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Vorschau GNT Etappe II - Marseille / 25. März / 13.55h
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Montag 23 März 21:02 Uhr
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Luba Sonn

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Doppelerfolg für den Stall Duvaldestin?

Im Gegensatz zum Auftakt des Grand National du Trot vor drei Wochen in Amiens, versammelt sich auf der zweiten Etappe in Marseille-Borely deutlich mehr Qualität in den drei Bändern. Allerdings kann man sich wohl von Horchestro (18) verabschieden, der für eine spätere Aufgabe vorbereitet wird. Ansonsten wird man aber nicht viele weitere Streicher finden, um den Weg zur erfolgreichen Quinte einfacher zu gestalten.

Ein guter Anfang ist aber sicher mit Je Te Cherche (7) gemacht. Der Wallach ist schon kurz vor dem Wintermeeting mit einem Rekordlauf positiv aufgefallen und konnte  zuletzt selbst im Prepare kaum aufgehalten werden. Er stellt somit gegen Ialto d’Hertals (15) die erste Farbe des Stalles Duvaldestin dar. Mit Krooner d’Heripre (2), dem ersten Etappensieger Jentil Dieschoot (5) und Jolivert du Gers (9) sind aber allein für das Podium noch nicht einmal alle möglichen Kandidaten genannt.
 
Quelle: LeTrot
 
 
---3.000m---
 
Bei den zwei Auftritten nach der dreimonatigen Pause hat sich JAGUAR DU FAN (1) noch nicht wirklich angeboten. Zuletzt war er allerdings auch durch den innersten Startplatz in der zweiten Reihe in Enghien stark gehandicapt. Als der Wallach aus dem letzten Bogen heraus freigekommen ist, war vorne schon alles entschieden. Zuvor war er in Laval deutlich besser unterwegs. Aus der Lage hinter der Spitze kam der Sohn von Diablo du Noyer im Einlauf spät frei und kämpfte auch einen Moment um den Sieg, musste sich am Ende aber mit Rang Vier begnügen. Der Gewinnärmste wird als Außenseiter antreten, kann aber auf die Hand von David Bekaert zählen.
 
Nach drei beeindruckenden Siegen an der Cote d’Azur, patzte KROONER D'HERIPRE (2) ausgerechnet beim letzten Start des Wintermeetings in Cagnes-sur-Mer. An diesem 07. März hatte der Wallach im Einlauf längst alles geklärt, als er gute 50 Meter vor der Linie unvermittelt aus dem Takt geraten ist. Von den drei Erfolgen zuvor konnte vor allem der Sieg am 28. Januar gefallen. Zu Beginn der Schlussrunde übernahm der Sohn von Rolling d’Heripre das Kommando. Bis weit in den Einlauf wurde er vom späteren Zweiten zwar unter Druck gesetzt, aber nie wirklich in Gefahr gebracht. Auf einer regennasser Piste brachte der 6jährige immer noch eine 12,8/2.925 Meter auf das Geläuf. Romain Derieux sieht man sehr selten in diesem Wettbewerb, weshalb man den Fuchs erst recht ernst nehmen muss.
 
Nicht nur die Gesamtform von HAJIME (3) ist sehr gut anzusehen. Zudem scheint der Wallach mit einem Sieg und vier weiteren Podestplätzen aus insgesamt sechs Starts ein echter Bahnspezialist für Marseille-Borely zu sein. Diese guten Vorzeichen werden auch kaum durch den letzten Ausfall getrübt. Aus der Lage sprang der Wallach auf der Schlussrunde an und ließ sich mit dem Trainer Pierrick Le Moel, der auch heute wieder im Sulky sitzt, nur schwer aus dem Feld manövrieren. Zuvor war der 9jährige mit Mathieu Mottier in Vincennes sehr viel motivierter unterwegs und sprintete in Vincennes aus dem Feld bis auf Rang Zwei. Für die matschige Piste dieses Tages waren die 13,7/2.700 Meter eine gute Marke. Insgesamt wird man den 9jährigen also schwer vom Schein lassen können.
 
