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| Autor | Beitrag |
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| Donnerstag 19 Februar 16:51 Uhr | |
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Was kosten den Rennvereinen eigentlich die "Gehobenen Rennen"? Oft hört man: DIe werden ja nur vom Besitzer finanziert". So ist es nicht ganz - Das ist nämlich eine Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt, aber transparent zu beantworten ist. Früher, die älteren Erinnern sich, war es ja so, dass jeder Rennverein zusätzlich zu den Einsätzen der Besitzer mindestens 30% drauf legen musste. Wenn ein RV also ein Rennen, erst einmal egal welche Ausschreibung (Alter, Vorläufe ja oder nein, Geschlecht, Gewinnsumme usw.), mit einer Dotation von 30.000 Euro ausgeschriebnen hatte und über die Einsätze z.B. 28.000 Euro eingezahlt wurden, dann musste das Rennen mit 40.000 Euro werden. Dieser Passus wurde gestrichen, da es immer weniger Rennvereine gab, die dieses Risiko eingehen wollten. Deswegen gibt es den Eigenanteil von 30% nicht mehr. Aber selbst dann bietet kaum noch ein Rennverein solche gehobenen Rennen an, das Risiko der Finanzierung zu groß ist. Damit das Risiko wenigstens überschaubar ist, gibt es in den Ausschreibungen immer den Passus "Verlangt werden mindestens x Nennungen". Vom 3JK abgesehen, werden aber zumeist selbst diese Zahlen nicht erreicht. Nehmen wir z.B. mal das Fritz Brandt-Rennen. Hier werden eigentlich immer 50 Nennungen verlangt, sind aber seit 2016 nur ein einziges Mal (2017) erreicht worden. Ansonst gabe es bisher zwischen 34 (2025) und 49 (2022) Nennungen. 34 Einsätze a 21.- € (714.- €) Gesamt Einsätze: 5.628.- € Beispiel Buddenbrock-Rennen 2025 48 Einsätze a 37,50 € (1.800.- €) Gesamt Einsätze: 11.212,50 € Das sind leider die Gründe dafür, dass es kaum noch gehobene Rennen gibt. |
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| Freitag 20 Februar 09:23 Uhr | |
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Gut erklärt....aber das zeigt mal wieder die traurige Situation, dass die RVs selber nichts mehr stemmen können. Was mich aber interessieren würde ist die Finanzierung der doch großzügigen Serien in Berlin, ohne langfristigen Nennungsschluss. Insgesamt ja für die Beteiligten (in der Gold Serie oft die gleichen Akteure) sehr profitabel (sei auch allen vergönnt), aber wäre es vielleicht nicht sinnvoller diese Gelder etwas breiter zu verteilen? Wo wie wieder bei dem ausgelobten Dreijährigen Zirkel wären....... mit einem 6stelligen Betrag insgesamt drüber..... |
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| Freitag 20 Februar 10:12 Uhr | |
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Gehobenes Programm hat sich früher s deutlich besser ueber die Nennungen finanziert. Zuerst wurde damals eine größere Zahl an Pferden angesprochen. Dann waren diese Rennen meist auch Highlights im waren Sinne. Die Rennen waren der Tageshoehepunkt, waren mit mehr Pferden gefüllt, und brachten auch für das Rahmenprogramm interessante "Verbesserungen". Es brachte Umsatz und der Nennungstopf war gefüllter. Da meist auf copy paste gearbeitet wurde, und nie die erforderliche Anpassungen die dem Bestand entspricht verwendet wurde, lief es meist ganz aus dem Ruder. Die Entscheidungstraeger sind nicht "betroffene", und koennen nicht ueber den Tellerrand sehen. Wir haben aber ueber Jahre nur weitergemacht, nicht reagiert, nicht agiert, nicht probiert.
