Mit vier Siegen allein in diesem Monat, erlebt Gilles D’Haenens einen fulminanten Monat März. Im Alter von nur 19 Jahren kommt er damit bereits auf die runde Zahl von 30 Erfolgen. Für LeTrot Grund genug ein Portrait über einen aufstrebenden Nachwuchsfahrer zu zeichnen.
Equidia als Beruhigung
Der gebürtige Belgier Gilles D’Haenens stammt aus einer Trabrennsport-Familie. Sein Vater Nico ist eine bekannte Persönlichkeit der Szene in Belgien. Und seine Mutter erzählt gerne die Anekdote, dass sie ihn als Kleinkind, wenn er weinte, vor den Fernseher setzte und Equidia einschaltete. Daraufhin wurde er sofort ruhig.
Seinem Schicksal konnte er also kaum entkommen: Schon im Alter von drei Jahren erinnert er sich daran, "mit meinem Shetlandpony und meinem Sulky zu den Rennen zu fahren, als wäre ich selbst einer der Teilnehmer." Später wurde er ein großer Fan von Timoko, dessen Karriere er aufmerksam verfolgte.
Französisch-belgische Ausbildung
Gilles D’Haenens verbrachte vier Jahre bei Dominik Locqueneux, für den er am 29. Oktober 2023 im Sulky von Just Be Ready seinen ersten Sieg errang. Ganz in der Nähe der Klassenzimmer der Afasec-Ausbildungsschule.
Im vergangenen November begann ein neues Kapitel: Er wechselte in den Stall von Thibault Lamare. "Thibault suchte einen motivierten jungen Fahrer, und da das genau mein Ziel ist, habe ich meine Chance genutzt. Ich arbeite in einem großartigen Umfeld, fühle mich wohl und genieße das Vertrauen von Thibault. Der Austausch mit ihm ist intensiv und bereichernd. Das ist wirklich top."
Starke Phase
Sowohl als Fahrer, als auch als Teammitglied fühlt sich Gilles D’Haenens immer sicherer. Und die guten Ergebnisse folgen: fünf Siege seit Jahresbeginn, nachdem er am 27. Dezember seinen ersten Erfolg in Vincennes gefeiert hatte. "Das sind Gefühle, die ich noch schwer in Worte fassen kann. Man hat das Gefühl, auf dem Dach der Welt zu stehen!"
Die Stute Jahia du Trio, mit der er diesen besonderen Moment erlebte, nimmt einen festen Platz in seinem Herzen ein. Ebenso Krono du Trio, "ein Pferd, das immer 200% gibt. Genau das liebe ich an Pferden."
Realistische Ziele
Auf die Frage nach seinen Zielen antwortet der junge Fahrer mit derzeit 30 Siegen, dass er gern weitere 20 hinzufügen und damit Profi werden würde: "Bis zum Jahresende wäre das schön. Aber ich respektiere meine Pferde und werde immer in ihrem Sinne handeln, damit sie ihr Bestes geben. Vorausgesetzt, ich habe selbst mein Bestes gegeben. Deshalb nehme ich es, wie es kommt."
Zum besseren Kennenlernen
Lieblingsstadt: "Brügge in Belgien. Meine Heimatstadt, die ich wegen ihrer Lebendigkeit und Schönheit sehr schätze."
Vorbilder: "Mein Vater Nico und Jean-Michel Bazire, wegen seines perfekten Gespürs für seine Pferde."
Freizeit: "Zeit mit Freunden verbringen oder Equidia schauen, um meine nächsten Rennen vorzubereiten."
Lieblingsgericht: "Ein gutes Steak mit Pommes - ganz klassisch."
Lieblingssport: "Fußball, den ich früher selbst gern gespielt habe."
Rennbahn, die er gern entdecken würde: "Solvalla"
