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Daniel Lauclair: "Leon Zitrone hat mir alles beigebracht"

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News Frankreich Trab, 12.04.2026

(hen) Über eine Karriere von mehr als 50 Jahren hinweg hat Daniel Lauclair die größten Sportereignisse weltweit begleitet und kommentiert - insbesondere im Pferderennsport. Anlässlich der Veröffentlichung seines Buches 'Confidences sur l’oreillette' blickt der von Cyril Hanouna liebevoll "Dany La Meche" (Dany, die Strähne) enannte Journalist auf ein halbes Jahrhundert voller außergewöhnlicher Begegnungen zurück.

Ruhestand ohne Pause

Vom Ruhestand kann bei ihm kaum die Rede sein: Zwischen Charity-Veranstaltungen, Sportevents und der Promotion seines Buches bleibt kaum freie Zeit. "Ich war schon in etwa zehn Fernsehsendungen eingeladen, um über mein Buch zu sprechen", erzählt er. "Viele glauben gar nicht, dass ich all diese Persönlichkeiten getroffen habe. Und doch ist alles wahr."

Die Idee zum Buch kam von seiner Tochter Alexandra, die ihn dazu ermutigte, seine zahlreichen Anekdoten festzuhalten. Herausgekommen ist ein Werk mit rund 380 Seiten und Begegnungen mit etwa 60 Persönlichkeiten aus Politik, Unterhaltung, Sport und natürlich dem Rennsport. Das Vorwort stammt von Albert II de Monaco.

Leon Zitrone - der prägende Mentor

Nach seiner Zeit bei den Marinekommandos und einem kurzen Abstecher in die Unternehmenskommunikation kam Lauclair 1970 zum Fernsehsender ORTF. Dort arbeitete er mit großen Namen wie Thierry Roland, Roger Couderc und Michel Drucker. Sein wichtigster Lehrmeister wurde jedoch Leon Zitrone: "Ich war sein Mädchen für alles - Fahrer, Einkäufer, Organisator. Aber er hat mir alles beigebracht."

Zitrone predigte Disziplin und Vorbereitung und ließ keinen Raum für Improvisation. Eine prägende, aber auch harte Schule: Bei einem seiner ersten Texte strich Zitrone alles, bis auf die Satzzeichen. Eine Lektion, die Lauclair nie vergaß.

Vom geheimen Tippgeber zum "Quintet du Quinte"

Seine Leidenschaft für den Rennsport begleitete ihn durch seine gesamte Karriere. Lange Zeit war Lauclair der 'geheime' Tippgeber "Monsieur Courtines" im Fernsehen. Später wurde seine Identität enthüllt, woraufhin er beim "Tierce Magazine" an der Seite prominenter Persönlichkeiten wie Omar Sharif und erneut Leon Zitrone einstieg. Gemeinsam waren sie Bestandteil des berühmten 'Quintet du Quinte'. "Ich habe meine Prognosen immer selbst erstellt", betont Lauclair stolz.

Miss France auf der Rennbahn

Eine enge Freundschaft verband ihn mit Genevieve de Fontenay. Auf seine Initiative hin wurde es Tradition, dass die frisch gewählte Miss France am 01. Januar in Vincennes auftrat. "Wir eröffneten die Sendung mit ihr und gingen anschließend in die Ställe. Das war immer ein besonderer Moment."

Diese Idee trug später sogar zur Partnerschaft zwischen dem Miss-France-Komitee und dem Grand National du Trot bei.

Ein unvergesslicher Moment mit Jean-Luc Lagardere

Einer der emotionalsten Augenblicke seiner Karriere ereignete sich 1998 beim Prix de l’Arc de Triomphe. Der Sieg von Sagamix bewegte besonders dessen Besitzer Jean-Luc Lagardere: "Er sagte mir: ‘Das ist mein schönster Sieg. Dieses Pferd ist wie mein Kind.' Seine Emotion war überwältigend."

Kommt ein zweites Buch?

Ob Autorennen mit Jean-Paul Belmondo, Golf mit Bill Clinton oder ein Tanz mit Michel Sardou - Lauclairs Erinnerungen sind reich an außergewöhnlichen Momenten. "Ich hätte genug Material für ein zweites Buch", sagt er. Ob es dazu kommt, lässt er offen. Doch der Erfolg des ersten Bandes könnte ihn durchaus dazu bewegen.

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