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Comeback von Idao De Tillard in Caen
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Mittwoch 11 März 07:51 Uhr
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Trotto

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Vorschau Caen, Donnerstag 12.03.2026

(hhü) Nach fünfmonatiger Auszeit wird der zweifache Amèrique-Sieger Idao De Tillard sein Comeback in der alten normannischen Hauptstadt geben.

 

Trainer Thierry Duvaldestin hat mit dem Prix De Cauvicourt eine absolut perfekte Aufgabe für den Wiedereinstieg seines Cracks ausgesucht. In dieser Course D-Prüfung sind nur Pferde startberechtigt, die seit dem 31. Oktober 2025 nicht mehr als 35.000 € verdient haben. Somit kann der von Clement Duvaldestin gefahrene dreifache Millionär in einer für ihn äußerst günstigen Autostart-Prüfung wieder ins Geschehen eingreifen. Sein Trainer ließ schon im Vorfeld verlauten, dass Idao bei weitem noch nicht auf Hundert sei und schickt ihn daher hier beim Comeback auch lediglich mit einem gelben Smiley versehen in die 2.200 m lange Partie. Aber auch wenn der Achtjährige derzeit bei nur 80 Prozent seines Leistungsvermögens ist und ihn sein Fahrer aus der Deckung wahrscheinlich nur nach Belieben des Pferdes den sehr langen Einlauf runter laufen lassen wird, so muss der Superstar gegen diese Truppe dennoch auch für den Sieg in Betracht gezogen werden.

Der kleine Igrec De Celland (Benjamin Rochard) sorgte in der vergangenen Saison im GNT für mächtig Furore und spürte dann am Ende des Jahres die vielen Rennen und auch die vielen Kilometer auf dem Transporter bei seinen Auftritten in ganz Frankreich. Zuletzt in Cagnes hatte er am Ende des Feldes stark pullend in einem sehr taktisch gelaufenen Rennen im Speed keine ernsthafte Chance mehr und wurde dabei auch noch mehrfach aufgehalten. Hier sollte er aus erster Reihe in einem schnellen Rennen wieder besser zur Geltung kommen.

Im gleichen Rennen sprang sich Gendreen (Alexandre Abrivard) frühzeitig aus der Partie und konnte auch danach in Vincennes als Achter keine Akzente setzen. Der Zehnjährige hat es derzeit sehr schwer, ist aber streng nach eigentlicher Klasse hier ein 2/3 Pferd.

Im bereits wiederholt erwähnten Rennen in Cagnes zeigte Invictus Madiba (Yoann Lebourgeois) als Vierter endlich mal wieder einen Ansatz. Die relativ kurze Distanz sollte dem gerne aus dem Vordertreffen agierenden Booster Winner-Sohn hier in die Karten spielen.

Hier der Link zum Rennprogramm:https://www.trotto.de/rennen/Trab/Frankreich/Caen/120326030208

Freitag 13 März 11:50 Uhr
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Alexander Sokol

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Ich hoffe ja das Idao de Tillard gerade einmal erst bei 50% seines Leistungsvermögens ist, wenn das 80% waren wäre es besser die Karriere zu beenden.

Freitag 13 März 13:04 Uhr
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Gambler

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Andererseits, wenn du auf 11,2 noch 20% Leistung drauf packst kommt zumindest eine anständige Zeit raus.

Freitag 13 März 14:26 Uhr
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Alexander Sokol

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Mir geht es selten um Zeiten - sondern eher um den Stil. Der war für mich nicht gut. Gegenüber seinem Trainingsgefährten Lancier du Gotier hat er im Einlauf geschätzt 8-10 Längen verloren war dieser doch Anfang der Geraden noch deutlich hinter Idao de Tillard, und "Lancier" hat sein Trainer mit einem roten Smiley versehen.

Aber ja - mir ist schon klar das man solche Debüts vor allem in Frankreich nicht überbewerten sollte. Ausgesehen hat es dennoch nicht gut.


Freitag 13 März 14:44 Uhr
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Markus H

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Vor allem die letzten Meter waren alles andere als gut. Normal kommt da ja sein Speed. Diesmal Kopf runter und eher war der Rückzug angesagt. Völlig ausdrucksloses Laufen.

Freitag 13 März 15:14 Uhr
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Gambler

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Alexander Sokol Alexander Sokol War auch nicht ganz so ernst gemeint. Er sollte wohl nur dahin laufen, wohin er selbst laufen wollte. Duvaldestin hat ihn nicht gefordert. Er war aber nicht so lauffreudig, dass er nochmal von sich selber aus zulegen wollte.  Also abwarten und es erst einmal Finger weglassen.

Freitag 13 März 15:26 Uhr
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Labido

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wohin er selbst laufen wollte. 

 

Selbst wollte er nur noch in den Stall laufen.

Freitag 13 März 15:37 Uhr
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Daisy

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Hoffe ja seine Gesundheit bleibt ihm erhalten. Dachte nicht das er mit dieser Krankengeschichte überhaupt noch mal startet...