Mit sieben Starts seit Januar 2025 hat GERSHWIN DE CHENU (4) in letzter Zeit nur wenig Rennroutine sammeln können. Aber immerhin hat der Wallach seit dem Trainerwechsel im letzten November ein wenig mehr aktuelle Rennpraxis in den Beinen. Nach zwei Prepare, holte der Sohn von Boccador de Simm drei Gelder, wovon der dritte Rang am 02. Januar am ehesten gefallen hat. Aus dem Feld landete der 10jährige 800 Meter vor dem Ziel in der Todesspur und wurde somit aus dem Rücken noch sicher überlaufen. Durch die Vielzahl an starken Konkurrenten im Feld, sollte man sich aber von dem Fuchs verabschieden, auch wenn ein Restrisiko bestehen bleibt.
 
Im Vorjahr hatte JENTIL DIESCHOOT (5) eine lange Pause hinter sich gebracht. In dieser Zeit hat Kevin Leblanc als Trainer die Verantwortung für den Wallach übernommen und ihn nach nur zwei Aufbaustarts wieder in eine starke Form gebracht. In diesem Jahr hat der Fuchs aus vier Starts zwei Siege geholt, wobei der Erfolg auf der ersten Etappe dieses Wettbewerbs natürlich die herausragenste Form war. Die Taktik war klar vorgegeben: der 7jährige sollte früh an die Spitze geführt werden, was Alexandre Abrivard, der wieder an Bord ist, auch schon auf der ersten Tribünenseite gelungen ist. Von dort aus kontrollierte das Gespann die Pace und machte sich im Schlussbogen mit einer Tempoverschärfung frei, was zum sicheren Erfolg in 12,8/2.900 Meter reichte. Trotz des dicken Siegerschecks, passt Jentil Dieschoot wieder an die Grundmarke und gehört in dieser Form in alle Überlegungen. Natürlich auch für einen nächsten Sieg.
 
Obwohl ISEULT FLOWER (6) 70 Tage Pause hinter sich gebracht hatte, nahm Trainer Anthony Muidebled der Stute bereits beim Start am 26. Februar in Cagnes-sur-Mer die Eisen ab. Die frühe Führung gab das Gespann nach 700 Metern wieder ab. Bis dahin entwickelte sich alles sehr gut, aber auf der Schlussrunde wurde die 8jährige erst durch einen springenden und dann durch einen müden Gegner aufgehalten. Mit einem kleinen Endspurt war dennoch der fünfte Platz drin. Mit etwas mehr Rennglück hätte es deutlich weiter nach vorne gereicht. Das ist schon eine gute erste Empfehlung, aber es gibt noch einen weiteren Hinweis auf die 8jährige. Im vorigen September war die Tochter von Nahar de Beval zum ersten Mal in Marseille-Borely zu Gast und legte gleich einen Start-Ziel-Sieg hin. Dieser Erfolg wurde zwar in einer Autostart-Prüfung erzielt, konnte aber mit einer sehr starken 11,3 über 2.300 Meter garniert werden. Iseult Flower dürfte deutlich mehr Chancen besitzen, als es der Toto verrät.
 
Schon kurz vor dem Wintermeeting setzte JE TE CHERCHE (7) in Vincennes ein dickes Ausrufezeichen. Über die 2.100 Meter gewann der Wallach mit einem starken Antritt aus dem letzten Bogen am Ende sogar leicht in unglaublichen 09,3. Mit einem weiteren Sieg und einem Ehrenplatz konnte der Love You-Sohn die Form bestätigen, ehe er für 71 Tage dem Rennzirkus ferngeblieben ist. Und das kleine Comeback am 05. März in Laval hätte kaum beeindruckender ausfallen können. Die Auszeit, der rote Emoji vom Trainer, vier Eisen und eine Zulage von 25 Metern machten den 7jährigen zum Außenseiter. Aber Tristan Ouvrie führte Je Te Cherche bis in das Mittelfeld, von wo aus er im letzten Bogen aus der Deckung genommen wurde. Ein starker Sprint brachte ihn noch auf Rang Vier, wobei Ouvrie natürlich nicht einmal eine Hand öffnete. Das hätte für den Nachwuchsfahrer auch unangenehm ausgehen können, denn wenn vorne einer vom Podest geflogen wäre, hätte der zusätzliche Rennpreis Je Te Cherche hier in das zweite Band gebracht, womit diese sehr passende Aufgabe wohl kaum angegangen worden wäre. So ist der Favorit der Prüfung gefunden.
 
