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Krieauer-Wintermeeting-Finale
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Mittwoch 11 März 10:18 Uhr
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Gambler

Themen: 5
Beiträge: 3443
Lanti schreibt:

Gutes Beispiel, kann mich noch gut an beide erinnern! Muster war ein "Kampfschwein" erster Güte, gab keinen Ball verloren und ließ sein Herz und alles andere auf dem Platz!! Er arbeitete Tennis wie kein anderer!

Und Nadal war die personifizierte Verkörperung von beidem: Talent und Arbeitstier.  

Mittwoch 11 März 13:43 Uhr
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Markus H

Themen: 12
Beiträge: 1130

Jim Courier ist ein Paradebespiel. Wenig Talent, aber ein Arbeiter vor dem Herren. Der wäre mit seinen Grundschlägen heute nicht Top 300.

Oder McEnroe und Ivan Lendl. Lagen spielerisch Welten dazwischen.  

Mittwoch 11 März 20:24 Uhr
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Chappiho

Themen: 1
Beiträge: 1521
Cotopaxi schreibt:

da gab es in AT mit den Tennisspielern Thomas Muster bzw. Horst Skoff (leider schon verstorben) ein gutes Beispiel. Skoff war nach Ansicht vieler Experten ein Jahrhundert-Talent, war aber im training nicht immer bei der Sache. Muster, mit den schlechteren Voraussetzungen, war ein überehrgeiziges Trainings-Tier und schaffte es so zur Nr. 1 und zum French-Open-Sieg... 

 

Horst Skoff  - war lange mein Liebling, es bröckelte etwas, als ich ihn live erlebt habe. Die Linienrichter (vor Hawk-Eye) saßen ja früher auf ihren Klappstühlen in so einem flachen Holzkästchen mit Werbung. Er ärgerte sich über eine Entscheidung und ging zum Linienrichter und zetrümmerte diesen Kasten mit mindestens 10 Hieben (seinem Schläger tat es auch nicht gut).  Eigentlich mein Humor. Nur: Der Linienrichter war eine Richterin und war eher 12 als 14, vielleicht auch erst 10. Ihr blanke Todesangst traf dann weniger meinen Humor.

Ein anderes Mal nannte ihn  der Stuhl-Schiedsrichter die ganze Zeit Skuuuuuf. Skoff korrigierte ihn mehrmals. Doch der Schiedsrichter wollte oder konnte sich  das nicht merken. Erst bei "game, set and match: Mister Skoff" sagte er Skoff. Das passte Horst dann auch nicht, er explodierte, rannte auf den Schiedsrichter zu und brüllte: My name is Skuuuuuuuf, Skuuuuuuuuuf you bloody bastard!". Skoff hatte also nicht nur Talent, er war auch eine "interessante" Persönlichkeit, puschte sich mit diesem Theater.

Nach seiner Karriere habe ich nichts mehr von ihm mitbekommen - und dann ist er bei mir in Hamburg in meiner Straße gestorben. Im Bordell. Gerüchte sagen, ein Drogen-Cocktail war im Spiel. Offiziell hieß es Herzinfarkt. Beides schließt sich nicht aus. Das Bordell gibt es schon lange nicht mehr. Aber das Haus. Ein stilles Denkmal für mein Tennis-Idol von einst...

Mittwoch 11 März 22:00 Uhr
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Cotopaxi

Themen: 14
Beiträge: 1991

ja, er war ein wenig crazy und leicht zu erregen. Solche Typen sind im Tennis immer wieder zu finden und ich denke, er war auch leicht gefrustet, weil er wusste das er eigentlich damals der beste Spieler in AT war. Sein Lebens-Stil nach (und tw. schon während) der Karriere war dann alles andere als gesund. Ich bin ein paar Jahre vor seinem Tod bei uns in der Lobau spazieren gegangen und er ist gejoggt... ich war nur unwesentlich langsamer!🤠

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