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Zweites Online-Seminar der HVT-Rennleitung
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Dienstag 24 März 05:24 Uhr
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Alexander

Themen: 3
Beiträge: 344

Ich verstehe Ihren Standpunkt Kiebitz: Es ist nicht ideal, wenn Pferde zu lange auf der Bahn sind, und natürlich kann es auch sportlich nachteilig sein, wenn sich einzelne Pferde durch ihr Verhalten um ihre Leistung im Rennen bringen. Das ist auch für den Wetter schlecht.

Aber muss man alles so absolut betrachten? Gibt es keine Möglichkeit, einen Kompromiss zu finden?

Der Pferdesport lebt nun einmal  ganz wesentlich vom Umsatz und den Wetten. Die Aktiven sollen selbstverständlich zu ihrem Recht kommen – gleichzeitig sind aber auch die Wetter ein wichtiger Bestandteil, denn sie sorgen mit ihren Einsätzen dafür, dass der Sport wirtschaftlich bestehen kann. 

Wir sprechen hier von einer sehr überschaubaren Anzahl, vielleicht fünf PMU-Rennen pro Woche. Im Einzelfall könnte es vorkommen, dass ein Rennen aufgrund von Verzögerungen auf einer anderen Bahn – etwa in Frankreich –  etwas später gestartet werden muss. In solchen Situationen wären einzelne Pferde gezwungen, nach der Parade etwas länger auf der Bahn zu bleiben. Idealfall wäre natürlich wenn die Moderatoren den Überblick bewahren und die Parade dann schon etwas später laufen lassen, sprich die  Pferde später auf die Bahn rufen.

Aber selbst dann reden wir höchstens von einem solchen Fall pro Woche - wenn es hochkommt. Muss man hier wirklich eine starre, kompromisslose Haltung einnehmen? 

Ist wirklich immer alles nur schwarz oder weiß - wie es bei ihnen rüberkommt?

 

 

Dienstag 24 März 08:00 Uhr
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Labido

Themen: 5
Beiträge: 1685

Wenn die Wetter wissen,daß es keine Gummiminuten mehr gibt und sie ihre Scheine wiederholt nicht abgeben konnten,werden sie es lernen früher ihre Entscheidungen zu treffen.Es kann keiner behaupten,daß die Intervalle zu kurz sind.Es ist Usus auf dem letzten Drücker abzugeben.Aufgecantert wird auch nicht bis Start frei.

Dienstag 24 März 08:05 Uhr
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Hans Christian Panny

Themen: 5345
Beiträge: 7421
Labido schreibt:

Wenn die Wetter wissen,daß es keine Gummiminuten mehr gibt und sie ihre Scheine wiederholt nicht abgeben konnten,werden sie es lernen früher ihre Entscheidungen zu treffen.Es kann keiner behaupten,daß die Intervalle zu kurz sind.Es ist Usus auf dem letzten Drücker abzugeben.Aufgecantert wird auch nicht bis Start frei.

Es scheint, dass noch nicht ganz klar ist, worum es bei den „Gummiminuten“ tatsächlich geht. Beim PMU-Pool hat es erhebliche Auswirkungen, wenn keine Livebilder verfügbar sind – die Umsätze fallen in diesem Fall deutlich geringer aus als bei vorhandener Liveübertragung.

Dienstag 24 März 09:31 Uhr
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Alexander

Themen: 3
Beiträge: 344
Labido schreibt:

Wenn die Wetter wissen,daß es keine Gummiminuten mehr gibt und sie ihre Scheine wiederholt nicht abgeben konnten,werden sie es lernen früher ihre Entscheidungen zu treffen.Es kann keiner behaupten,daß die Intervalle zu kurz sind.Es ist Usus auf dem letzten Drücker abzugeben.Aufgecantert wird auch nicht bis Start frei.

Sie verfügen über ausreichend Erfahrung daher überrascht mich Ihre Einschätzung. Ich vermute der HVT ist leider auf dem gleichen Stand. 

Wenn kurz vor dem Start, etwa zwei Minuten vorher, die Wettpools deutlich unter den üblichen Größen liegen (z. B. Siegpool 8.000 Euro statt 60.000 Euro, Zweierwette 6.000 Euro statt 25.000 Euro, Multi 2.000 Euro statt 40.000 Euro), ist erfahrungsgemäß nicht mehr mit nennenswerten zusätzlichen Einsätzen zu rechnen.