Seit über zwei Jahren hat HELIOS D'ELA (8) kein Rennen mehr gewonnen und aus den letzten siebzehn Starts nur sechs Platzierungen erreichen können. Erst Ende Dezember kehrte der Wallach aus einer langen Pause unplatziert zurück und wechselte kurz darauf den Trainer. Unter der Regie von Cyril Gazengel gab es nur einen Start, der den 9jährigen aber gleich nach Vincennes führte. Nach der frühen Führung, konnte sich der Rieussec-Sohn hinter der Spitze schonen und kämpfte im Einlauf sehr tapfer um das Podium. Als Vierter verpasste er dieses nur sehr knapp und stellte damit die letzten Monate in den Schatten. Auf eine Wiederholung dieser Leistung zu warten, könnte aber auch zu teuer werden, zumal solch eine nicht zwingend für die Wetten reichen müsste.
 
Nur 105 Euro unter dem zweiten Band hat JOLIVERT DU GERS (9) eine wirklich perfekte Aufgabe gefunden. Zusätzlich konnte die gute Papierform zum Ende des letzten Jahres auch nicht durch den siebten Rang in Vincennes getrübt werden. An diesem Tag verlor der Wallach in einem gut besetzten Course C in Vincennes 700 Meter vor dem Ziel sein Führpferd und tat sich auf den finalen Metern dementsprechend schwer. In einem engen Finish hätte er genauso gut Fünfter werden können. Schon Mitte Februar konnte der Bold Eagle-Sohn eine Stufe niedriger als Dritter überzeugen. Aus dem letzten Bogen heraus hat der 7jährige noch rettungslos am Ende des Pulks festgesessen. Trainer und Fahrer Matthieu Abrivard fand aber weit außen eine Passage, die das Gespann für einen starken Speed nutzte, der zu Rang Drei führte. Noch besser machte es der Hengst am 08. März in Cagnes. Die frühe Führung gab Abrivard zwar zu Beginn der Schlussrunde ab, aber mit dem Einbiegen in den Einlauf ergab sich für die Bragato-Farbe eine Lücke, die Jolivert du Gers erneut mit viel Speed zum Sieg brachte. Der Trainer bringt es auf den Punkt: "Je Te Cherche wird der große Gegner sein, aber wir reisen mit Ambitionen an."
 
---3.025m---
 
Nach einer halbjährigen Pause kehrt INGRID TURGOT (10) mit Eisen zurück und wurde von ihrem Trainer Nicolas Ensch mit einem roten Emoji ausgestattet. Kurz und knapp: runter vom Schein.
 
Von den vier in diesem Jahr geplanten Starts, hat GREZ (11) alleine zwei kurzfristig absagen müssen, was schon für eine gewisse Vorsicht sprechen sollte. Immerhin hat der Wallach nach dem Quartierwechsel Anfang Februar bei seinem ersten Auftritt für die ebenfalls neuen Farben schon einen vierten Platz in Cagnes-sur-Mer holen können. Allerdings kam dieser unter dem Sattel zu Stande. Zudem war der Viking de Val-Sohn als Platzierter schon sehr weit hinter dem Sieger. Das dürfte keine ausreichende Empfehlung für den Wettschein sein.
 
Auch wenn KAPTAIN DU LIAMONE (12) auf der ersten Etappe des Grand National du Trot nur Vierter war, konnte er einen guten Eindruck hinterlassen. Zum einen lag der Wallach lange am Ende des Feldes und machte in der schnellen Schlussphase viel Boden gut. Zum anderen war er das einzige Pferd in der Quinte, dass aus dem zweiten Band gestartet ist. Allerdings war der Face Time Bourbon-Sohn in 12,9/2.925 Meter schon sehr weit hinter dem siegreichen Jentil Dieschoot, den er wieder unter den gleichen Bedingungen trifft. Auch wenn es heute noch einmal anspruchsvoller wird, gehört der unheimlich zuverlässige 6jährige spätestens in die erweiterten Wetten.
 
