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GOT: Traberzucht und Trabrennsport unter wachsendem wirtschaftlichen Druck

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News Trab, 17.04.2026

 

(hvt-press) Die wirtschaftliche Lage im deutschen Trabrennsport und in der Traberzucht hat sich in den vergangenen Jahren deutlich angespannt. Hierzu haben auch die Kostensteigerungen infolge der Novelle  der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) im Jahr 2022 beigetragen und stellen viele Betriebe vor erhebliche Herausforderungen. Gemeinsam mit Pferdesport Deutschland und Deutscher Galopp hat der Hauptverband für Traberzucht (HVT) daher Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer angeschrieben und wirbt für zeitnahe politische Anpassungen sowie eine Überprüfung der aktuellen Gebührenstruktur.

 

„Wir stehen klar zu einer fairen und angemessenen Vergütung für hochwertige und unverzichtbare tierärztliche Leistungen“, betonen die Verbände. „Doch die Preisgestaltung muss wieder verhandelbar sein, um den unterschiedlichen wirtschaftlichen Realitäten gerecht zu werden.“ Ein flexibler Rahmen – vergleichbar mit Regelungen in anderen europäischen Ländern – könnte sowohl Tierärzten als auch Pferdehaltern Planungssicherheit geben und gleichzeitig die wirtschaftliche Zukunft des Trabrennsports sichern.

 

Aktuell gehen die Auswirkungen der GOT-Novelle zum Teil weit über steigende Tierarztkosten hinaus. Auch im Trabrennsport geraten viele Betriebe und Zuchtstätten unter enormen Druck. Die Gefahr ist groß, dass sich nicht nur kleinere und mittlere Züchter zunehmend aus der Zucht zurückziehen. Auch größere Zuchtstätten und Rennställe reduzieren ihre Bestände. Es muss unbedingt vermieden werden, dass notwendige tierärztliche Behandlungen aus Kostengründen verschoben oder unterlassen werden. 

 

Deshalb drängt der HVT gemeinsam mit den anderen Dachverbänden, in die aktuelle Evaluierung der GOT eingebunden zu werden, damit die spezifischen Strukturen des Trabrennsports und die wirtschaftlichen Realitäten der Züchter und Besitzer berücksichtigt werden. Ein Gruppeninterview im Rahmen der Evaluierung habe deutlich gemacht, dass das Ausmaß der Belastung bislang unterschätzt wird und deshalb der Evaluationsauftrag dringend erweitert werden muss.

 

Der HVT spricht sich gemeinsam mit den Partnerverbänden für eine Reform der Gebührenordnung aus.  „Der Trabrennsport ist ein bedeutender Bestandteil der deutschen Pferdewirtschaft und des ländlichen Raums. Wenn jetzt nicht gehandelt wird, verlieren wir unwiederbringlich Strukturen, Know-how und Zukunftsperspektiven“, heißt es abschließend. Die Vertreter der Verbände bitten den Bundeslandwirtschaftsminister um ein persönliches Gespräch, um konkrete Lösungsansätze zu erarbeiten und die Probleme aus erster Hand zu schildern.

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