Man spielt gegen seine eigenes Geld und dann genau ist der der Depp der die Wetten vielleicht schon früher abgab. 

Dienstag 24 März 11:14 Uhr
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Kiebitz

Themen: 13
Beiträge: 601

Alexander schreibt: Ist wirklich immer alles nur schwarz oder weiß - wie es bei ihnen rüberkommt?

Tut mir leid, aber da bin ich ein gebranntes Kind. Habe das bei Rennleitungseinsätzen so oft erlebt, wie sich Pferde unnötig aufgeschaukelt haben, mit Fehlstartfolgen und lebensgefährlichen Situationen anschließend. Und wer trägt dafür die Verantwortung?

(Das Spannungsfeld Rennleitung-Geschäftsführung/Rennsekretär war in besten Gelsentrabzeiten wegen der Gummiminuten durchaus nicht ohne.)

Auf den Ablauf vor dem Start muss Verlaß sein! In wieweit überhaupt bestimmte Pferde von ihren Fahrern als für den Rennsport geeignet gehalten werden, ist noch eine andere Größe. Das Pferd jedenfalls gilt vor Gericht grundsätzlich als eine gefährliche Sache.

Ein Umsatzargument könnte da nach hinten losgehen.

Dienstag 24 März 11:51 Uhr
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Alexander

Themen: 3
Beiträge: 344

Es darf nicht zur Kosten der Sicherheit gehen. Dann ist es aber die Aufgabe der Moderatoren erst die Parade aufzurufen, wenn das Rennen der Parallelbahn schon gestartet ist. Ich traue es denen nur nicht zu die reden von Gott und der Welt und die meisten wissen nicht was Sache ist.  

Dienstag 24 März 12:09 Uhr
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High Roller

Themen: 25
Beiträge: 3331

Unfassbares Halbwissen " mit die Wetter gewöhnen sich daran " . Kann nur einer schreiben der nicht weiß wie Wetter ticken . Aber Hauptsache etwas schreiben .

Keine Livebilder = kein Umsatz aus den Frankreich = weniger 3 % = weniger Einnahmen für den HVT oder Gelsenkirchen 

So wie Alexander es schreibt .

 

Dienstag 24 März 12:15 Uhr
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Frascati

Themen: 1
Beiträge: 683

Ist so, als wenn einige auf einer Insel leben würden und nix (mehr) mitbekommen!

Dienstag 24 März 12:18 Uhr
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Tsunami Diamant

Themen: 14
Beiträge: 580

Wenn du REIMS als Partner Bahn hast, und die paar Minuten hinter Zeitplan sind, und du dann noch Fehlstart aus einen Baenderstart hast, dann muss bei uns jemand eingreifen, die Aktiven informieren das es sich wahrscheinlich um 3-5 Minuten verzoegern wird.

Dann cantert auch noch keiner auf. 

Du musst am Schirm sein. Mit Pferden im Bild, Weil genau diese Bilder die Kohle einsammeln. 

Der Wechsel auf unsere Bahn und alle Pferde bei Anfahrt zum Auto (wegen puenktlichkeit) erweist sich als finanzielles Desaster.

Natürlich sollen bei uns die Pferde nicht 15 min warten.

Aber eine gute Koordination, verbunden mit guten akustischen Kontakt zu den Stallungen koennte viel bewirken.

Action genau dann wenn ma es braucht. 

Dienstag 24 März 12:54 Uhr
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Alexander Sokol

Themen: 25
Beiträge: 747

Bei mir/uns läuft immer Equidia parallel damit ich weiß wie weit unsere Partnerbahn ist. Somit kann ich auch schon rechtzeitig auf Verzögerungen bei unseren Startzeiten reagieren. 

