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Datenbank für deutsches Trabrennen 2018 bis heute: Statistiken, Auswertungen, Diskussion
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Donnerstag 07 Mai 23:10 Uhr
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Leporello

Themen: 8
Beiträge: 577

Hallo zusammen,

ich habe in den letzten Wochen eine Datenbank in Postgres entwickelt und alles strukturiert abgelegt, was sich aus den Rennprogrammen und Rennberichten der HVT Seite auslesen lässt. Aktuell stecken 1.128 Renntage drin, das sind 9.998 Rennen plus 1.952 Qualis aus den Jahren 2018 bis Anfang Mai 2026, also alle deutschen Trabrennen der letzten knapp neun Jahre, Tendenz steigend. Daraus ergeben sich 86.802 Starts von 6.381 Pferden mit 1.247 verschiedenen Fahrern, davon 172 mit über 100 Starts als eigentlicher Profistamm. Drin sind außerdem Distanzen, Startarten, Startzeiten, Quoten, Wettauszahlungen, Richtersprüche, Disqualifikationen, Abstände, Laufzeiten, im Grunde alles, was bei HVT online und für jedermann abgerufen werden kann.

Diesen Thread möchte ich nutzen, um mit Euch ins Gespräch zu kommen, über Statistiken, Auffälligkeiten, Hypothesen, die man am Datensatz prüfen kann. Wenn Ihr Fragen habt wie „stimmt das eigentlich, dass Bahn X für Fahrer Y einen Heimvorteil bringt?" oder „wie oft gewinnen eigentlich Teilnehmer aus dem ersten Band?" oder „kann man statistisch nachweisen, dass manche Pferde besser linksrum gehen als rechtsrum?", kann ich das nun versuchen auszuwerten.

Beispiel 1: Stallfahrten

Als Aufhänger mal eine erste kleine Auswertung. Stichwort: Stallfahrten. Dass Stallkollegen sich im Rennen taktisch unterstützen, wird oft diskutiert, aber wie groß ist der Effekt eigentlich? Hier am Beispiel Michael Nimczyk und Robbin Bot, beide aus dem Stall Nimczyk.

Stallvergleich MN RB

Schaut man sich an, wie oft die beiden gewinnen, je nachdem ob der Stallkollege im selben Rennen steht oder nicht, kommt ein interessantes Bild raus. Michael Nimczyk gewinnt in seinen 2.139 Solostarts ohne Bot 37,7 % seiner Rennen. Stehen beide gemeinsam am Start, fällt seine Quote sogar ab auf 35,7 % . Bei Robbin Bot sieht das ganz anders aus. Ohne Nimczyk im Feld gewinnt er 32,8 Prozent seiner 862 Solostarts, also fast genauso oft wie sein Stallkollege. Sobald Nimczyk aber dabei ist, bricht seine Siegquote auf 17,1 % ein, also fast eine Halbierung. Bei 2.361 Bot Starts insgesamt ist das mit Sicherheit kein statistisches Rauschen, sondern ein massiver, systematischer und vor allem signifikanter Effekt.

Ich hatte bislang gedacht: klassische Stallfahrt, Bot deckt Nimczyk, der Stall holt sich den Sieg. Schaut man aber genauer hin, stimmt das gar nicht. In den 1.499 gemeinsamen Rennen gewinnt der Stall insgesamt 791 Mal, also 52,8 Prozent. Wenn beide unabhängig voneinander mit ihren Soloquoten antreten würden, wäre die Erwartung 58,1 Prozent. Der Stall liegt also rund fünf Prozentpunkte unter dem statistischen Erwartungswert, sobald beide gemeinsam fahren.

Das ist sogar das Gegenteil eines Stallvorteils. Plausibelste Erklärung dafür: Bot bekommt in den gemeinsamen Rennen die schwächeren Pferde aus dem Stall, während Nimczyk die besseren fährt. Dadurch sinkt Bots Quote massiv, ohne dass Nimczyk davon profitiert. 

