training am Meer. In diesem Fall dem Prix de Cornulier. Mehr als 100 Kilometer vom Trainingszentrum in Clopin (Orne) entfernt, arbeitete der Vollbruder von Dollar Macker rund 30 Minuten allein am Strand. Das Wetter spielte mit: Regen und Wind ließen während des Trainings fast vollständig nach. Ohne aufgefordert zu werden, zeigte sich der kraftvolle und zugleich elegante Hengst locker, leichtfüßig und in ausgezeichneter Form. Und das Ganze unter den aufmerksamen Augen seines Mitbesitzers Thomas Bernereau.
"Man kann sagen, er hat ein etwas intensiveres Jogging absolviert, mit zwei bis drei schnelleren Abschnitten, darunter einen zügigen über 600 bis 700 Meter", erklärte Sebastien Guarato. "Das hat ihn wachgerüttelt, mehr braucht es nicht. Er atmet auch nicht schwer. Das Pferd fühlt sich sehr gut an, sieht großartig aus und hat ein glänzendes Fell. Trotz der Witterung hat er in der vergangenen Woche kein Training ausgelassen. Jetzt wird er am Donnerstag zu Hause wieder locker arbeiten."
"Jetzt ist er perfekt"
Nach zwei überzeugenden Siegen in Folge im vergangenen Herbst unter dem Sattel ist der Prix de Cornulier das klare Hauptziel von It’s a Dollarmaker. "Da er im Sulky von absoluten Spitzenpferden überragt wird, haben wir beschlossen, unser Glück erneut unter dem Sattel zu versuchen, zumal er zu dieser Jahreszeit immer in Topform war", erklärt der 53jährige Trainer. "Er ist am 10. Oktober im Prix Gordonia (GR III) auf der kleinen Bahn regelrecht davongeflogen und bestätigte dies Anfang November im Prix Reynolds (GR II). In jungen Jahren war er zwar talentiert im Trabreiten, hatte aber am Ende der Rennen manchmal Gangartprobleme. Er ist ein körperlich sehr starkes Pferd und hat weiter an Kraft gewonnen. Jetzt ist er perfekt."
Der Vertreter von Gianni Fascella, der extra einen Bus mit 80 Fans aus Belgien organisiert hat, geht frisch in die 'Weltmeisterschaft der Montepferde", da er seit seinem elften Platz im Prix du Bourbonnais am 07. Dezember nicht mehr gestartet ist. "Er kam an diesem Tag sehr gut hinter den Pferden vor ihm ins Ziel, und Eric (Raffin) musste ihm nicht einmal die Ohren öffnen", erklärt Guarato. "Das war eher ein Rennen fürs Selbstvertrauen. Ich hätte ihn danach im Prix de Bourgogne starten können, aber über 2.100 Meter sah ich keinen Sinn. Und vor dem 'Cornulier' wollte ich ihn nicht noch einmal im Trabreiten einsetzen - das ist eine sehr anspruchsvolle Disziplin. Wenn am Sonntag alles gut läuft, soll er anschließend im Prix de l’Île-de-France (GR I) am 01. Februar antreten."
"Ohne Zwischenfall unter den ersten Drei"
Vor einer möglichen Revanche auf kürzerer Distanz tritt It’s a Dollarmaker an diesem Wochenende im Prix de Cornulier ganz klar als Siegkandidat an. Guarato zeigt sich entsprechend zuversichtlich: "Ohne Zwischenfall sollte er unter den ersten Drei sein. Vor allem Jeroboam d’Erable gilt es zu schlagen. Mein Pferd ist in Form, und sein Reiter kennt ihn bestens. Von der Klasse her ist er im Sulky der Beste im Feld. Alles ist angerichtet für eine starke Leistung."
Zur Renntaktik sagt Guarato: "Er wird sicher schnell starten. Danach entscheidet Eric. Er kann auch verdeckt laufen. So kam er 2024 beim Sieg im Finale des Grand National du Trot sogar von hinten, und vor Iroise de la Noe ins Ziel. Vielleicht verzichte ich diesmal auf die Klappen. Auf 2.700 Metern sollte er nicht zu sehr pullen."
Mehr als zehn Jahre nach dem Doppelsieg der Ausnahmestute Roxane Griff (2014/2015) könnte der Stall Sebastien Guarato am Sonntag somit seinen dritten Triumph im prestigeträchtigen Prix de Cornulier feiern.