Auch nach einer Auszeit von fast drei Monaten konnte JAG STRYCK (13) bei den folgenden vier Starts nicht viel anbieten. Nach zwei Prepare hätte es Ende Februar immerhin für einen guten sechsten Platz in einer Quinte in Vincennes gereicht. Aber nachdem der Hengst lange festsaß und spät Boden gutmachte, verlor er wenige Meter vor der Linie das Geläuf. Ansonsten hätte er eine niedrige 12er-Zeit über die 2.700 Meter erzielt. Am 11. März war der Sohn von Bretigny trotz der Zulage schnell in der Spitzengruppe zu finden und setzte sich in der Endphase in einem Quintett vom Rest des Feldes ab. Im Einlauf spürte er aber wohl auch die vier Eisen, die er mit sich trug. Bis zur Linie verlor der 7jährige noch reichlich Längen auf den Sieger und somit auch den fünften Platz. Die Disqualifikation in Vincennes war somit der beste Ansatz, der ein Kreuz in den Kombinationen rechtfertigen könnte.
 
Im vorigen Sommer hatte GRAND TRIO LUDOIS (14) noch eine grandiose Serie von vier Siegen hingelegen können. Neben einem Erfolg in Enghien, triumphierte der Wallach auch in zwei Gruppe III-Rennen in Cagnes-sur-Mer. Im Anschluss zeigte die Formkurve aber abwärts, was in einer Pause von über zwei Monaten endete. Am 03. März kehrte der Booster Winner-Sohn mit Eisen zurück und probte nur für den Start fünf Tage später in Cagnes-sur-Mer. In einem stark besetzten Course B übernahm der 10jährige sofort die Spitze, die er kurz darauf an den späteren Sieger weitergegeben hat. Zu Beginn des Einlaufs musste er zeitverzögert bis auf die dritte Spur ausweichen, um sich noch in den Kampf um den Sieg einschalten zu können. Das kostete aber neben der Zeit auch Boden. Und so konnte sich Grand Trio Ludois nur eine Länge hinter dem Sieger auf Rang Drei kämpfen. Das war ein schöner Ansatz, der ihn für einen Kreuz in den erweiterten Wetten ins Gespräch bringt.
 
Nachdem IALTO D’HERTALS (15) im letzten Oktober einen seiner seltenen Ausfälle produziert hat, hat sich der Wallach bei den nächsten sechs Starts ganze sechs Podestplätze gesichert. Dabei fiel die Duvaldestin-Farbe auch immer wieder mit einem großen Endspurt auf. Ganz besonders auch bei den letzten beiden Starts. Ende Februar kam der Fuchs erst spät im Einlauf richtig auf Touren, wobei es lange Zeit nur nach einem kleinen Geld ausgesehen hat. Am Ende segelte er aber noch auf Rang Zwei. Das gleiche Ergebnis kam am 03. März auch auf der kleineren Bühne in Agen zu Stande, wobei in dem Course A einiges an Konkurrenz unterwegs war. Im letzten Bogen war Ialto d’Hertals schon unter Druck und hatte eine kleine Lücke zum vorderen Trio zu schließen. Dennoch flog er wieder auf den finalen Metern zum Ehrenplatz. Der Alto de Viette-Sohn ist mehr als nur eine zweite Farbe des Stalles Duvaldestin.
 
---3.050m---
 
Der einzige Kandidat aus dem dritten Band ist HORCHESTRO (16). Dies wäre ohnehin schon eine schwierige Aufgabe. Aber um einen Platz in den Wetten geht es Trainer Guillaume Huguet auch nicht. Vielmehr steht die Vorbereitung für den Prix Kerjacques am 04. April in Vincennes im Vordergrund. Und nachdem der Wallach Ende Februar nach einem idealen Rennverlauf eine unerklärlich schwache Leistung geboten hat, steht der Sam Bourbon-Sohn dennoch unter einer gewissen Beobachtung, auch wenn es nicht für den Wettschein reicht.
 
Tipp:
JE TE CHERCHE (7)
IALTO D’HERTALS (15)
KROONER D'HERIPRE (2)
JOLIVERT DU GERS (9)
ISEULT FLOWER (6)
 
Für die Kombinationen: JENTIL DIESCHOOT (5) - KAPTAIN DU LIAMONE (12) - GRAND TRIO LUDOIS (14)
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