 

Beispiel 2: Wer bringt Favoriten ins Ziel?

Ich habe für jedes Rennen das den Favoriten identifiziert  (im Schnitt mit Quote 1,93) und dann pro Fahrer geschaut, wie oft er diesen Favoriten tatsächlich nach Hause bringt.

Insgesamt gewinnen Favoriten 49,6 Prozent aller Rennen, das ist die Baseline. Hier die Top 10 Fahrer mit mindestens 100 Favoritenstarts:

Rang Fahrer Favoritenstarts Favoritensiege Sieg-Quote
1 Peter Platzer 107 67 62,6 %
2 Andre Pögel 115 69 60,0 %
3 Ronja Walter 122 72 59,0 %
4 Josef Franzl 542 320 59,0 %
5 Rudolf Haller 470 268 57,0 %
6 Gerhard Biendl 146 82 56,2 %
7 Thomas Panschow 147 82 55,8 %
8 Christoph Schwarz 296 161 54,4 %
9 Michael Nimczyk 1.471 784 53,3 %
10 Jaap van Rijn 241 127 52,7 %

 

Die Spitzenwerte von Platzer und Pögel hätte ich nicht erwartet, sind aber durch eher kleine Stichproben (rund 100 bis 122 Starts) noch leicht volatil. Die wirklich harten Zahlen liefert Josef Franzl mit 59,0 % bei 542 Starts, dicht gefolgt von Rudolf Haller mit 57,0 Prozent bei 470 Starts. Beide sind also auf großer Stichprobe deutlich über dem Schnitt.

 

Beispiel drei: Die Sieg-Könige

Welches Pferd hat in den letzten neun Jahren die meisten Siege geholt? Hier die Top 10:

Rang Pferd Geschlecht Jahrgang Starts Siege Sieg-Quote
1 Exclusive Fire H 2015 93 37 39,8 %
2 Ocean Blue S 2013 59 35 59,3 %
3 Far West H 2015 87 31 35,6 %
4 Favori de la Basle (FR) W 2015 72 31 43,1 %
5 Mister Ed Heldia H 2014 74 31 41,9 %
6 Versace Diamant W 2016 65 30 46,2 %
7 Flash Gordon H 2015 90 29 32,2 %
8 Zucchero W 2015 92 28 30,4 %
9 Tyron Hill H 2017 43 27 62,8 %
10 Dan CG H 2017 61 27 44,3 %

 

Sieg-König ist Exclusive Fire mit 37 Siegen. Effizienz-Rekordhalter ist Tyron Hill mit beeindruckenden 62,8 Prozent Sieg-Quote (27 Siege aus nur 43 Starts). Auffällig: Sechs der zehn Pferde stammen aus Jahrgang 2015, offenbar ein außergewöhnlich starker Klassiker-Jahrgang.

 

Beispiel vier: Bahnrekorde

Hier noch die schnellste je gefahrene Zeit zwischen 2018 und 2026 pro deutscher Trabrennbahn:

Bahn Pferd Fahrer Datum Zeit
Berlin-Mariendorf Honey Bear Victor Gentz 31.05.2025 1:10,00
Hamburg Generaal Bianco Peter Untersteiner 13.10.2018 1:10,60
Gelsenkirchen Mud Hill (SE) Marciano Hauber 26.10.2024 1:11,40
Mönchengladbach Jaxon Schermer Michael Nimczyk 30.07.2022 1:12,50
Berlin-Karlshorst Parom (UA) Dennis Spangenberg 28.09.2024 1:12,50
München-Daglfing Celestial Light TK Gerhard Biendl 21.04.2018 1:12,80
Pfarrkirchen Soccer Victor Gentz 21.05.2018 1:14,20
Straubing Desiderio Marisa Bock 01.10.2025 1:14,40

 

Alle Rekorde stammen aus dem Autostart, fast alle über die englische Meile (1.609 m). Victor Gentz hält die Rekorde gleich auf zwei Bahnen, Mariendorf und Pfarrkirchen.