Wir schütten Gelder aus ohne Mehrwert für Zucht, Verkauf und Motivation. |
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| Freitag 20 Februar 10:46 Uhr | |
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Ja @Andy....da sind wir uns ja wirklich einig....die Entscheidungsträger sind nicht die "Betroffenen" , aber sie fragen auch die "Betroffenen" nicht. Ein Beispiel aktuell: Hamburger Stutencup. Ich fände es total sinnvoll, wieder Stutenrennen anzubieten, gab es früher auf jeder Bahn. Aber was wird ausgeschrieben? Vorläufe bis 10. (ob da zwei zustande kommen, sei dahingestellt) und dann vierzehn Tage später Endlauf.....warum????? Und was erwartet man von den verbliebenen Aktiven? Und von den Pferden? |
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| Freitag 20 Februar 11:03 Uhr | |
Andrea Kaufmann schreibt: Jetzt kommen wir zu den Antworten, die leider oft auch schmerzhaft sind. Aber hilft ja nix drumrum zu reden. Die "Kritische" Masse für Gehobenen Rennen, von der 3JK-Serie und natürlich dem Derby ist inzwischen unterschritten. Das Problem ist doch, dass nicht jeder Besitzer die gleichen Ziele oder Pläne für sein Pferd hat. Gab es früher z.B. gute 1.000 Fohlengeburten, konnte man alle die unterschiedlichen Erwartungen noch individuell mit verschiedenen Ausschreibungen für unterschiedliche Interessen ansprechen. Das ist heute aufgrund der immer kleiner werdenden Masse so nicht mehr möglich. So versuchen die Rennvereine die "Eierlegende Wollmilchsau" auszuschreiben, was auf Dauer nicht funktionieren kann und immer schwerer zu finanzieren sein wird.. Natürlich kann man die 3JK-Serie mehr für den Alltagssport ausschreiben. Nur sinkt dann auch der Anreiz mehr als 10.000 Euro für ein junges Pferd auszugeben. Was gehobene Rennen betrifft, so wird der Investitionsanreiz nur zu steigern sein, wenn Gehobene Rennen in Zukunft international ausgeschrieben werden. Denn für Rennen, die kaum noch mit 20.000 Euro dotiert sein, muss kein Besitzer mehr Geld investieren. |
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| Freitag 20 Februar 15:51 Uhr | |
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Considering training a horse, keeping it healthy and paying the fee for racing in x races costs around $2.000 a month, the prize money is ridiculously low. Especially considering a good horse that's lucky enough to win would maybe win every other month for a max. of 6 races a year. Even having a good horse is unsustainable. Something must be done. |
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| Freitag 20 Februar 15:52 Uhr | |
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Rennvereine wollen immer noch an 2 Renntagen profitieren,Vor und Endläufe.Eigentlich müßten sie wachgeworden sein,daß es dafür keine Pferde mehr gibt.Mit der Hälfte der Pferde oder mehr als feldfüller werden gehobene Rennen zur Farce und damit wird kein Besucher mehr hinter dem Ofen hervorgelockt. Besser ein wirkliches Event als 2 Pseudos. |
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| Freitag 20 Februar 17:17 Uhr | |
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Außer fürs Derby werden nach meiner Sichtweise so gut wie keine feldfüllenden Pferde mehr für gehobene Rennen genannt. Zu teuer. Und die Gewinnner der höheren Rennpreise stehen fast immer vorher raus. Rennpreise erhöhen geht nicht, keiner finanziert es. Startgelder erhöhen geht nicht . Dann nennt keiner mehr. Abzüge bei den Wettern erhöhen geht nicht. Die Quoten sind jetzt schon unterirdisch schlecht. Ich kann mich seit Jahren an keine Wette erinnern welche außergewönlich gut bezahlt wurde. Also woher höhere Rennpreise generieren? Ich habe, außer Sponsoren, keine Idee. Der Zug scheint abgefahren. Anekdote am Rande: Herr Spiess erwischt ev. noch den letzten Waggon........ |
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