News Schweden Trab, 02.06.26
(travstugan.se/agr) Der deutsche Trainer Holger Ehlert ist in Italien erneut wegen Dopings verurteilt worden. Nach den aktuellen Entscheidungen muss Ehlert mit einer Sperre von insgesamt acht Monaten rechnen. Besonders brisant: Ehlert war erst am Montagabend noch in Schweden erfolgreich. In Halmstad gewann eines seiner Pferde mit Wim Paal im Sulky. Nun rücken jedoch frühere Dopingfälle aus Italien wieder in den Mittelpunkt. Zuerst hatte das norwegische Portal trav365.no über die neuen Urteile berichtet. Ausgangspunkt war der Fall Bleff Dipa. Das Pferd war Anfang Mai des vergangenen Jahres nach seinem dritten Platz im Lotteria-Lauf in Neapel positiv auf Dexamethason getestet worden. Zum Zeitpunkt des Falls gehörte Bleff Dipa ausgerechnet Jean-Pierre Barjon, dem Präsidenten des französischen Trabrennverbandes. Barjon hatte über die Jahre mehrere Pferde in Ehlerts Training.
Noch im selben Monat folgten zwei weitere positive Tests aus dem Stall. Caronte Trebi wurde nach einem Sieg in Padova am 18. Mai positiv auf das entzündungshemmende Medikament Dexamethason getestet, Gimoni nach einem Erfolg in Follonica am 27. Mai. Für diese Fälle liegen nun die Entscheidungen der italienischen Behörden vor. Ehlert muss pro Fall 1.000 Euro Geldstrafe zahlen. Zudem wurde jeweils eine Sperre von vier Monaten ausgesprochen. Insgesamt ergibt sich daraus eine achtmonatige Sperre.
„Das hat sich nicht gut angefühlt“
Ehlert hatte im Frühjahr mehrfach Pferde in Schweden gestartet. Dass er dort weiterhin aktiv war, sorgte offenbar bereits für Unbehagen. Robert Karlsson, Sportchef von Svensk Travsport, kannte die italienischen Urteile auf Nachfrage von Travstugan zunächst noch nicht.
„Das muss ich sofort prüfen. Und man muss auch nicht drum herumreden: Es hat sich nicht wirklich gut im Bauch angefühlt, dass er Pferde in Schweden startet“, sagte Karlsson.
Holger Ehlert ist in der Vergangenheit bereits mehrfach mit Dopingfällen in Verbindung gebracht worden. Der bekannteste Fall liegt fast zwei Jahrzehnte zurück: Im Elitloppet 2006 wurde Lets Go nachträglich disqualifiziert, nachdem das Pferd im Finale zunächst Zweiter geworden war. Nach vielen Jahren in Italien kehrte Ehlert 2025 nach Deutschland zurück. Dort wurde er Privattrainer für das Gestüt Lasbek. Die neuen Urteile aus Italien werfen nun erneut einen Schatten auf seine Tätigkeit.