Ich will hier ausdrücklich niemandem etwas unterstellen, am Ende sind das Zahlen, keine Beweise. Aber genau das ist ja der Reiz: Man kann solche Muster jetzt sauber quantifizieren statt nur darüber zu reden.

 

Beispiel fünf: das direkte Duell

Welche zwei Pferde sind eigentlich am häufigsten gegeneinander gelaufen? Antwort: Far West und Zucchero, beide schon aus der Sieg-Top-10 bekannt, beide Jahrgang 2015, beide mit München-Daglfing als Heimat. Stolze 28 gemeinsame Rennen über fünfeinhalb Jahre, vom 10.06.2019 in Pfarrkirchen bis zum 27.01.2025 in Straubing. Davon 21 in Daglfing, der Rest in Pfarrkirchen und Straubing.

Statistik Far West Zucchero
Häufiger vorne im direkten Duell 10 17
Echte Siege wenn beide am Start 7 6
Durchschnittsplatz im Duell 3,30 2,68

 

Auf den ersten Blick ist Zucchero im direkten Vergleich klar überlegen, 17 mal vorne von 28, plus besserer Durchschnittsplatz. Bei den echten Siegen dreht es sich aber leicht: Far West bringt 7 Siege nach Hause, Zucchero 6. 

Wenn jemand eine konkrete Fahrer Pferd Kombination, eine Bahn, einen Trainerstall oder eine bestimmte Startart genauer beleuchtet haben möchte, schreibt es einfach in den Thread. Genauso bin ich offen für Vorschläge, welche Auswertungen für die Allgemeinheit interessant wären, etwa Auszahlungsverhalten in der Dreierwette, Disqualifikationsquoten einzelner Richtergespanne oder Heimvorteilsanalysen.

Ich freue mich auf Eure Fragen und Ideen. 

Ansonsten poste ich immer mal wieder neue Auswertungen rein, sobald mir was einfällt. Gerade eben habe ich noch zahlreiche im Kopf;)

PS: Alle Zahlen werden automatisch aus den Rennprogrammen und Rennberichten gezogen und plausibilisiert, dennoch alles ohne Gewähr. Die Rennberichte beim HVT werden offensichtlich per Hand gepflegt, da rutschen mal Tippfehler durch, fehlen Einträge oder sind Felder uneinheitlich befüllt. Klassiker ist der Richterspruch und die Abstände, das ist nahezu auf jeder Bahn uneinheitlich. Die meisten dieser Lücken kann ich abfangen, ein paar Restfehler bleiben aber immer drin. Bei einzelnen Rennen sind manche Felder leer, das verzerrt einzelne Auswertungen aber nicht spürbar.

Freitag 08 Mai 00:02 Uhr
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Yankee Butcher

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KI kann einem viel Arbeit abnehmen - Korrektur lesen wäre dennoch empfehlenswert 😏 KI macht viele Fehler! 😉

Freitag 08 Mai 01:25 Uhr
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Leporello

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Yankee Butcher schreibt:

KI kann einem viel Arbeit abnehmen - Korrektur lesen wäre dennoch empfehlenswert 😏 KI macht viele Fehler! 😉

Hast du was Konkretes gefunden? Sag gern Bescheid, dann korrigiere ich. Die Zahlen sind alle direkt aus der Datenbank per SQL gezogen. Eine Normaliserung der DB wäre ohne KI wohl nicht möglich. Die Rennberichte sind voll von unterschiedlichen Schreibweisen von Pferdenamen, Richtersprüchen und Co. 

Falls jemand tiefer einstiegen möchte, hier auch mein Datenmodell.