Für die Rennen in Österreich - und ich schätze das wird ja auch in anderen Ländern nicht anders gehandhabt werden - ist eine Mindestsendezeit auf Equidia von 7 Minuten vor dem Start vorgesehen, somit muss man eben das Geschehen auf den jeweiligen Partnerbahnen im Blick haben und wie Tsunami Diamant Tsunami Diamant schon geschrieben hat die Eigen- und Gepflogenheiten von dort kennen. Man muss auch wissen was Equidia nach dem Zieldurchlauf noch macht mit Wiederholung einblenden etc., damit man alles einschätzen kann ob und wann es sich zeitlich mit den 7 Minuten ausgeht.

Es ist immer ein kleiner Spagat zwischen Sicherheit und Ablauf für die Pferde und die Wünsche der Wetter. Ab und an zögert man schon auch eine Minte heraus, wenn sich beim Wettmarkt was bewegt - nach 20 Uhr wo die meisten Annahmestellen schon geschlossen sind, macht das aber sowieso keinen Sinn mehr da bleiben die Umsätze niedrig, dass wissen aber auch die Profiwetter, somit ist es sowieso nur interessant und relevant zu den besseren PMU-Uhrzeiten sowas zu machen. 

Ich bin sehr oft im Austausch mit den Aktiven um eben für alle einen bestmöglichen Ablauf zu finden.

Einen kleiner Vorteil für uns als Moderatoren/Kommentatoren in Österreich (zumindest Wien und Baden) der allerdings auch deutlich Mehrarbeit bedeutet - wir machen von der Einspielung der Rennwiederholung, Anzeige der Quoten auf der Videowall bzw. Livestream und auch der Prozentaufteilung sowie laufende Systeme der V-Wetten, Einspielung der Aktiveninterviews vor dem Rennen und Start der Kommanden (Vorstellungsparade mit Musik, Zeitkommando) und auch Abspielen der teilweise Wunschlieder der Siegerparaden alles selbst.


Dienstag 24 März 12:58 Uhr
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High Roller

Themen: 25
Beiträge: 3331

Sehr professionell Alex wie du es händelst . Meine ich total ernst !!!

Dienstag 24 März 13:00 Uhr
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Alexander

Themen: 3
Beiträge: 344

@Alex

 

Was hälst du davon, wenn du für unsere hiesigen Kommentatoren eine Schulung machst? Kann voraussichtlich einige Wochen oder Monate dauern, daher würde ich nach Stundensatz abrechnen. 

Dienstag 24 März 13:17 Uhr
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Alexander Sokol

Themen: 25
Beiträge: 747

Wird schwierig, da es meiner Meinung nach nicht an den Kommentatoren selbst liegt. In Deutschland ist die Aufgabenverteilung für die einzelnen Arbeitsschritte schon eine komplett andere. 

Weiß es ja nur von München. Da ist die Regie für die Rennwiederholung schon einmal eine eigene, die Person die das Zeitkommando gibt eine andere und auch die Quoteneinblendung kommt von einer anderen Stelle. Aktiveninterviews gibt es ja erst seit dem letzten Renntag, wird aber die Regie sein die auch fürs Bahnfernsehen/Stream/Rennwiederholung zuständig ist sein. 

Ist von der Abstimmung somit schon einmal schwieriger, als wenn man für alles selbst verantwortlich ist.

Deswegen sage ich ja es ist ein großer Vorteil für uns als Kommentatoren, aber auch eine Menge Arbeit ohne wirkliche freie Minute an so einem Renntag.

Die Bezahlung sag ich gleich ist nicht so wie sie sich anhört 😅, dazu schweige ich lieber, die ist nämlich sogar schlechter als in Deutschland. Für mich ist es allerdings Hobby, und auch wenn es viele nicht verstehen, daher für mich sekundär. Ja ich möchte etwas dafür bekommen, aber es ist nicht wichtig wieviel es ist. Die Wertschätzung und Spaß an der Sache sind da viel wichtiger, und da ich vieles mache kommt von irgendeiner Ecke immer eine Wertschätzung😁, sonst hätte ich wie man so schön sagt "hingeschmissen". 


Dienstag 24 März 13:24 Uhr
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Alexander

Themen: 3
Beiträge: 344

Deine Bezahlung ist deutlich schlechter als in Deutschland – und trotzdem lieferst du um ein Vielfaches bessere Arbeit. Das sagt eigentlich schon alles. Respekt!

