Neben dem Prix Kerjacques stand während der Veranstaltung am Samstag in Vincennes vor allem der Prix Cornelia (GR III) im Mittelpunkt. Das Trabreiten ging an Indigo du Poret, der von seinem Trainer Mathieu Mottier geritten wurde.
Schon 4jährig gehörte INDIGO DU PORET zu den besten seiner Generation, erlebte denn aber eine lange Leidenszeit. Nach fast 1.000 Tagen Startpause tauchte der Wallach im letzten August unter der neuen Regie von Mathieu Mottier wieder auf. Auch im neuen Umfeld dauerte es eine Zeit lang, bis der Dollar Macker-Sohn wieder an seine Bestform anknüpfen konnte. Nach einem Erfolg Mitte März in Enghien und dem gestrigen Triumph, der noch mit einem neuen Rekord von 12,4 garniert wurde, scheint der 8jährige aber wieder voll da zu sein.
Während der ersten Rennhälfte wurde Indigo du Poret von Mottier noch im hinteren Teil des Feldes gehalten. Im Anstieg entschied er sich aber für einen Angriff, der ihn bis in den Bogen an die Seite von den führenden J'Aime le Foot und Heuristique führte. Bis zu Beginn des Einlaufs hatte Indigo du Poret dieses Duo längst sicher überlaufen und gewann mit deutlichem Vorsprung.
"Beim letzten Mal war er schon hervorragend. Und diesmal wieder", resümierte der Trainer und Jockey. "Er war immer ein Champion. Am Anfang habe ich Fehler gemacht und dann mit ihm wieder bei Null angefangen. Jetzt läuft es deutlich besser."
Indigo du Poret überschreitet damit die Marke von 350.000 Euro an Gewinnsumme und tritt die Nachfolge von Impala de Val auf der Siegerliste dieses Rennens an.
Heuristique - "Von einem Champion geschlagen"
Hinter Indigo du Poret kämpfte Heuristique tapfer und sicherte sich den zweiten Platz, was ihren Reiter Jean-Yann Ricart zu folgender Aussage veranlasste: "Wir wurden von einem Champion geschlagen. Die Stute hat immer Probleme im letzten Bogen, aber heute war es etwas besser als zuletzt. Sie hat erneut ihre Leistung gebracht. Es gibt nichts zu beanstanden."
Dritte wurde nach einem starken Endspurt Halicia Bella, die erneut zuverlässig unter den Besten zu finden war. "Es ist wirklich eine tolle Stute", betont ihr Jockey Guillaume Martin. "Zu Beginn war ich etwas besorgt, weil das Tempo nicht besonders hoch war. Später hat mich Heden Cruz etwas nach vorne gebracht, und sie konnte ihre Schnelligkeit auf der Zielgeraden ausspielen."
Lange in Führung liegend, konnte J’Aime le Foot im Schlussbogen dem Angriff von Indigo du Poret nichts entgegensetzen, verteidigte aber dennoch den fünften Platz.