 

Freitag 08 Mai 07:09 Uhr
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Nicolai Laaser

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Beiträge: 740

Guten Morgen Henning, 

in Mariendorf liegt der Bahnrekord bei 1:09,5 durch Jimmy Ferro BR im Besitz und hier schließt sich der Kreis von Yankee Butcher Yankee Butcher

Datum: 01.06.2025

Freitag 08 Mai 07:51 Uhr
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Leporello

Themen: 8
Beiträge: 577
Nicolai Laaser schreibt:

Guten Morgen Henning, 

in Mariendorf liegt der Bahnrekord bei 1:09,5 durch Jimmy Ferro BR im Besitz und hier schließt sich der Kreis von Yankee Butcher Yankee Butcher

Datum: 01.06.2025

Danke Nico,

immer her mit weiteren Unstimmigkeiten. Ich sehe auch den Grund:

 

Auf der HVT-Seite ist die Zeit mit 1:9,5 angegeben.

Mein Python-Einlesescript hat genau diesen Wert verworfen und auf Null gesetzt, weil es den Wert im Format 1:XY,Z (1:09,5) erwartet hat und nicht (1:X,Z). Der Renntag an sich ist drin. Ich ärger mich sehr, weil beim Einlesen ist genau hier eine "Warning Message" geschmissen worden, die ich mir nicht angeschaut habe.

Ich überlege meine Datenbank auch als OpenSource für jedermann zur Verfügung zu Stellen. Sind ja alles öffentliche Daten und wenn es noch mehr Anwender gäbe, könnte man auch besser testen. Ärgere mich schon seit Jahren, dass der HVT keine Schnittstelle anbietet. Ich liebe Statistiken, also wer mag kann sich gerne bei mir melden.  

 

Freitag 08 Mai 08:26 Uhr
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Holger Hülsheger

Themen: 30
Beiträge: 590

Banks hält den Bahnrekord in Hamburg mit 09,9 !

Freitag 08 Mai 08:29 Uhr
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Alexander

Themen: 4
Beiträge: 654

Die Statistiken im deutschen Trabrennsport haben leider nur eine begrenzte bis wenig Aussagekraft. Beispielsweise wird das Mannschaftsfahren von MN  statistisch unzureichend erfasst, obwohl es in der Praxis tatsächlich existiert. Überwiegend gewinnt dieser dominanter Stall  ohne Stalltaktik, weil die Pferde zu überlegen sind, dennoch bleibt das taktische Zusammenspiel ein zusätzlicher bewusst eingesetzter Faktor, den es so in der Vergangenheit nie gab. Ebenso taucht das bewusste Mitziehen eines Stallkollegen zur Verbesserung der Platzierung in keiner Statistik auf.

Dass Far West und Zucchero so häufig aufeinandertrafen, liegt vor allem daran, dass es heute deutlich weniger Rennveranstaltungen gibt. Früher konnten sich die Wege durch Bahnen wie PAF, Straubing oder Mühldorf häufiger trennen. Heute ist ein Ausweichen kaum noch möglich.

Auch die Zeiten haben heutzutage fast keine Aussagekraft. Als Jimmy Ferro die 1:09,5 lief, wurde Honey Bear mit 1:10,0 Zweiter. Nach reiner Zeitbewertung müsste Honey Bear damit ebenfalls ein Ausnahmepferd sein – was die Relativität solcher Werte verdeutlicht. Teilweise stellt sich sogar die Frage, wie präzise die Zeiten hierzulande überhaupt gemessen werden.

Franzl bringt mehr Favoriten ins Ziel, weil er seine Pferde gezielt so managt, dass sie häufiger Siege als hohe Gewinnsummen vorweisen können. Jaap hingegen sucht eher den sportlichen Wettbewerb auf höherem Niveau. Dass After Dark Diamant am kommenden Renntag in Straubing startet, sagt bereits vieles über Franzls Vorgehensweise aus. Ein Fahrer wie Jaap würde mit einem solchen Pferd eher international antreten. Franzl sammelt dagegen lieber statistisch schöne, sportlich aber oft wenig aussagekräftige Siege.