Freitag 13 März 15:45 Uhr
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Dip

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Alexander Sokol schreibt:

Gegenüber seinem Trainingsgefährten Lancier du Gotier hat er im Einlauf geschätzt 8-10 Längen verloren war dieser doch Anfang der Geraden noch deutlich hinter Idao de Tillard, und "Lancier" hat sein Trainer mit einem roten Smiley versehen.



Das wurde einen Tag vor dem Rennen von Thierry Duvaldestin ziemlich ausführlich kommuniziert. Und es kam exakt so, wie es der Trainer angekündigt hatte: 

"Il a fait beaucoup de box et s'est démusclé, comme Idao. Il est allé faire pas mal de piscine au Haras de Sassy (Orne). Il est sorti sur l'hippodrome de Mauquenchy il y a deux semaines, mais seulement à la promenade. Sachez aussi qu'il a commencé la monte et que tout se passe bien. Le cheval est bien, mais j'ai mis un émoji rouge, car il a besoin de courir et risque de manquer de rythme. Je serais donc surpris de le voir terminer à l'arrivée jeudi, mais on ne l'empêchera pas d'être cinquième. Il va se produire régulièrement au printemps et suivre le programme classique réservé à sa génération, avant d'éviter Enghien cet été. Son programme passera par le Prix Robert Auvray (Gr. II - 2.700 mètres GP), le 11 avril à Vincennes, son premier objectif de la saison.”

Freitag 13 März 16:34 Uhr
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Thomas Welsing

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Beiträge: 641

Nach so einer Krankengeschichte  wäre es für mich ein Wunder ,wenn er wieder ganz der Alte würde,denn die Innenorgane haben viel mitgemacht.Es ist doch erstmal das Größte,dass er noch lebt.

Freitag 13 März 16:57 Uhr
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Alexander Sokol

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Beiträge: 737

Danke Dirk. Habe mir ehrlich gesagt auch nur das Rennen heute in der Wiederholung angesehen, daher meine Eindrücke vom gesichteten Material.

Umso mehr verwunderlich, denn französische Wetter in der Gesamtheit zumindest die höheren konsumieren in der Regel ja solche Informationen, warum er für 1,6 abgeht.

Aber gut dieses Spiel kenne ich ja auch von uns - da gibt man Leuten in der Vorschau schon den Hinweis, dass es nur ein Aufbaustart wird und keinesfalls eine Top-3 wahrscheinlich nicht mal eine kleine Prämie - sind im letzten Drittel der Einschätzungen getippt und dann "Blinker" am Wettmarkt.

Es ist nur zu hoffen dass er wieder halbwegs zu alter Stärke zurückfindet, denn ich für meinen Geschmack finde nichts schlimmer als solche Pferde früher oder später im Nirvana verschwinden zu sehen. Das haben sie sich nicht verdient. Denn es macht schon ein anderes Bild wenn einer erfolgreich und dann verletzungsbedingt abtritt oder eben nochmals nach einer Verletzung gebracht wird und dann nur noch mit "Nicht-Leistungen" eben auf Grund der Schwere der Verletzungen nie wieder an das Leistungsniveau herankommt.

Ist aber nur meine bescheidene Meinung 😉


Freitag 13 März 16:59 Uhr
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Alexander Sokol

Themen: 25
Beiträge: 737
Thomas Welsing schreibt:

Nach so einer Krankengeschichte  wäre es für mich ein Wunder ,wenn er wieder ganz der Alte würde,denn die Innenorgane haben viel mitgemacht.Es ist doch erstmal das Größte,dass er noch lebt.

Das steht natürlich komplett außer Frage.

Freitag 13 März 17:43 Uhr
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KillerQueen

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Beiträge: 3583
Alexander Sokol schreibt:

 ich finde nichts schlimmer als solche Pferde früher oder später im Nirvana verschwinden zu sehen. Das haben sie sich nicht verdient.

Die Umschreibung für alle jene die um dreistellige Beträge nach Malta verkauft werden. Das aber wird ihm sicherlich erspart bleiben

Freitag 13 März 19:41 Uhr
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Digga

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Beiträge: 39
KillerQueen schreibt:
Alexander Sokol schreibt:

 ich finde nichts schlimmer als solche Pferde früher oder später im Nirvana verschwinden zu sehen. Das haben sie sich nicht verdient.

Die Umschreibung für alle jene die um dreistellige Beträge nach Malta verkauft werden. Das aber wird ihm sicherlich erspart bleiben

Nach zwei PdA-Siegen "hoffentlich "kaum vorstellbar. 

Freitag 13 März 20:30 Uhr
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Gambler

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Dip  Dip  ich glaube T.Duvaldestin sprach über Lancier und nicht über Idao, oder habe ich da etwas missverstanden. 

Samstag 14 März 11:30 Uhr
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Dip

Themen: 62
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Gambler Gambler Ja genau, er sprach hier über Lancier und begründete die Wahl des roten smileys bei ihm. Ich hab das nur reinkopiert, weilAlexander Sokol Alexander Sokol diesen Punkt erwähnte und sich auch zurecht etwas darüber wunderte.

