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GNT-FINALE - Eric Raffin: "Ich freue mich, wieder eine erstklassige Chance zu haben."

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Nur wenige Tage nach seinem 44. Geburtstag, steuert Eric Raffin am Sonntag im Finale des Grand National du Trot 2025 mit Horchestro eine der besten Chancen im Rennen. Nach den Erfolgen mit Gaspar d'Angis (2023) und It's a Dollarmaker im Vorjahr, visiert er sogar den Hattrick im GNT-Finale an. Noch dazu wird Raffin am gesamten Sonntag mit guten Chancen vertreten sein.

Im Gespräch mit dem ParisTurf erinnert sich der Sulky d’Or an seinen ersten Erfolg im GNT-Finale mit dem "schwarzen Blitz" Rapide Lebel (2010). "Ich erinnere mich daran, als wäre es gestern gewesen. Das Pferd hatte die beiden letzten Etappen der Serie gewonnen und anschließend in Vincennes im Schnee und auf einer sehr schweren Bahn eine Demonstration abgeliefert. Das war mein erster großer Champion im Sulky", sagt Raffin, der sich dieses Jahr entschieden hat, Horchestro in einer der wichtigsten Quinte-Prüfungen des Winters zu fahren. "Ich hatte abgelehnt, ihn im Prix de Cevennes zu fahren, aber sein Trainer, Guillaume Huguet, hat mich später erneut kontaktiert und gefragt, ob ich am Sonntag verfügbar wäre. Da habe ich zugesagt. Das Pferd hat gezeigt, dass es in Topform ist, und die 2.850 Meter der großen Bahn liegen ihm hervorragend. Wie im vergangenen Jahr, als ich It’s a Dollarmaker statt Ibiscus Man gewählt habe, und im Jahr davor mit Gaspar d’Angis, werde ich also ein Pferd aus dem zweiten Band fahren. Jilord Viva und Kamehameha, die ich ebenfalls hätte fahren können, haben den Vorteil 25 Meter vor uns zu starten. Aber auf dieser langen Strecke von 2.850 Metern stört mich das nicht. Horchestro hat seine Form gezeigt und kann meiner Meinung nach mit dem richtigen Rennverlauf gewinnen. Vergessen wir nicht, dass er im Prix des Cevennes nicht weit hinter Jushua Tree und direkt neben Josh Power ins Ziel kam. Auf jeden Fall freue ich mich, auch dieses Jahr wieder eine gute Chance in diesem Finale zu haben, dass zu den großen Winterrennen gehört."

Man könnte sogar sagen, dass der Mann aus der Vendee eine erste Siegchance hat. Ebenso wie mit Moonwalk d’Heripre und Lionheart am selben Renntag. "Bei Moonwalk d’Heripre wird alles eine Frage der Ruhe sein. Er startet nicht schnell und kann sogar am Start einen Fehler machen, aber sobald er im Tritt ist, ist er ein super Pferd. Und Lionheart, der auf dieser Distanz bereits brilliert hat, wird natürlich als Sieger erwartet. Aber auch wenn wir versuchen werden zu gewinnen, werde ich das Rennen mit Blick auf die Zukunft einteilen. Es ist schließlich nicht das letzte Rennen seines Lebens, und zwei Wochen später läuft er in einem Gruppe I-Rennen. Sein Trainer wird mir sagen, wie ich ihn reiten soll", erklärt Raffin, der am 31. Dezember zum siebten Mal in Folge den Sulky d’Or gewinnen wird.

Noch immer könnte er in dieser Saison sogar den Rekord für die meisten Siege in Frankreich brechen. Immerhin steht er aktuell bei 312 Erfolgen (Stand 27. Nov). "Meinen Rekord von 351 Siegen aus dem Jahr 2021 zu schlagen, ist möglich, aber ich fixiere mich nicht darauf. Ich mache mir deswegen keinen Stress. Ich bin älter geworden (lacht). Wenn ich den Rekord breche, umso besser, und wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. Ich bin zum Beispiel letzten Dienstag nach Chartres gefahren, weil ich Not This Time gut qualifiziert hatte und Louis Baudron mich darum gebeten hat. Ich hätte danach noch nach Vincennes fahren können, um beide Renntage mitzunehmen, aber ich bin lieber nach Hause gefahren. Rein rechnerisch sind 40 Siege in etwas mehr als einem Monat möglich,  aber mitten im Wintermeeting in Vincennes ist das alles andere als leicht. Man braucht sehr viel Erfolg, um so etwas zu schaffen."

Mit 44 Jahren ist der Fahrer mit inzwischen mehr als 5.000 Siegen, davon 2.000 in Vincennes, immer noch auf dem Höhepunkt seines Könnens und genießt weiterhin großes Vertrauen der Trainer. Unterstützt wird er dabei von seinem neuen Agenten Melvin Kondritz, der Eric Fournier abgelöst hat. So erlebt Raffin derzeit den besten November seiner Karriere und eines seiner besten Jahre insgesamt. "Ich hatte das Glück, den Prix de Cornulier mit Joumba de Guez und den Prix des Elites mit Lionheart zu gewinnen. Das sind zwei sehr schöne Rennen, die ich vorher noch nie gewonnen hatte. Auch mit Ibiki de Houelle und Jabalpur, den 'Ducs de Normandie' in Caen und den Grand Prix du Departement des Alpes Maritimes in Cagnes-sur-Mer. Mein Jahr 2025 ist also wirklich sehr gut. Ich fühle mich nicht besser als früher, aber erfahrener. Ich sehe die Dinge gelassener und respektiere die Pferde mehr denn je. Körperlich fühle ich mich sehr gut, weshalb ich nicht daran denke, mit dem Fahren aufzuhören. Und ein Pferd wie Lionheart treibt Dich einfach nach oben. Wenn du solchen Trabern begegnest, willst du gar nicht ans Aufhören denken. Was den Sulky d’Or betrifft, werde ich ab 2026 vermutlich etwas kürzertreten und einige Renntage auslassen. Unser Beruf ist sehr anstrengend, und ich möchte mir die Freude an dem, was ich tue, bewahren. Ich trainiere zum Beispiel morgens gerne die Pferde meines Schwiegervaters (Anm.: Yves Dreux) und begleite meinen Sohn, wenn er in den Amateurrennen startet."

Nach einem Monat Wintermeeting weiß Eric Raffin noch immer nicht, mit welchem Pferd er im Prix d’Amérique antreten wird. Ein Rennen, dass ihm in seiner Sammlung noch fehlt. Für den Prix de Cornulier hingegen steht seine Wahl bereits fest: "Es wird It’s a Dollarmaker sein, ganz sicher. Ich glaube ohnehin nicht, dass das Umfeld von Lionheart ihn in diesem Winter schon im Cornulier einsetzen möchte."

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