Interessant ist dagegen die Statistik aus Schweden, welche die Siegverteilung nach Startnummern untersucht. Dort gewinnen vor allem die Nummern 1 bis 3 besonders häufig. Das liegt daran, dass dort noch echte Konkurrenz und eine größere Leistungsdichte vorhanden sind – wodurch die Ausgangsposition tatsächlich entscheidend wird. In Deutschland bestehen viele Rennen inzwischen zu einem großen Teil aus Feldfüllern, sowohl bei den Pferden als auch bei den Fahrern. Daher wäre selbst diese interessante Statistik hier uninteressant.

 

Letztlich hilft Statistik allein kaum bei der Analyse des nächsten Rennens. Mit vergangenen Zahlen gewinnt kein Wetter automatisch Geld, weil jedes Rennen individuell bewertet werden muss.  Diese Statistike dient eher der Außendarstellung der Aktiven als einem echten sportlichen Erkenntnisgewinn. In einem Umfeld mit wenig Leistungsdichte verlieren solche Zahlen zusätzlich an Wert.

Freitag 08 Mai 08:34 Uhr
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Trotto

Themen: 1562
Beiträge: 569

Freitag 08 Mai 08:45 Uhr
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Leporello

Themen: 8
Beiträge: 577

Der Fehler müsste alle Pferde mit einer Zeit von unter 1:10,0 betreffen. Ich schaue mir auch noch mal genau die Warnungen an. 

Der Einleseprozess ist so gebaut, dass im Zweifel unplausible Werte genullt werden. Hier war er zu defensiv eingestellt. 

Danke jedenfalls für die Korrekturen, freut mich sehr

Freitag 08 Mai 09:09 Uhr
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Cotopaxi

Themen: 14
Beiträge: 2031

Leporello Leporello tolle Sache - ich mag Statistiken!   Das die 9,9 nicht erkannt werden liegt vermutlich daran, das es 1.09,9 lauten sollte. 

Spannend für Spieler wären generell die H2H wie von Dir bei Far West/Zuccero angeführt - speziell dann, wenn man in die jeweiligen Rennen dann hineinklicken könnte (wie bei ATG, "jämför" im detailierten Formenspiegel).  

Ich denke, Statistiken als kompakte Zusammenfassung von Fakten immer hilfreich. Sich dann daraus resultierend das eine oder andere Video anzusehen der nächste Schritt. Betrifft mich eher in AT und SWE... und ab und zu Bayern.😇

BRAVO!

🤠

 

 

Freitag 08 Mai 09:23 Uhr
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Leporello

Themen: 8
Beiträge: 577
Cotopaxi schreibt:

Leporello Leporello tolle Sache - ich mag Statistiken!   Das die 9,9 nicht erkannt werden liegt vermutlich daran, das es 1.09,9 lauten sollte. 

Spannend für Spieler wären generell die H2H wie von Dir bei Far West/Zuccero angeführt - speziell dann, wenn man in die jeweiligen Rennen dann hineinklicken könnte (wie bei ATG, "jämför" im detailierten Formenspiegel).  

Ich denke, Statistiken als kompakte Zusammenfassung von Fakten immer hilfreich. Sich dann daraus resultierend das eine oder andere Video anzusehen der nächste Schritt. Betrifft mich eher in AT und SWE... und ab und zu Bayern.😇

BRAVO!

🤠

 

 

Das ist eine tolle Anregung. Ich versuche eine kleine webbasierte Anwendung zu basteln, wo man zwei Pferde eingibt und dann das genau rauskommt. Das könnte dann jeder, der Spaß dran hat, ohne Datenbankkenntnisse nutzen.  Natürlich alles ohne Gewähr und ein bisschen dauern wird's auch. 