 

Sollen bei uns die Aktiveninterviews streichen, wenn der PMU Umsatz leidet. Dafür haben wir die Kommentatoren, die jedes einzelne Pferd reflexartig zum „feinen Pferd“ erklären. Und das für eine bessere Bezahlung. 

Dienstag 24 März 14:36 Uhr
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Lanti

Themen: 11
Beiträge: 2591

Du bist schon eine besondere Marke Alex, hoffe wir sehen uns heuer wieder in Berlin, nachdem es letztes Jahr nicht geklappt hat!!👍

Dienstag 24 März 14:42 Uhr
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Alexander Sokol

Themen: 25
Beiträge: 747
Lanti schreibt:

Du bist schon eine besondere Marke Alex, hoffe wir sehen uns heuer wieder in Berlin, nachdem es letztes Jahr nicht geklappt hat!!👍

Ja heuer bin ich wieder am "Start" 😁.


Dienstag 24 März 17:03 Uhr
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Gambler

Themen: 5
Beiträge: 3493

Auch bei uns in DE gibt es gute und schlechte Leute. In der Regel wird es aber so gemacht wie der Vollprofi Alexander Sokol Alexander Sokol es geschildert hat. Verzögert sich ein Start in FR so verzögert sich auch die Parade in DE. Schon -zigmal erlebt. Wer in HH jetzt gepennt hat, weiß ich nicht. Sehe es aber als die Ausnahme von der Regel. Wie gesagt, es gibt Gute und weniger Gute.

Dienstag 24 März 17:30 Uhr
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Alexander

Themen: 3
Beiträge: 344

Wie du sagst, Gambler: Hamburg, Straubing am 08.02.2026 (1. PMU) und schon ich meine am 01. Januar – mit Oppoli und Schindler – drei Rennen 2026, in denen ca über 300.000 Euro Umsatz verloren gingen. Und rund 3 %, also etwa 10.000 Euro, verschwinden dabei ganz nebenbei und bekommt nicht der  HVT.

Und gleichzeitig werden die Möglichkeiten für uns Wetter in Deutschland immer weniger, überhaupt noch vernünftig hoch einzusteigen.

Und dann wird ausgerechnet so ein PMU-Rennen – mit den Mumm-Pferden – von den Moderatoren einfach verpennt. Das ist nicht nur ärgerlich, das ist schlicht ein Armutszeugnis - auch wenns hart klingt. 

Am Ende bist du als Wetter der Depp der Programme studiert, während die, die ihren Job machen sollten, es offensichtlich nicht gebacken bekommen.“

 

Dienstag 24 März 17:53 Uhr
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Alexander

Themen: 3
Beiträge: 344

Du analysiert ein Rennen, musst am Ende hoffen, dass Umsatz reinkommt, dass die Moderatoren drauf achten, falls eine Startverzögerung ist, aufzupassen, wenn das passt kommt Spiess und haut dich mit einer Fehlentscheidung raus - alles schon erlebt. Ein Wunder, dass in Deutschland immer noch was übrig bleibt. 

Dienstag 24 März 19:04 Uhr
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Frascati

Themen: 1
Beiträge: 683
Alexander schreibt:

Wie du sagst, Gambler: Hamburg, Straubing am 08.02.2026 (1. PMU) und schon ich meine am 01. Januar – mit Oppoli und Schindler – drei Rennen 2026, in denen ca über 300.000 Euro Umsatz verloren gingen. Und rund 9 %, also etwa 10.000 Euro, verschwinden dabei ganz nebenbei und bekommt nicht der  HVT.

Und gleichzeitig werden die Möglichkeiten für uns Wetter in Deutschland immer weniger, überhaupt noch vernünftig hoch einzusteigen.

Und dann wird ausgerechnet so ein PMU-Rennen – mit den Mumm-Pferden – von den Moderatoren einfach verpennt. Das ist nicht nur ärgerlich, das ist schlicht ein Armutszeugnis - auch wenns hart klingt. 

Am Ende bist du als Wetter der Depp der Programme studiert, während die, die ihren Job machen sollten, es offensichtlich nicht gebacken bekommen.“

 

Da ist aber hoffentlich kein unnötiges Nachtreten wegen dem Zehner von damals wieder dabei!?

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