Bezüglich Idao de Tillard war der Trainer angesichts der im Vergleich zu Lancier du Goutier deutlich schwereren Verletzung im Vorfeld natürlich deutlich skeptischer.
Es sei eine sehr schwere Operation gewesen, nach der Idao ganz behutsam und step by step wieder aufgebaut werden müsse. Der Tierarzt habe von vornherein bereits von einer "sehr langen Rehabilitationszeit" gesprochen.
Thierry erwähnte zudem, dass Idao in der Zeit zwischen Operation und den ersten Schritten - die Pflegerin sei anfangs einige Wochen lediglich für zwei Stunden ganz langsam mit ihm spazierengegangen, damit er sich wieder an alles gewöhnen, er während der Spaziergänge Gras fressen und langsam wieder zu Kräften komme könne, nicht im Paddock zu den anderen Pferden gebracht werden konnte, weil die Naht nach der OP noch nicht vollständig verheilt war. Des Weiteren habe Idao speziell in der Hinterhand sehr viel Muskelmasse verloren, die erst wieder aufgebaut werden müsse. Dies alles mit sehr viel Geduld und Ruhe. 
In den ersten Wochen seit Arbeitsaufnahme habe Idao zudem an einer Muskelsteifheit gelitten, was aber nach Aussage des Tierarztes normal sei. Immerhin habe der Hengst fünf Wochen in der Box verbracht, und sei quasi "bettlägerig" gewesen.
Mittlerweile seien die Fortschritte aber immer mehr erkennbar und Idao sei "gut drauf und man könne auch seine Moral klar erkennen", wie der Trainer ausführte. Zudem würde die Reha des zweifachen Amérique-Siegers auch dadurch positiv beeinflusst, dass er nun bei dem derzeit schönen Wetter nachts draußen sein könne.

Abschließend noch meine ganz persönliche Meinung zu diesem Rennen: In Anbetracht der Ausführungen Thierrys  - und da muss ich Alex hundertprozentig zustimmen - war die Eventualquote von 1,6:1 ein Witz! Vor allem deshalb, weil die französischen turfistes - vielleicht abgesehen von den 2€ "Hausfrauenwettern" - mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit dieses Interview in der PT gelesen haben werden. Zudem gab es auch im Vorfeld selbstredend zahlreiche andere Vorab-Interviews mit dem Duvaldestin-Team, was beim Comeback eines solchen Schwergewichts wie Idao de Tillard natürlich auch zu erwarten war.
Nach einer solchen Krankengeschichte wäre ein Sieg Idaos quasi einem Wunder gleichgekommen. Es war ein klassisches rentrée, das aufgrund einer sehr schweren Verletzung erfolgte und nicht etwa nach einer schöpferischen Erholungsphase im Anschluss einer langen Saison oder einer gezielten Vorbereitung auf das Wintermeeting. Auch das ist ein Fakt, den man definitiv mit berücksichtigen muss.

Natürlich war er noch deutlich erkennbar rückständig, aber es war eben der erste Start nach einer fünfmonatigen Pause und einem ziemlich schweren Eingriff Mitte November. Wie es nun weiter geht und ob der ursprünglich ausgerufene Fahrplan eingehalten werden kann, wird man sehen. Thierry würde ihn gerne am 18.April in Enghien im "Prix de l'Atlantique" (Gruppe I) als erstes großes Ziel in diesem Frühjahr sehen, aber er hat auch gleichermaßen durchklingen lassen, dass Idao bis dahin drei Rennen in den Beinen haben müsse! Nach dem ersten Start in Caen am Donnerstag bestehen nunmehr noch die Möglichkeiten am 21.März im "Prix du Bois de Vincennes" (Gruppe III), sowie entweder am 1.April im "Grand Prix Angers Loire Métropole" (Gruppe III) oder am 4.April im "Prix Kerjacques" (Gruppe II) in Vincennes zu starten, was aber letzen Endes nur einer selbst entscheiden wird: Idao de Tillard selbst!

 

 

Samstag 14 März 13:03 Uhr
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Tsunami Diamant

Themen: 14
Beiträge: 563

Das ist laengst entschieden. 

Eine OP, ueber deren Details zudem immer das grosse Schweigen schwebte, und ein Anstart so früh danach.

Sind alles Wiedersprueche in sich.

Wenn duvaldestin den atlantique als erstes Highlight als Plan ausgegeben hat, dann haette er in diesem Feld 1-2 enden muessen.

Das erwartete auch jeder Wetter und Aktive, darum die Quote.

Solch ein Pferd, das zudem noch ein Vermoegen als Deckhengst Wert ist, stellt man so nicht vor. 

Der Stall hat 15 Pferde im Stall die eine Zeit unter 13 auf 2700m gehen koennen.

Es ist ihnen ein leichtes das auszutarieren wo er sich befindet.

Entweder herrschte wieder oder noch ein Riesen Problem, oder sie zockten mit vollem Risiko für s Pferd.

Eine Leistungsexplosion zum Atlantique, waere in dieser kurzen Zeit so wahrscheinlich wie der Friedensnobelpreis für die Orange Maehne 2027.

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