Freitag 08 Mai 11:07 Uhr
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High Roller

Themen: 25
Beiträge: 3440

Leporello tolle Sache denn Statistik ist nie schädlich egal ob man diese nutzt oder nicht denn das obliegt jeden selbst .

Nachjustieren liegt in der Sache .

Statistik durchdringt die Dinge und schafft Klarheit . Statistik spricht die Wahrheit nach dem Gesetz der großen Zahlen . Umso mehr auswertbare Zahlen umso näher an der Wahrheit .

Die GPIs haben mal in den 80 zigern bzw. die Vorgänger mit Statistik angefangen Rennen auszuwerten . Heute bestätigt sich das die nicht verkehrt liegen auch wenn die natürlich bessere Wettmodelle haben als der normale Wetter . Die schaffen es auch gegen Insider anzutreten die man automatisch im Sport hat .

Ich habe für mich einen Weg gefunden wie man diese ableuchtet . Sinnlos gegen die anzutreten im internationalen Galopp . 

Finde ich gut was du machst 👍 

Freitag 08 Mai 21:11 Uhr
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Leporello

Themen: 8
Beiträge: 577

Top-5-Siegzeiten je Bahn (2014–2026, ohne Quali)

Berlin-Karlshorst (BK)

# km-Zeit Pferd Fahrer Datum Distanz
1 1:12,5 Parom Dennis Spangenberg 29.09.2024 1609 m
2 1:13,4 Russel Dennis Spangenberg 03.09.2023 1300 m
3 1:13,8 Paris Turf Sarah Kube 23.08.2020 2000 m
4 1:14,0 Willow Bay Evert Jorma Oikarinen 15.08.2021 2000 m
5 1:14,2 Willow Bay Evert Jorma Oikarinen 23.08.2017 2000 m

Berlin-Mariendorf (BM)

# km-Zeit Pferd Fahrer Datum Distanz
1 1:09,5 Jimmy Ferro BR Michael Nimczyk 01.06.2025 1609 m
2 1:10,5 Chimichurri Thorsten Tietz 21.05.2023 1609 m
3 1:10,5 Corps et Ame Quentin Seguin 09.08.2025 1609 m
4 1:10,6 Halva von Haithabu Thorsten Tietz 09.10.2022 1609 m
5 1:10,7 Major Ass Michael Hönemann 10.10.2021 1609 m

Gelsenkirchen (GE)

# km-Zeit Pferd Fahrer Datum Distanz
1 1:11,4 Mud Hill Marciano Hauber 27.10.2024 1609 m
2 1:11,5 Nicolas Matisse Marciano Hauber 07.12.2025 1609 m
3 1:11,9 Ferrari Haleryd Robin Bakker 01.05.2015 1609 m
4 1:12,2 Hector Boko Jaap van Rijn 16.12.2019 1609 m
5 1:12,3 Ocean Dream Thomas Panschow 21.06.2015 1609 m

Hamburg (HB)

# km-Zeit Pferd Fahrer Datum Distanz
1 1:09,9 Banks Michael Larsen 15.06.2014 1680 m
2 1:10,6 Generaal Bianco Peter Untersteiner 14.10.2018 1680 m
3 1:10,8 Tripolini VP Jeppe Juel 09.10.2016 1680 m
4 1:11,4 Okay Bee Erik Adielsson 12.10.2014 1680 m
5 1:11,4 Charlotte Newport Michael Nimczyk 14.10.2018 1680 m

Mönchengladbach (MG)

# km-Zeit Pferd Fahrer Datum Distanz
1 1:12,5 Jaxon Schermer Michael Nimczyk 31.07.2022 1609 m
2 1:12,7 Ito Jochen Holzschuh 18.04.2024 2100 m
3 1:12,8 Itseblitz Jochen Holzschuh 16.12.2023 1100 m
4 1:12,8 Kiss Me Bo Tim Schwarma 16.12.2023 1100 m
5 1:13,3 Broadwell Michael Nimczyk 21.05.2020 2100 m

München-Daglfing (MD)

# km-Zeit Pferd Fahrer Datum Distanz
1 1:12,4 Stanislawski Dominik Locqueneux 17.07.2014 1609 m
2 1:12,8 Celestial Light TK Gerhard Biendl 22.04.2018 1609 m
3 1:12,9 Stark Bi Rudolf Haller 04.09.2016 1609 m
4 1:13,0 Desert King Roland Hülskath 07.04.2019 1609 m
5 1:13,1 Ganystar Maik Esper 21.09.2014 1609 m

Pfarrkirchen (PK)

# km-Zeit Pferd Fahrer Datum Distanz
1 1:14,2 Soccer Victor Gentz 22.05.2018 1609 m
2 1:14,4 Tyron Hill Josef Franzl 30.05.2023 2450 m
3 1:14,9 Snooze Marisa Bock 10.06.2025 2100 m
4 1:15,0 Ostwind Bo Ronja Walter 30.05.2023 1600 m
5 1:15,2 Idefix Rudolf Haller 29.05.2023 2100 m

Straubing (SR)

 

# km-Zeit Pferd Fahrer Datum Distanz
1 1:14,4 Desiderio Marisa Bock 02.10.2025 1925 m
2 1:14,8 Lozano Boko Christoph Fischer 09.01.2023 1925 m
3 1:15,0 Cashback Pellini Gerhard Mayr 23.09.2019 1925 m
4 1:15,1 Desiderio Christoph Schwarz 06.01.2026 1925 m
5 1:15,4 Oscar de Jan R Thomas Pribil 12.06.2021 1925 m

 

Ich habe hier den Fehler gefunden. Bitte schaut drüber, ob es so passt. Gleichzeitig habe ich meinen Algorithmus auf die Jahre 2014 -2018 erweitert und es hat geklappt. Was war denn das für eine Fahrt von Tyron Hill und Seppi Franzl in Pfarrkirchen am 30.05.2023? Bei 2450m Vize Rekordhalter in den letzen 12 Jahren.

 

Neu. Ich habe die Durchschnittlichen Gewinnzeiten der Pferde pro Jahr und Bahn abgetragen. Es ist offensichtlich, dass die Pferde immer schneller werden. 

 

 

Insbesondere Mariendorf und Hamburg ist für mich noch schneller geworden als gedacht. Wurde in Gladbach mal das Geläuf geändert, so um 2020 rum? Es sieht so aus. Das Zickzack in Pfarrkirchen würde ich nicht weiter beachten, weil die Anzahl Rennen einfach deutlich weniger sind.

 

 

Samstag 09 Mai 18:58 Uhr
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Chappiho

Themen: 1
Beiträge: 1565

Das spannende bei Statistiken sind intervenierende Variablen.

Logo: Bot als der bessere Fahrer fährt für den Boss in gemeinsamen Rennen, ist natürlich solo stärker.

 

"Der Stall liegt also rund fünf Prozentpunkte unter dem statistischen Erwartungswert, sobald beide gemeinsam fahren. Das ist sogar das Gegenteil eines Stallvorteils.

Die Jungs sind ja plietsch, wissen selbst, dass Bot mit den Pferden bei Team-Fahrten auf der Strecke bleibt. Deshalb setzen sie Teamfahrten an, wenn ein Pferd Unterstützung braucht. Sprich: Ist der Starter stark genug, gibt es keine Team-Fahrt, MN startet solo. Deshalb ist MN solo stärker (mit den besseren Pferden) - bei den Team-Fahrten fährt er (form-)schwächere Pferde, dann kommt der Steigbügelhalter. Natürlich in der Tendenz, nicht im Einzelfall.

Reine These von mir - überprüfen könnte man es nur, wenn man die Rennen von den unterstützen MN-Pferden 1 zu 1 wiederholt ohne Unterstützung. Nach meiner These wäre die Siegquote dann nochmals deutlich geringer. Und somit hätten sich die Stallfahrten doch gelohnt.

Samstag 09 Mai 19:18 Uhr
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Holger Hülsheger

Themen: 30
Beiträge: 590

Ich bin absolut kein Daglfing Experte, aber ist nicht Sir Isaac vor ewigen Zeiten mit Heli Biendl 12,2 dort gelaufen ? Besitzer von Finck.

Da müssen mir die Münchner helfen. Bei Banks war ich zu 100 Prozent sicher.

In Ge müsste es Guvo de Bloomerd sein, der Mitte der 90er 11,2 oder 11,3 auf die Bahn trommelte.

Über 2.000 m gewann Activity mal in 11,9 mit Anders Lindquist das Elite-Rennen.

Ohne Gewähr - da alles aus dem Gedächtnis.

Samstag 09 Mai 20:01 Uhr
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Leporello

Themen: 8
Beiträge: 577

Holger Hülsheger Holger Hülsheger  Derzeit habe ich alle Renntage bis 2014 drin. Morgen versuche ich die restlich verfügbaren einzulesen. Vielleicht finde ich es dann.

Chappiho Chappiho  Ich kann das mal versuchen zu analysieren und bspw. die Quote von MN mit berücksichtige. 

Samstag 09 Mai 22:58 Uhr
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Leporello

Themen: 8
Beiträge: 577

Ich hatte hier zwei spannende Auswertungen vorbereitet (längste Sieg-Serien seit 2014, Schiebewetten-Endkapitale), bin aber gerade beim Lesen der HVT-Nutzungsbedingungen darauf gestoßen, dass ich für die Weitergabe der Daten lieber kurz beim HVT nachfrage. Wenn das OK ist, kommen die Auswertungen demnächst, ansonsten halt nicht.

Sonntag 10 Mai 12:49 Uhr
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Alexander

Themen: 4
Beiträge: 654

Sir Isaac gewann in München damals in ca. 12.2, das ist richtig Holger, welch ein Gedächnis, war aber in den 90iger Jahren und da dürfte weder Form noch sonstige Statiskiten zu finden sein, außer Fifi hat das Heft irgendwo herumliegen. Diese außergewöhnliche Zeit kam aber über 1600 Meter zustande und Sir Isaac war ein super Pferd, dass sich die 12.2 damals auch verdient hatte. Entweder Spitze oder sogar durch die Geige. Wenn ich sehe was heute Pferde wie Snooze für Zeiten laufen. Insgesamt ohne Konkurrent im Rennen, alles findet kampflos statt und einen Sahnetag auf einer Provinzbahn. Total wertlos. Oder Cashback Pellini Rekordlauf in Str., ein Pferd, dass so hörte man 70.000 Euro aus Schweden kostete und seit 7 Jahren in Österreich nur 20 Rennen gewann. Das auf einem Augen blinde vor zwei Jahren ebenfalls für rund 70.000 Euro gekaufte Nurmos Pferd (Name schon vergessen) hat dagegen noch kein Rennen gewonnen, vielleicht staret der im Pfingstmeeting und trabt Bahnrekord wer weiß. 

Verstehe sowieso nicht wie man startschwache Pferde für teures Geld für Österreich kauft. Ein Tangelo wäre für Österreich ein Spaß-Pferd, dass dort jeden Start in der Internationalen Klasse Start-Ziel gehen würde. 

Sonntag 10 Mai 22:11 Uhr
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Georg Schober

Themen: 8
Beiträge: 206
Alexander schreibt:

Sir Isaac gewann in München damals in ca. 12.2, 

Sir Isaac hatte nach den HVT-Daten einen Rekord von 

 

1:13,0 / 1.609 m / A / 03.07.1994
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